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Jesus Christus












"Wisse, daß die ganze Schöpfung in großer Trauer weinte, als der Menschensohn
Seinen Geist zu Gott aufgab. Doch indem Er sich selbst opferte, wurde allem
Erschaffenen eine neue Fähigkeit eingehaucht. Die Beweise dafür sind in
allen Völkern kund und heute vor dir offenbar. Die tiefste Weisheit, welche
die Weisen zum Ausdruck bringen, die gründlichste Gelehrsamkeit, die
Menschengeist entfaltet, die Künste, welche die fähigsten Hände gestalten,
der Einfluß, den die mächtigsten Herrscher üben, sind nur Offenbarungen der
belebenden Macht, die Sein überragender, Sein alldurchdringender und
strahlender Geist entfesselt hat.

Wir bezeugen, daß Er, als Er in die Welt trat, den Glanz Seiner Herrlichkeit
über alles Erschaffene ergoß. Durch Ihn wurde der Aussätzige vom Aussatz der
Verderbtheit und Unwissenheit befreit. Durch Ihn wurden der Unkeusche und
der Widersetzliche geheilt. Durch Seine Macht, aus dem allmächtigen Gott
geboren, wurden die Augen des Blinden geöffnet und die Seele des Sünders
geheiligt.

Aussatz mag als ein Schleier gedeutet werden, der zwischen den Menschen und
die Erkenntnis des Herrn, seines Gottes fällt. Wer sich von Ihm trennen
läßt, ist in der Tat ein Aussätziger, dessen im Reiche Gottes, des
Allmächtigen, des Allgepriesenen, nicht gedacht werden soll. Wir bezeugen,
daß durch die Macht des Wortes Gottes jeder Aussätzige gereinigt, jede
Krankheit geheilt und jedes menschliche Gebrechen überwunden wurde. Er ist
es, der die Welt läuterte. Selig der Mensch, der sich lichtstrahlenden
Angesichts Ihm zugewandt hat!"

Baha'u'llah, Ährenlese - Eine Auswahl aus den Schriften Baha'u'llahs
Habe ich im Netz gefunden:

(3) Unterschiede zum Christentum

(a) Kann Gott Mensch werden?
Für die Bahá'i ist die Menschwerdung Gottes die denkbar größte Verletzung seines Wesens, denn Gott ist für sie fern und unnahbar, unerlebbar und unerkennbar. Bahá'u'lláh schreibt: "Sei dessen gewiss, dass der Ungesehene niemals sein Wesen Fleisch werden lassen kann, um es so den Menschen zu offenbaren."
In Jesus wird nach ihrem Verständnis zwar ein Stück Wesen Gottes deutlich, Gott selbst bleibt jedoch wie eh und jeh verborgen. Jesus habe zwar als Manifestation seine Mission gehabt, wurde jedoch von Mohammed abgelöst und habe somit für unser Zeitalter keine weitere Relevanz mehr.
...............Für Christen ist die Menschwerdung Jesu der größte Liebesbeweis Gottes an uns.
Bahá'i lehnen Jesus als Gott und Mensch ab; für Christen ist er Retter und Gottes größter Liebesbeweis
Der Allmächtige tritt aus seinem Reich heraus, um mit uns wie ein Mensch zu leben, zu fühlen, sich zu freuen, zu leiden, zu sterben. Ein liebender Vater, der am eigenen Leib gespürt hat, was es heißt, Mensch zu sein; der alle unsere Gefühle und Sorgen versteht, weil er sie selber erlebt hat; der keinesweges fern und unnahbar ist, sondern erlebbar und jedem Einzelnen persönlich nahe. Ein Gott, der uns nicht im Ungewissen über sich und sein Wesen gelassen hat, der uns durch Jesus alles über sich gesagt hat und uns nicht Epoche für Epoche auf weitere Erkenntnisse warten lässt - seine Offenbarung ist absolut.

(b) Körperliche Auferstehung und Rückkehr Jesu
Auch die körperliche Auferstehung Jesu von den Toten wird von den Bahái abgelehnt. Sie sagen, er sei nur im Glauben seiner Jünger auferstanden, aber nicht leiblich. Die Auferstehung wird von Bahá'i lediglich als Vision gesehen.
Ähnlich leugnet man auch die Lehre der Wiederkunft Jesu. Bahái glauben zwar an die Wiederkunft einer göttlichen Manifestation, jedoch nicht an die der gleichen Person. Die Einzigartigkeit Jesu wird abgelehnt, sein Anspruch, die alleinige Wahrheit und der einzige Weg zu Gott zu sein ist für den Bahá'ismus undenkbar. Bahá'u'lláh wird als Nachfolger Jesu gesehen. Jesus hat zwar gesagt, er ist Gott, habe dies aber nicht ganz so gemeint, sondern eher, er hätte göttliche Eigenschaften gehabt.


Wie ist das zu bewerten?
Also ich kann nur meine persönliche Meinung als Baha'i dazu sagen.

- So wie im Koran auch, wird die Dreifaltigkeit abgelehnt. Es gibt nur einen Gott und alle sind Seine Diener. Jesus Christus ist wie Mohammed kein Gott, sondern Mensch. Aber Christus und Mohammed sind keine gewöhnlichen Menschen, Sie sind Gesandte Gottes, die vom Heiligen Geist beseelt sind, Sie sind das Sprachrohr Gottes. Und es gibt da eine Metapher dazu.

Gott ist wie die Sonne und die Propheten Gottes sind wie reine Spiegel, die all die Eigenschaften der Sonne reflektieren. Die Sonne ist gelb und rund und diese Eigenschaften erscheinen im Spiegel. Gott ist mächtig, barmherzig, liebend, weise... diese Eigenschaften offenbaren Jesus Christus und Mohammed. Aber zwischen Spiegel und Sonne sind Welten dazwischen, das sind ganz verschiedene Dinge!


- Bahais glauben an die fortschreitende Gottesoffenbarung. Gott schickt Seine Gesandten den Menschen um sie zu führen. So wie im Koran geschrieben steht:

"Wir gaben Moses fürwahr das Buch und ließen Gesandte folgen in Seinen
Fußstapfen; und Jesus, dem Sohn der Maria, gaben Wir offenkundige Zeichen und stärkten Ihn mit dem Heiligen Geist. Wollt ihr denn, jedesmal da ein Bote zu euch kommt mit dem, was ihr selbst nicht wünschet, hoffärtig sein und einige als Lügner behandeln und andere erschlagen?"
Koran 2:83-87

- Wir glauben an die Wiederkunft, aber nicht an die körperliche Wiederkunft. "Es ist nicht die Person, sondern die Wirklichkeit der Vollkommenheiten gemeint; ... In diesem Fall ist nicht von der Person, sondern von den Eigenschaften die Rede. Zum Beispiel blühte im vergangenen Jahr eine Blume, und dieses Jahr blüht auch eine Blume; man sagt, daß die Blume des letzten Jahres wiedergekommen sei. Man will damit aber nicht sagen, daß die gleiche Blume in ihrer absoluten Einzigartigkeit zurückgekommen sei; sondern da diese Blume die gleichen Eigenschaften wie die des vergangenen Jahres hat - denselben Duft, die gleiche Schönheit, Farbe und Form -, sagt man, die Blume des Vorjahres sei wiedergekommen, und diese Blume sei jene Blume. Wenn der Frühling kommt, sagen wir, der Frühling des vergangenen Jahres sei wiedergekommen, weil alles, was wir im letztjährigen Frühling fanden, auch im diesjährigen Frühling besteht."
Übrigens werden diese Fragen in dem Buch "Beantwortete Fragen" ausführlich erklärt. Hier ein Link dazu:

http://www.geistigenahrung.com/geistige-themen.html
Dies ist eine der schönsten Stellen aus den Schriften Baha'u'llahs...


Lobpreis sei Gott, dem Allbesitzenden, dem König unvergleichlicher Herrlichkeit, ein Lobpreis, der unermeßlich hoch über dem Begreifen alles Erschaffenen steht, und der erhaben ist über die Fassungskraft des menschlichen Verstandes. Niemand außer Ihm war jemals fähig, Seinen Lobpreis angemessen zu singen, noch wird es jemals einem Menschen gelingen, das volle Maß Seiner Herrlichkeit zu beschreiben. Wer kann behaupten, die Höhen Seines erhabenen Wesens erreicht zu haben, und welcher Verstand kann die Tiefen Seines unergründlichen Geheimnisses ermessen? Aus jeder Verkündigung, die dem Quell Seiner Herrlichkeit entsprang, erschienen heilige, nie endende Beweise unvorstellbaren Strahlenglanzes, und jeder Offenbarung Seiner unbesiegbaren Macht entströmten Meere ewigen Lichtes. Wie unermeßlich erhaben sind die wundersamen Zeugnisse Seiner allmächtigen Herrschaft; ein Schimmer davon, wenn er sie auch nur berührte, wurde alle in den Himmeln und auf Erden völlig verzehren! Wie unbeschreiblich erhaben sind die Beweise Seiner vollendeten Macht! Ein einziges Zeichen davon, wie unbedeutend es auch sein mag, muß die Fassungskraft all dessen übersteigen, was von Anfang an, der keinen Anfang hat, ins Dasein gerufen wurde oder in der Zukunft bis zum Ende, das kein Ende hat, erschaffen werden wird. Alle Verkörperungen Seiner Namen irren durch die Wildnis des Suchens, durstig und begierig, Sein Wesen zu entdecken, und alle Offenbarer Seiner Eigenschaften flehten Ihn vom Sinai der Heiligkeit aus an, Sein Geheimnis zu enthüllen.

Ein Tropfen aus dem wogenden Meere Seiner endlosen Gnade hat die ganze Schöpfung mit der Zierde des Daseins geschmückt, und ein Lufthauch aus Seinem unvergleichlichen Paradiese hat alles Sein mit dem Gewande Seiner Heiligkeit und Herrlichkeit bekleidet. Ein Funke aus der unergründlichen Tiefe Seines unumschränkten, alldurchdringenden Willens hat aus völligem Nichts eine Schöpfung ins Dasein gerufen, unendlich in ihrer Ausdehnung und unvergänglich in ihrer Dauer. Die Wunder Seiner Großmut können niemals enden, und der Strom Seiner barmherzigen Gnade kann niemals aufgehalten werden. Sein Schöpfungsakt hatte keinen Anfang und kann kein Ende haben.


In jedem Zeitalter und Zyklus hat Er durch das strahlende Licht, das die Manifestationen Seines wundersamen Wesens verbreiten, alle Dinge neu geschaffen, damit nichts, was in den Himmeln und auf Erden die Zeichen Seiner Herrlichkeit widerspiegelt, der Ströme Seiner Barmherzigkeit beraubt sei, noch ohne Hoffnung auf die Schauer Seiner Gunst bleibe. Wie allumfassend sind die Wunder Seiner grenzenlosen Huld! Sieh, wie sie die ganze Schöpfung durchdringen. So stark ist ihre Wirkkraft, daß kein einziges Atom im ganzen Weltall zu finden ist, das nicht die Beweise Seiner Macht bekundet, Seinen heiligen Namen verherrlicht und Ausdruck des strahlenden Lichtes Seiner Einheit ist. So vollkommen und umfassend ist Seine Schöpfung, daß kein Verstand, so scharf er auch sei, und kein Herz, wie rein auch immer, das unbedeutendste Seiner Geschöpfe in seinem Wesen jemals erfassen, wieviel weniger das Geheimnis Dessen ergründen können, der die Sonne der Wahrheit, das unsichtbare, unerkennbare Wesen ist. Die Vorstellungen der frömmsten Mystiker, die Bildung der Geistesfürsten unter den Menschen, das höchste Lob, das des Menschen Zunge oder Feder ausdrücken können, sind alle die Frucht des begrenzten menschlichen Verstandes und durch dessen Beschränkungen bedingt. Zehntausend Propheten, jeder ein Moses, sind auf dem Sinai ihres Suchens wie vom Donner gerührt durch Seine verbietende Stimme: »Du sollst Mich niemals schauen!«, während eine Myriade Sendboten, jeder so groß wie Jesus, bestürzt vor ihren himmlischen Thronen stehen bei dem Verbot: »Mein Wesen sollst du niemals begreifen!« Seit unvordenklichen Zeiten ist Er in der unaussprechlichen Heiligkeit Seines erhabenen Selbstes verschleiert gewesen, und ewig wird Er in dem undurchdringlichen Geheimnis Seines unerkennbaren Wesens verhüllt sein. Jeder Versuch, zu einem Verständnis Seiner unerreichbaren Wirklichkeit zu gelangen, endet in vollkommener Verwirrung, und jedes Bemühen, Seinem erhabenen Selbst zu nahen und Sein Wesen zu schauen, führt zu Hoffnungslosigkeit und Fehlschlag.

Wie verwirrend ist für mich, bedeutungslos wie ich bin, der Versuch, die geheiligten Tiefen Deines Wissens auszuloten! Wie vergeblich ist mein Bemühen, mir das Ausmaß der Macht vorzustellen, die Deinem Werke, der Offenbarung Deiner schöpferischen Kraft, innewohnt! Wie kann mein Auge, das nicht die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu sehen, beanspruchen, Dein Wesen erkannt zu haben, und wie kann mein Herz, machtlos, die Bedeutung seiner eigenen Möglichkeiten zu erfassen, sich anmaßen, Deine Natur begriffen zu haben? Wie kann ich behaupten, Dich erkannt zu haben, wenn die ganze Schöpfung durch Dein Geheimnis verwirrt ist, und wie kann ich zugeben, Dich nicht erkannt zu haben, wenn das ganze Weltall Deine Gegenwart verkündet und Deine Wahrheit bezeugt? Die Tore Deiner Gnade waren seit aller Ewigkeit geöffnet, der Weg zu Deiner Gegenwart war allem Erschaffenen immer offen, und die Offenbarungen Deiner unvergleichlichen Schönheit sind zu allen Zeiten den Wirklichkeiten aller Wesen, der sichtbaren wie der unsichtbaren, aufgeprägt. Doch ungeachtet dieser gnädigsten Gunst, dieser vollkommenen, vollendeten Gabe, drängt es mich zu bezeugen, daß Dein Hof der Heiligkeit und Herrlichkeit unermeßlich erhaben ist über das Wissen aller außer Dir selbst, und daß das Geheimnis Deiner Gegenwart jedem Verstand außer dem Deinen unergründlich ist. Niemand außer Dir kann das Geheimnis Deines Wesens enthüllen, und nichts außer Deiner alles überragenden Wesenheit kann die Wirklichkeit Deines unerforschlichen Seins begreifen. Wie groß ist die Zahl jener himmlischen, allherrlichen Wesen, die in der Wildnis ihrer Trennung von Dir alle Tage ihres Lebens umherwanderten und am Ende verfehlten, Dich zu finden! Wie groß ist die Menge der geheiligten, unsterblichen Seelen, die verloren und verwirrt waren, als sie in der Wüste des Forschens Dein Antlitz zu erblicken suchten! Zu Myriaden zählen, die Dich glühend lieben, die in der verzehrenden Flamme des Fernseins von Dir dahinsinken und vergehen, und zahllos sind die gläubigen Seelen, die willig ihr Leben hingaben in der Hoffnung, das Licht Deines Antlitzes zu schauen. Die Seufzer und Klagen dieser sehnenden Herzen, die nach Dir lechzen, können Deinen heiligen Hof niemals erreichen, noch kann der Jammer der Wanderer, die danach dürsten, vor Dein Antlitz zu treten, zu Deinem Sitze der Herrlichkeit gelangen.
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