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Liebe Freunde,
wer aus vollen Herzen Antworten der Wahrheit sucht, der wird auch diese finden. Suchet aber mit dem Herzen, den Gott kann mit unser Verstand niemals begriffen werden. Geistiges kann nur im Geist erkannt werden. In seine Gnade und Barmherzigkeit offenbart er sich denen, die in Demut ihn suchen.
Hier einige Antworten aus Sicht der Neue Offenbahrung, durch Jakob Lorber.
Warum aber ist Gott Mensch geworden?
Der erste Hauptgrund Seiner Menschwerdung war es, zwischen Sich und Seinen Geschöpfen ein volles Vater-Kind-Verhältnis herzustellen, denn zu einem solchen Verhältnis gehört es, daß der Vater sichtbar unter seinen Kindern weilen kann. (4.GEJ 255,3-4)
Gott war für die geschaffenen Geister, die Er einst aus sich herausstellte, unsichtbar. Sie konnten Ihn wohl hören und empfinden, aber nicht sehen. Jesus sagt: „Nur ein Erstes kann ein Erstes sehen, ein Zweites nur ein Zweites - und das Zweite ein Erstes nur dann, wenn das Erste die Gestalt eines Zweiten angenommen hat. So könntet ihr Mich als ein rein göttliches Wesen nie sehen. Da Ich aber ein Zweites, Geschöpfliches angenommen habe, so könnet ihr Mich sehen insoweit Ich ein vollkommenes, bleibendes Zweites aus Mir Selbst geworden bin.“ (2.RB 292,5-6)
Nach dem Fall Luzifers wurden den treu Gebliebenen die Augen geöffnet, und sie sahen zum ersten Male die ewige Liebe.
Da sprach die ewige Liebe: „Der erste unter euch ging verloren; daher übernehme Ich seine Stelle und werde sein unter euch ewiglich!“ (1.HG 5,15-19)
Das Gotteszentrum oder die ewige Liebe wurde den Geistern aber nun nicht wie ein Wesen ihresgleichen schaubar, sondern zunächst als eine Sonne. (11.GEJ 75,10)
Diese geistige Sonne war in ihrer Sichtbarkeit aber nicht unmittelbar Gott Selbst, sondern nur die Ausstrahlung Seiner Liebe und Weisheit, (2.RB 283,13) aber Er wohnte in dieser Sonne. (6.GEJ 88,3)
Jesus sagt: „Es ward wohl Moses gesagt, als er verlangte, Jehovas Angesicht zu schauen: ‘Gott (der ein verzehrendes Feuer ist, 8.GEJ 57,15) kann niemand sehen und dabei erhalten sein Leben’ das heißt das Leben des Leibes.
Damals aber war nur von Gottes ewigem Geiste die Rede, indem Gott in jener Zeit noch kein Fleisch angenommen hatte, weil dazu die Zeit nach Seiner ewigen Ordnung noch nicht da war.“ (9.GEJ 85,3)
Und doch kam der himmlische Vater sichtbar als der hohe Abedam und als Asmahael zu den Urvätern der Menschheit und belehrte sie. Auch nach der großen Flut hat sich der Herr als Melchisedek den Menschen persönlich gezeigt und hat mit ihnen gesprochen.
Wenn zu jener Zeit selbst die allerreinsten Engelsgeister das Gotteszentrum nie anders sehen konnten, als wie wir die Sonne am Firmamente, wieso hat Er sich dann den Menschen persönlich zeigen können? (2.GS 13,5-7)
Jesus erklärt uns im „großen Evangelium“, auf welche Weise das möglich war und sagt: „Ich war für kein geschaffenes Wesen ein schau- und begreifbarer Gott, auch nicht für einen vollkommensten Engel. So Ich Mich jemandem, wie dem Abraham, Isaak und Jakob, gewisserart beschaulich machen wollte, so geschah das dadurch, daß Ich einen Engel besonders mit dem Geiste Meines Willens erfüllte, daß er dann auf gewisse Momente Meine Persönlichkeit darstellte.“ (8.GEJ 57,14)
Es konnte damals also niemand Gott unmittelbar schauen, sondern Gott war nur das, was da durch den Geschauten sprach und wirkte. (1.HG 151,29)
Erst mit der Menschwerdung Gottes in Jesus ging die Verheißung der ewigen Liebe an die treu Gebliebenen, daß Er unter ihnen sein werde, vollumfänglich in Erfüllung.
Jesus sagt: „Nun aber hat nach der Weissagung der Propheten, Jehova das Fleisch der Menschen dieser Erde angenommen und dadurch zwischen Sich als dem urewigen Geiste und den Menschen eine Schutzwand gestellt, auf daß sie unbeschadet ihres Lebens Ihn sehen, berühren, hören und sprechen können, und es hat sich da niemand zu fürchten, daß er durch Meine sichtbare Gegenwart irgend vernichtet werde.“ (9.GEJ 85,4)
„Das verzehrende Feuer ist nun in Mir bedeckt und gedämpft durch diesen Meinen Leib, und es heißt nun nicht mehr: ‚Gott kann niemand schauen und leben!‘, sondern: ‚Von nun an wird ein jeder Engel und Mensch Gott schauen und leben können; und wer nicht Gott schauen wird, der wird ein sehr elendes und gerichtetes Leben haben!“ (8.GEJ 57,15)
Gott hat durch Jesu Fleischleib zwischen Sich und Seinen Geschöpfen eine Schutzwand gestellt, die das verzehrende Feuer bedeckt und dämpft, so daß uns das Urwesen Gottes, das kein Geschaffener direkt schauen und dem sich niemand nahen konnte, (1.HG 151,26) nicht mehr unbegreiflich und unschaubar ist, sondern ein Mensch wie wir, den wir sehen, dem wir uns nahen und mit dem wir wie mit einem Bruder reden können. (10.GEJ 207,11) Mit Seiner Menschwerdung hat Gott Seinen Kindern wohl die höchste Seligkeit bereitet, aber auch Sich Selbst.
Denn welche Seligkeit könnte das für Gott auch sein, so Er wohl Seine Kinder sehen könnte, diese Ihn aber nie anders als ein unendliches Lichtmeer oder eine Sonne zu Gesichte bekommen könnten? (3.GEJ 183,20)
Zum zweiten Hauptgrund später .Will euch nicht zuviel zumuten.
Gottes Segen sei mit Uns.
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