|
|
|
Tag auch!
Ich hab das Thema von dem Film "Bowling for Columbine" von Michael Moore geklaut.
Laut Statistiken ist ganz klar die USA das Land mit den meisten Morden. Jährlich gibt es dort 11000 Tode verursacht durch Kugeln. In anderen Ländern maximal 400.
Jetzt stellt sich die Frage: Warum ist das so?
Natürlich ist das besitzen von Schusswaffen und Munition laut dem zweiten Artikel der Verfassung erlaubt. Aber in Kanada zB. existieren pro Haushalt 0.8 Schusswaffen und dort ist die Mordrate wesendlich geringer.
Was denkt ihr?
|
|
|
|
Die Amerikaner sind einfach blutrünstiger wie alle anderen...
Schau dir halt mal den dobbel bush an der hört ja auch nie auf!
Ich bin eindeutig gegen Morden!
|
|
|
|
Die Statistik ist höchstwahrscheinlich falsch oder zumindest unvollständig. Kann es sein, dass diese Kugelverletzungen zu einem erheblichen Teil Unfälle sind? Zumindest in manchen US-Staaten rät die Polizei ausdrücklich vor der Anschaffung von Pistolen zur Selbstverteidigung ab, da das Unfallrisiko weit höher ist, als das eines Gewaltverbrechen im eigenen Heim.
Vor einigen Jahren sah ich eine Statistik in der die Mordrate von Kolumbien die aller anderen Staaten ERHEBLICH übertraf. Die USA kam da "erst" irgendwo zwischen der vierten bis achten Stelle. Zwischen Kolumbien und der USA stand Mexiko und noch einige andere lateinamerikanische und vielleicht auch afrikanische Nationen.
In allen westlichen Staaten ist in den letzten 10 Jahren die Zahl der Schwerverbrechen drastisch gesunken. Es gibt dazu ein sehr interessantes Themenheft einer Wissenschaftszeitung - ich glaube es war "Spektrum der Wissenschaft".
Höchstwahrscheinlich wird auch die rückläufige Mordrate der USA um ein mehrfaches über der aller europäischen Staaten liegen. Die Ursachen für den Rückgang sind extrem komplex, die für die immer noch weit überdurchschnittliche Zahl könnte man wohl am besten ergründen, wenn man die Täter und Opfer betrachtet.
Die Masse der Morde findet in den Armenvierteln der Städte statt - das gilt auch für die lateinamerikanischen Staaten. Die Mehrzahl steht wohl im Zusammenhang mit dem Drogenhandel. Sehr viele Mordopfer sind Kriminelle. Durch eine große Anzahl legal aber vor allem illegal zugänglichen Schusswaffen werden Morde sicherlich sehr gefördert. Die Hemmung mit einer Distanzwaffe einen Menschen zu töten ist sicher geringer als zum Beispiel mit einem Messer.
Die Schusswaffen in Kanada werden zum größten Teil nichtautomatische Jagdgewehre sein (bei denen auch Unfälle wesentlich unwahrscheinlicher sind!). Morde werden meist mit Pistolen begangen. Kanada hat auch keine so großen Armengettos und keinen so ausgeprägten Drogenhandel. Kanada hatte keine Sklavenhalterkultur und grenzt nicht an Dritte Welt-Länder.
Gegenüber Michael Moore bin ich äußerst vorsicht - und das ist sehr höflich umschrieben!
Ich befürworte ein restriktives Waffenrecht, dennoch sehe ich in den USA nicht nur die Waffenfetischisten, sondern auch Teile der Gegner als ideologisiert an - erst Recht M. Moore.
Das scheinbar tödlichste Schulmassaker der Welt war in Erfurt und wurde mit einer einzigen Sportpistole begangen. Der Täter brauchte keine Maschinenpistole oder Sturmgewehr und er benutzte auch seine Pumpgun nicht. In den 1960er Jahren gab es in Westdeutschland ein Schulmassaker, bei dem der Täter nur einen selbstgebauten Flammenwerfer hatte.
|
|
|
|
Wenn ich solchen Leuten wie "Geisterzug" zuhöre oder ihre Kommentare lese, frage ich mich immer wieder: Habt ihr eigentlich kein Schamempfinden und keine Vernunft? Glaubt ihr eigentlich eurem Gutmenschentum? Fällt euch nie auf, wie zwischen euren Zeilen immer wieder Selbstgefälligkeit und Hass aufblitzen?
Von euch gibt es so entsetzlich viele und ihr seid so entsetzlich laut.
|
|
|
|
Da kann ich Birder nur recht geben - 'Bowling for Columbine' ist m.E. weitgehend Propaganda, nicht Information. Schon aus dem einfachen Grund, dass 'die USA' in einen Topf geworfen werden. Dort gibt es kein einheitliches Waffenrecht; jeder Staat (und viele Städte) haben ein eigenes. Das von New York City gehört zu den strengsten der Welt (und dort geht's alles Andere als friedlich zu) - am anderen Ende des Spektrums stehen Staaten, wo Jeder problemlos in der Öffentlichkeit ein Schießeisen umhängen darf - vorausgesetzt er trägt es nicht versteckt. Interessanterweise gibt's dort sehr viel weniger Gewaltverbrechen.
Ähnlich ist es ja auch bei uns, wenn man D, A und CH vergleicht. In Deutschland ist das Waffenrecht sehr restriktiv, in der Schweiz eher locker... Das strengste Waffenrecht überhaupt gab's in der UdSSR - aber trotzdem fast so viele Morde wie in den (Durchschnitts-)USA - da haben die Leute einander eben mit Knüppeln erschlagen oder mit Küchenmessern erstochen...
|
|
|