Das Gewicht von Nichts


Das Gewicht von Nichts

(Anmerkung von robinson: oder, was können schon 6 Millionen Bahai auf der Welt ausrichten?)

"Wie viel mag eine Schneeflocke wiegen?" fragte eine Meise eine Wildtaube. "Kaum mehr als nichts", antwortete diese. "Dann muß ich dir eine merkwürdige Geschichte erzählen", sagte die Meise. "Ich saß auf dem Ast einer Fichte, direkt am Stamm, als es zu schneien begann. Nicht heftig und von keinem Sturm begleitet. Nein, wie in einem Traum, lautlos und sanft. Und weil mir nichts Besseres einfiel, begann ich, die Schneeflocken zu zählen, die auf die Zweige und Nadeln des Astes fielen und darauf hängen blieben. Ich zählte genau 3,741.952. Als dann eine einzige weitere Schneeflocke auf den Ast niederfiel - kaum mehr als ein Nichts, wie du sagst - , brach der Ast ab."
Damit flog die Meise davon. Die Wildtaube dachte eine Weile nach und sprach dann vor sich hin: "Vielleicht fehlt ja nur noch die Tat eines einzigen Menschen, damit die Gerechtigkeit siegt und es endlich Frieden auf der Welt gibt."

herzliche Grüße Euch allen
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"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Ja, lieber Robinson, das ist sehr schön was du schreibst und macht Mut.

Mir fällt dazu aus den Schriften ein, daß es nicht auf die äußerlich sichtbare "Größe" unserer Taten ankommt. Bahá'u'lláh sagt dazu:

Zitat:
Dies ist der Tag, da das Meer göttlicher Gnade den Menschen offenbart ist, der Tag, da die Sonne Seiner Güte ihren Strahlenglanz über sie ergießt, der Tag, da die Wolken Seiner reichen Gaben die ganze Menschheit überschatten. Jetzt ist es Zeit, die Niedergeschlagenen mit dem belebenden Hauch der Liebe und Gemeinschaft und den lebendigen Wassern der Freundlichkeit und Güte aufzumuntern und zu erquicken.
........
Die ganze Pflicht des Menschen liegt an diesem Tage darin, seinen Teil von der Gnadenfülle zu erlangen, die Gott für ihn strömen läßt. Deshalb soll niemand der Größe oder Kleinheit des Gefäßes achten. Der Anteil der einen mag in einer Handvoll liegen, der Anteil anderer mag einen Becher füllen, der wieder anderer gar das Maß eines Scheffels.
(Baha'u'llah, Aehrenlese)


Die Welten des Glaubens sind die Welten der Mystik, die Welten des Herzens. Die äußere Welt hat damit nichts zu tun, deshalb:

Zitat:
Laßt ab von den Angelegenheiten dieser Welt und allem, was dazu gehört, und nehmt nicht teil an der Tätigkeit jener, die äußerlich ihre Führer sind. (Baha'u'llah, Aehrenlese)



Zahlen und äußere Menge sind Dingen nach denen die Welt ruft. Wenn die äußere Zahl stimmt, werden irgendwann alle glauben. So war es immer gewesen. Irgendwann glaubten alle an Jesus, irgendwann glaubten alle an Mohammed. Irgendwann glauben alle an Bahá'u'lláh. Irgendwann gibt es Frieden auf der Welt.
Irgendwann bricht der Kriegsast für immer ab.

Wichtig ist, daß was wir tun, Herzen erquickt.

Alles Liebe von Yojo