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Seht das Thema mal aus geistiger Sicht. Jeder Mensch der eines gewaltsamen Todes gestorben ist lebt im Geistreich weiter. Er will sich rächen und beeinflußt gewollt oder ungewollt die noch Lebenden. So kommt es, dass Soldaten mit Depressionen und Selbstmordgedanken aus dem Krieg heimkehren, in dem sie oder ihre Kameraden andere "ermordet" haben. Ein unsichtbarer Feind ist gefährlicher als ein Soldat in Uniform.
Dies ist Teil der göttlichen Ordnung und so werden auch diejenigen schon zu Lebzeiten bestraft, die sich an ungerechtfertigten Angriffskriegen beteiligen.
Wenn wir hier Probleme mit dem "braunen Gedankengut" haben, dann haben wir es auch mit denjenigen zu tun, die ihren Kopf für einen verblendeten Führer hingehalten haben und dafür gestorben sind. Sie leben in dieser vergangenen Welt weiter und beeinflussen die Gedanken der noch Lebenden.
Wenn ihr euch diese Zusammenhänge zu eigen macht, könnt ihr viele Probleme besser verstehen. Grundlage dafür ist natürlich der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tode.
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Lieber Werner
Du schreibst:
Seht das Thema mal aus geistiger Sicht. Jeder Mensch der eines gewaltsamen Todes gestorben ist lebt im Geistreich weiter. Er will sich rächen und beeinflußt gewollt oder ungewollt die noch Lebenden.
Das sich die "Drüben Weiterlebenden" rächen wollen und können, würde voraussetzen, dass sie im Zuge des Überganges keine Läuterung erfahren haben. Nun sagen uns aber viele Religionen, dass es sowas wie eine ausgleichende Gerechtigkeit, Gott, eine Hölle, eine Gottesferne.oder wie wir es auch nennen wollen gibt.
Für mich steht es doch zu hoffen, dass einem das "durchleiden" dieser Welt in einem gewissen Maße über unseren derzeitigen Horitont erhebt.
Bei der Ansicht, dass die fürchterlichen Taten z. B. im Krieg noch sehr lange Zeit in die Zukunft weiterwirken, bin ich ganz bei Dir.
Es braucht sicher mehrere Generationen, bis die seelischen Wunden eines Krieges verheilt sind. Aber ich persönlich glaube nicht, dass es die Toten selbst sind, die uns belasten, sondern nur die Schrecklichkeit der Taten.
Alles Liebe
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Das klingt vielleicht komisch, aber es gibt inzwischen viel glaubwürdige Literatur zu dieser Thematik. Eines der besten Bücher heißt: "30 Jahre unter den Toten", in dem der Direktor einer psychiatrischen Klinik über ein Medium Kontakt mit den "Verstorbenen" Menschen aufnehmen konnte, die die Insassen "besetzt" haben. Er konnte sich mit ihnen unterhalten, ihre Identität feststellen und es gelang ihm meistens die Patienten zu heilen, indem er die "Besatzer" überzeugte sich zu entfernen. So konnte er viel aus dem Geistreich erfahren, warum Menschen Selbstmord begehen, morden, andere köperlich quälen usw.
Was deine Frage zu der "automatischen" Läuterung angeht: Es gibt keine automatische Läuterung. Es gibt auch keine Bevorzugung wegen einer bestimmten Religionszugehörigkeit. Der geistige Zustand beim Wechsel ins Jenseits ist der Gleiche wie am Ende des Lebens auf Erden. Daher ist es wichtig die Erdenzeit zu nutzen und sich geistig zu bilden, d.h. zu lernen ob und wie es "drüben" weitergeht. Wer keine Vorstellung von einem Weiterleben hat wacht in völliger Dunkelheit auf. In dem Zustand bleibt er solange, bis er von sich aus erkennt, dass da irgenetwas nicht stimmen kann. Als nächsten Schritt muss er erkennen, wer ihm aus der Misere helfen kann. Dann sieht er in der Ferne vielleicht ein kleines Licht.
Einfacher ist es sich das Licht zur Orientierung auf Erden zu erarbeiten. Meine Literaturempfehlung über das Leben im Jenseits: "Von der Hölle bis zum Himmel" oder "Bischof Martin" von Jakob Lorber.
Was die "ausgleichende Gerchtigkeit" angeht, so besteht der einzige Ausgleich darin, dass Gott uns unsere Sünden vergibt, die wir an ihm begangen haben, wenn wir uns vorher bei all denjenigen entschuldigt und die Fehler behoben haben, gegen die wir uns versündigt hatten. Daher ist eines der größten Fehler anzunehmen, durch die Beichte würden uns Sünden vergeben. Sünden vergeben kann nur derjenige, gegen den gesündigt wurde.
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