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Veganer












III.
Zitat:
Aber der Vergleich mit der Tierhaut die Kleider liefert – für dies muss man keine Tiere töten, die fällt auch an, wenn ein Tier aus Altersgründen stirbt – und den Lampenschirmen aus Menschenhaut, ist schon unter jedem Hund.

Du trägst nur Tierhäute aus natürlich dahingeschiedenen Tieren? Ich habe nichts anderes getan, als deinen moralischen Ansatz 1:1 zu übernehmen. Es gibt doch keinen Unterschied ziwschen dem Töten von Tieren oder dem von Menschen.
Und sei mal nicht so empfindlich. Du nennst mich schließlich Mörder. Und mit solchen Begrifflichkeiten kenne ich mich aus. Also da darf ich das Kompliment mit dem Psychiater insoweit gerne zurückgeben.
Zitat:
Ich finde es moralisch und ethisch nur nicht richtig Tiere zu töten und zu essen, wenn wir dies doch gar nicht nötig haben.

Ja, das kann ich auch akzeptieren und ich habe nie etwas anders gesagt.
IV,
@Martin H.
Zitat:
Na, dann frage ich eben nochmals, wie Du dazu kommst, zu behaupten, jemand hätte hier gesagt, dass es die alleinige Ursache sei.
Nenne mit bitte Zitat oder Link.

Deine Suggestivaussage habe ich bereits zitiert, oder gib mir eine Erklärung wie folgendes zu verstehen ist, also nochmal:
Zitat:
Nur: Fleischesser wollen das nicht hören.
Sie stellen des einfach als Lügen hin, was sie nicht wahrhaben wollen. Denn sie lassen ja nur Tiere töten, dass die Folge die Unterernährung und der Hungertod von Menschen bedeutet... ist ja alles so weit weg.

Und von Gralsbote noch ergänzend: Elend das hauptsächlich dadurch entsteht, weil wir diesen Menschen die Nahrung stehlen um unsere Schlachttiere zu füttern.

@gralsbote,
Zitat:
Dass Du noch radikaler sein kannst, kann ich mir schon vorstellen, wenn ich das von dir geschriebene nochmals durchlese.

Es geht mir gar nicht um deine Kernaussage, dass du es für unetisch häslt Fleisch zu essen. Das ist, wie ich finde auch leicht ersichtlich, nie der Ansatzpunkt der Kritik gewesen.
Es ist eine direkte Reaktion auf deinen moralischen Rigorismus, mit dem du dich in seltsamer Selbstbeweihräucherung in den spirituell vollkommenen Himmel erhebst.
Hallo miteinander.

Liebe Nekilotte.
Komm, lass uns wieder Frieden schliessen, es gibt genug Unfrieden und Disput auf dieser Welt.
Du hast ja recht moralische wie auch spirituelle Vollkommenheit gibt es nicht.
Aber den Weg dorthin sollten wir begehen. Auch in meinem Beruf war ich immer bedacht, keine unmoralische Geschäfte abzuwickeln. Auch als Ausbilder von unserem Nachwuchs zu Broker bin ich immer darauf bedacht, den moralischen Aspekt mit rüber zu bringen.

Aber nun dazu, warum ich so ein rebellischer Gegner von Fleischesser bin.
Ich war damals gerade mal 13 Jahre alt, als mein Vater mit mir zu einem Schlachthof fuhr um dort etwas geschäftliches zu erledigen. Er ordnete mir an, im Auto zu bleiben. Nix da, meine Neugier trieb mich ins Gebäude hinein. Zuerst kam ich zur Verpackungsstrasse, wo die Fleischstücke fein säuberlich in Plastik verpackt wurden. Ich ging weiter und kam schliesslich dorthin wo die Tiere „ermordet“ werden. Ich erschrak vom Knall des Bolzenschussaperrates und wie die Kuh zusammenbrach. So gut so weit, das war ja noch nicht das schlimmste. Ich sah wie die Kuh mit den Hinterbeinen an einem Hacken aufgezogen wurde und wie ein Metzger ihr die Kehle zum ausbluten aufschnitt. Das schlimmste aber war, - die Kuh hatte noch gelebt und hat mich panisch mit ihren Grossen Augen angesehen. Das Band lief weiter und zog die Kuh in die Halle, wo diese auseinander genommen wurde.
2.

Ich war voll Blut von dieser Kuh und schrie hysterisch. Da erst wurde dieser – für mich „Mörder“ - Metzger auf mich aufmerksam. Ich rannte davon, durch die Hallen und direkt in den Raum, wo die Abfälle dieser Tiere die nicht mehr weiter für die Fleischverwertung gebraucht werden konnten, deponiert werden. Die Leichenteile – abgetrennte Füsse, Köpfe, Knochen und nicht mehr verwertbare Innereien lagen teils in Grossen Behältern und auf dem Boden herum. Der Boden war mit Blut und anderen Körpersäften verschmiert. Ich rutschte auf diesem Kachelboden aus und landete direkt neben einem Kuhkopf. Die Augen waren weit aufgerissen und die Zunge hing ihr aus dem Mund. Zudem kam es mir so vor als würde dieser Kuhkopf noch weinen.
Ich würde sagen, dies war das schrecklichste Erlebnis in meinem ganzen Leben.
Heute, nach langer Zeit bin ich darüber hinweg. Ich habe seit diesem schrecklichen Erlebnis nie mehr ein Stück Fleisch gegessen und bin daher ein grosser Gegner des Fleischkonsums.
Vielleicht kannst Du nun verstehen weshalb ich mich so extrem gegen das essen von Tieren wehre.
Dem nicht genug immer werde ich als Vegetarier belächelt und mit Unverständnis beurteilt.
Immer wieder wird mir vorgehalten, dass Fleisch gesund sei und wir es eben essen sollen.
Verdammt noch mal, Sorry, aber als Vegetarier werde ich mehr angegriffen und verurteil als die Fleischesser.
3.

Ich sitze in guter, gehobener Gesellschaft in einem erstklassigen Restaurant und bestelle ein vegetarisches Menü. Schon der Ober schaut mich schief an und kann nicht verstehen weshalb ich kein Fleisch bestelle. Weiter geht es dann oft mit Diskussionen über den Vorteil des Fleischkonsums. Ich lächle dann meistens nur vor mich hin und denke meine Sache. Ich kann ja nicht einem Generaldirektor eines Instituts oder einer grossen Firma sagen, dass er ein Aas oder Leichenteilefresser sei, obwohl ich oft die grösste Lust dazu hätte.
Ich verderbe keinem Fleischesser der gerade ein Riesen Steak isst, durch nicht angebrachten Sprüchen den Appetit. So bin ich nicht.
Viele Menschen sind eben uneinsichtig, das heisst, sie begreifen nicht mal um was es da geht.
Sie hören nicht mal richtig zu – wie Martin schon geschrieben hat, trifft man nur auf taube Ohren. Jeder versucht seinen Fleischkonsum zu rechtfertigen, halten aber mit ihren Gegenargumenten nicht stand und drehen mit ihren meist ironischen oder sarkastischen Antworten im Kreis.
Soweit meine ethischen und moralischen Aspekte.
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