|
|
|
O Sohn der Gerechtigkeit!
Wohin kann ein Liebender gehen außer ins Land seines Geliebten? Und welcher
Sucher fände Ruhe fern der Sehnsucht seines Herzens? Für den aufrichtig
Liebenden ist Vereinigung Leben und Trennung Tod. Seine Brust kennt keine
Geduld, sein Herz keinen Frieden. Tausend Leben gäbe er hin, um zur
Wohnstatt seines Geliebten zu eilen.
O Fremdling, dem Freundschaft erwiesen wird!
Die Kerze deines Herzens ist durch die Hand Meiner Macht entzündet. Lösche
sie nicht durch die widrigen Winde der Selbstsucht und der Leidenschaft.
Meiner zu gedenken, ist dein Heil in allen Gebrechen; vergiß dies nicht.
Mache Meine Liebe zu deinem Schatz und hege sie wie dein Augenlicht und dein
Leben.
O Sohn der Leidenschaft!
Höre: Sterbliche Augen werden die ewige Schönheit niemals erkennen, und das
leblose Herz wird sich nur der welken Blüte erfreuen. Denn Gleiches sucht
Gleiches und gesellt sich gern zu seiner Art.
O Sohn des Geistes!
Zerbrich den Käfig und dem Phönix der Liebe gleich schwinge dich auf in den
Himmel der Heiligkeit. Entsage dem Selbst und ruhe, erfüllt vom Geist der
Gnade, im Reiche himmlischer Reinheit.
Baha'u'llah
|
|
|