Selbstmord, weil Partner gestorben


Ich frage mich hier gerade...warum sind die Menschen so abhängig von einem anderen Menschen...fühlen sich ohne ihn einsam und sehen keinen Sinn mehr in ihrem Leben?
Ein alter Mensch, der 50, 60 oder sogar 70 Jahre mit seinem Partner gelebt hat, er trauert zwar, aber lebt auch weiter. Und bei ihm könnte ich es sogar nachvollziehen, wenn er keinen Sinn mehr sieht für sich allein.

Aber ein junger Mensch, dem alle Türen offenstehen, der sich selbst aufgibt, nachdem der Partner nicht mehr da ist...der übrigens das Recht auf seine ganz eigene Entscheidung hat.....da kann ich es nicht verstehen.

Da sehe ich keine Liebe, sondern Abhängigkeit....Egoismus.

ICH will nicht allein sein, DU bist Schuld dass ich jetzt einsam bin.
Es ist doch lächerlich, oder?
Könnt ihr nicht mal lernen, dass ihr die Verantwortung für Euer Leben selbst tragt?
Ok...setzt Euch in die Ecke und jammert....aber nicht vergessen, dem nicht mehr anwesenden Partner die Schuld dafür zu geben.
Oder bewegt Euern Hintern und lebt Euer Leben.
Ihr habt immer die Wahl.

Wäre es wirklich Liebe, dann würde man wohl eher die Entscheidung des Anderen akzeptieren und ihn in Liebe loslassen.
Dann wäre man auch imstande, sein eigenes Leben zu leben.
Nachtrag:

Der Tod gehört nun mal zum Leben dazu und wenn ein anderer Mensch stirbt, dann hört unser Leben damit nicht auf.
Es ist wichtig zu trauern...das ja...aber sich selbst aufzugeben, das würde wohl auch der Verstorbene nicht wollen.
Was wird aus der Liebe, die Ihr beiden geteilt habt, wenn Ihr nach dem Tode des einen den anderen 'hinterherschickt'? Soll nicht einer wenigstens bleiben, sie hochhalten, damit der andere weiss, sie ist in guten Haenden, Haenden die sie teilen, statt sie zu ersticken mit Pillen, oder anderen Mitteln? Ist nicht die Liebe das, was der Partner bei uns laesst, zum Trost, um uns Kraft zu geben, und um sie zu geben, so wie er/sie sie uns gegeben hat?

Lebt weiter, haltet die Erinnerung im Herzen wach, aber lasst den Verstorbenen den Weg gehen, den jeder von uns allein gehen muss.
@antares

wenn es denn Liebe war....dann wäre es schön, sie aufrecht zu erhalten und vielleicht irgendwann einen anderen Menschen daran teilhaben zu lassen.

Meißtes aber hinterläßt der Verstorbene eine Lücke, die der Zurückgebliebe nicht selbst füllen kann. War es dann Liebe, oder eher Abhängigkeit?
Ist der Verstorbene dann nicht manchmal sogar benutzt worden, um diese Lücke zu füllen, die man selbst nicht füllen kann?

Trauern ist nötig...oh ja....aber diese Lücke gar nicht mehr schließen zu können, dem liegt dann wohl eine tiefere Thematik zu Grunde.

Wie gesagt...einem Menschen, der wirklich geliebt hat, dem ist es möglich den Anderen gehen zu lassen.

Ayana
kährt zurück zu gott, hier ne email... seite WWW:DIE WAHRE RELIGION.de............


www.DER WEG ZUM PARADIS.de

youtube,PIER VOGEL
Gott darf mich gern begleiten und meinen Weg beschützen. Was aber für mich die WAHRE Religion ist, das entscheide ich selbst. Und ich wette, dass er es nicht anders sieht.
"Meißtes aber hinterläßt der Verstorbene eine Lücke, die der Zurückgebliebe nicht selbst füllen kann. War es dann Liebe, oder eher Abhängigkeit?
Ist der Verstorbene dann nicht manchmal sogar benutzt worden, um diese Lücke zu füllen, die man selbst nicht füllen kann?"

Ayana,

ein geliebter Mensch hat sicherlich einen Grossteil unseres Lebens ausgefuellt. Wir haben viel Zeit mit ihm verbracht, Zeit, in der wir nun allein sind. Insofern ist da natuerlich eine Luecke zurueckgeblieben. Jetzt kann man diese Luecke weiter aufreissen, indem man jede Sekunde nur noch daran denkt, was man jetzt mit dem Geliebten machen wuerde, wenn er noch da waere. Oder man kann die Luecke fuellen mit der Liebe, die man zueinander hatte, denn die bleibt.

Ich weiss, viele Menschen reden von der Liebe und meinen eigentlich nur die Uebernahme der Verantwortung fuer das eigene Leben durch den Partner, der sie 'beschuetzt', fuer sie die Entscheidungen trifft, sie an seinem Leben teilhaben laesst, waehrend das eigene verinnt. Das meine ich nicht, denn wo keine (wirkliche) Liebe war, bleibt auch keine zurueck. In diesem Fall fuellt sich die Luecke nur, wenn man bereit ist, sein Leben selbst zu leben. Dann fuellt sie die Akzeptanz der eigenen Fehler, die Geduld und die Liebe zu sich selbst, wenn man so will.
@antares

Und man kann die Lücke füllen, indem man sein eigenes Leben weiterlebt, nach eine bestimmten Trauerphase, die wohl nur zu menschlich und auch sehr wichtig ist.

Wenn dieser geliebte Mensch auch physisch nicht mehr da ist, so ist er dennoch nicht weg...denn wenn es Liebe war,dann hat er einen Platz in unserem Herzen und wird ihn auch behalten.

Ich denke, wir meinen das Gleiche.

Ayana
Das glaube ich auch
ich kann das absolut nachvollziehen. Ich habe auch eine wahnsinnige Angst davor, wenn eines Tages mein Partner vor mir sterben sollte. Und genauso eine Angst habe ich, wenn ich meinen Partner zurücklassen müsste, weil ich vor ihm sterben werde. Ich finde es auch schlimm, dass das viele nicht nachvollziehen können! Ich möchte ja nicht aus lauter Liebe sterben, sondern weil ich ohne meinen Partner ganz alleine bin. Ich bin jetzt schon alleine, habe nur meinen Partner. Ich habe keine Kinder, keine Freunde, keine Verwandten mehr! Wieso geht man nur immer davon aus, dass jeder Mensch immer Verwandte oder irgendjemanden hat, der um ihn trauert? Das ist leider nicht jedem vergönnt! Ich bin ein lieber, netter Mensch, aber sowas wie echte Freunde habe ich nicht, hatte ich auch noch nie. Und da ich mich kenne, weiß ich ganz einfach dass ich auch nie in der Lage sein werde, welche zu finden und vor allem, langfristig zu binden.

Ich würde mich auch am liebsten umbringen, aber mein Kämpferherz ist eben (noch) stärker, da ich glücklich liiert bin. Mein Mann ist der einzige Mensch, der mich (bis auf meinen Vater, meine Mutter hat uns im Stich gelassen, als ich noch ganz klein war) jemals geliebt hat.

Ich gehe mit dem Thema eigentlich ganz pragmatisch um. Vielleicht schaffe ich es später sogar eine Weile alleine zurecht zu kommen. Ich liebe Hunde und Pferde und ich denke, ich werde mich dann, falls ich wirklich mal die Rente erreichen sollte, um verwahrloste Tiere kümmern. Und vielleicht lerne ich sogar noch einmal einen Mann kennen, obwohl ich damit große Probleme haben werde, weil ich Angst vor Menschen habe und nur schwer Vertrauen fasse.

Ich halte mir einfach die Option offen. Mit 17 habe ich schon einmal versucht, mir das Leben zu nehmen, leider war die Dosierung der Tabletten aber zu gering, so dass ich nach stundenlangem Schlaf nur sehr stark benommen aufwachte und gar nicht wusste was los war.

Damals habe ich mich auch sehr einsam gefühlt, keine Freunde, und nur meinen Vater, der mich auch nicht verstehen konnte. Ich war sehr einsam und verzweifelt.

Heute ist für mich der Selbstmord schlichtweg eine Option, eine Wahl die ich habe. Ich will nicht einsam auf meinen Tod warten, ohne Freunde und ohne Partner. Also halte ich mir diese Option offen, und das ich eine Wahl habe, entspannt mich total. Ich habe mir auch schon genaue Gedanken gemacht, wie ich es tun werde (so dass es 100% sicher ist), so dass mich niemand finden kann. Ich werde meinen Tod vorbereiten. Meine Wohnung werde ich vorher, soweit möglich, ausräumen, Möbel verkaufen, persönliche Sachen werde ich SELBER entsorgen, vielleicht verbrennen, mich von meinen persönlichen Dingen verabschieden. Ich werde der Polizei einen Brief zukommen lassen, den sie dann natürlich erst bekommen, wenn ich längst tot bin. So verhindere ich, dass ich an dem Ort wo ich es tun werde, von Maden zerfressen werde und ich möchte diesen Anblick auch dem Leichenbestatter und Arzt ersparen. Niemand soll meine Wohnung ausräumen müssen oder meine persönlichen Sachen durchsehen, das möchte ich nicht. Ich war schon immer so unscheinbar, dass man mich nirgends bemerkt hat, wenn ich einen Raum betrat. Niemals hat sich jemand für mich interessiert, bis auf meinen Mann. Daher will ich auch niemandem nach meinem Tod zur Last fallen.

Mein Vater hat es ähnlich pragmatisch gesehen. Er hatte ein krankes Herz und 3 Monate vor seinem Tod hat er alle seine Schränke leergeräumt, alles verkauft oder weggeworfen. Das Geld hat er mir dann hinterlassen. Als er starb, musste ich nur noch sein Bett, einen Tisch, einen kleinen Schrank und ein paar Kleinigkeiten aus der Wohnung räumen. Er hat das alles sehr praktisch gesehen und wir haben auch offen über diese Thematik gesprochen.

Jeder sollte respektieren, dass ein jeder Mensch anders denkt, handelt und empfindet. Und dass das sehr viel mit der Kindheit, dem Umfeld, der Erziehung etc zu tun hat und dem, was einem die Eltern vorleben. Daher sollte man wirklich niemals von sich auf andere schliessen und verteufeln wenn andere das Leben und den Tod anders wahrnehmen und damit umgehen.

Ich habe auch als Kind sehr viel geweint, weil ich einsam war und mich Zeit meines Lebens wertlos gefühlt habe. Ich war nie albern oder fröhlich, sondern immer nur ernst und traurig. Ich habe bereits mit 10 Jahren meine Wäsche selber gewaschen und mir mein Essen selber aufgewärmt bzw mit 14 dann auch selber für mich und meinen Vater gekocht. Ich habe mich über einen Casettenrecorder für 50 Mark monatelang gefreut, während meine Schulkameraden mich dafür belächelt haben. Ich brauchte nicht viel. Nur mein Sport und der Kontakt zu Tieren machten mich glücklich. Ich habe immer schon Jugendliche bewundert, die herumalbern können und sich über so völlig belanglose Dinge unterhalten konnten, oder Schminktips austauschten- ich war immer anders, ernst, tiefgründig.

Ich bin nunmal nicht der Mensch, der ein halbes Jahr trauert und dann einfach durch die Welt zieht und weiterlebt. Ich habe nie gelernt, zu leben. Ich bin erwachsen und funktioniere nach aussen, gehe meinem Beruf nach und lebe mein Leben. Aber ich FÜHLE mich wie ein Kind oder ein junges Mädchen, dass nicht alleine zurechtkommt. So als wäre ich auf der geistigen Stufe einer 17jährigen. Ich bin nicht blöde, ich kann meine persönlichen Angelegenheiten alle regeln, aber ich bin im Grunde meines Herzens so unsicher, dass ich einen Partner an meiner Seite brauche, um einen Sinn im Leben zu sehen. Ich war noch nie der Typ, der auf Menschen zugehen kann, neue Leute kennenlernt- weil ich immer nur weggestossen wurde, Zeit meines Lebens. Daher fehlt mir das Urvertrauen völlig.

Und all das können wohl nur Menschen verstehen, die dasselbe erlebt haben und so empfinden. Alle anderen, die kein Verständnis dafür haben, können sich überhaupt kein Urteil erlauben! Denn sie fühlen nicht so wie ich oder andere sich fühlen und können es daher auch niemals verstehen!