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@Phan
Klinsch hat immer auch einen Bezug auf die Eigenaffinität. Wenn ich in klnisch gerate, frage ich mich im stillen Moment, was mich dahin gebracht hat und es hilf mir, Schlüsse zu ziehen und dementsprechend Vorstellungen in mir zu verändern oder nicht zu verändern.
Ich habe im Originaltext auf meiner Homepage einen Zusatz gesetzt. der da lautet:
Meine Texte ist immer wieder Ziel von Kritik, Vorwürfen von Lieblosigkeit, Widersprüchlichkeit, Dogmatismus uvm. Ob der Brisanz dieses Themas ist dies nicht weiter verwunderlich. Diesbezüglich bieten meine Darlegungen eine breite Leinwand für Projektionen von Schatten, die in uns stecken, auch in mir.
Ich möchte ausdrücklich dazu bemerken: was ich hier darstelle, ist meine Ansicht der Dinge. Meine Ansichten haben keinen Anspruch auf absolute Wahrheit; vielmehr sind sie ein Weg von vielen Wegen; eine von vielen Möglichkeiten zum Begreifen dessen, was ist.
Was Dogmatik betrifft, so ist das ein weiter Begriff. Ich weiss nicht, ob man eine Ansicht, die ja in ihrer Art immer subjektiv ist, automatisch als Dogma bezeichnen kann. " Dogma" hat für mich etwas Unveränderliches, all-gültiges und spricht somit gegen das Leben, das für mich ständige Veränderung bedeutet. Da ich mich selbst ständig verändere, halte ich mich selbst nicht für dogmatisch, bin aber bestimmt und selbstbewusst im Vertreten meiner jeweiligen Meinung. Gleichzeitig gilt für mich, was ich über meine Ansichten im obigen Kommentar beschrieben habe.
Letzendlich sehe ich in jedem seine Eigenverantworlichkeit in Bezug auf sein Leben und Erleben, unerheblich, ob er sich dieser Eigenverantwotlichkei bewusst ist oder nicht.
@Elisha
| Zitat: |
Du sagst, dass die Regeln, die in den schriften stehen, uns hierher gebracht haben. Das finde ich ganz und garnicht. Weil wir (damit meine ich jetzt die menschheit ganz allgemein, ist ja klar) die Regeln nicht richtig befolgt haben, sind wir hier. Z.B. die Kreuzzüge. Die Selbstmordattentäter. usw... Alle haben das gebot missachtet das man nicht töten soll!
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So. Welches Gebot welcher heiligen Schrift haben denn die Menschen Deiner Meinung nach nicht beachtet? Das der Bibel? Oder des Korans? Oder der Thora? Jedes dieser Bücher bansprucht die absolute Wahrheit für sich udn deswegen sind viele Menschen gestorben. Also, da kann einem doch der Gedanke kommen, dass da irgendetwas nicht stimmen kann. Hier ein Textgauszug darüber:
[/i]In archaisch strukturierten Gesellschaften waren Religion und Politik nicht voneinander getrennt. Die Menschen sahen in den Naturgewalten Götter, denen sie hilflos ausgeliefert waren und die ständig besänftigt werden mussten. Die Gottes- oder Götterbändiger waren die Priester, Schamanen, oder wie auch immer man sie nennen mag. Diejenigen, die in der Lage waren, die Götter zu besänftigen, hatte die grösste Machtposition inne. Diese Machtposition wurde Instrument einer religiös-politischen Elite die sich damit die restliche Bevölkerung untertan hielt und kontrollierte. Die machtpolitische Gleichschaltung gab der Bevölkerung wiederum eine elitäres Gefühl gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen. Dieses kollektiv-elitäre Gefühl wurde von den Inhabern der Machtposition mit Hilfe eines Angst-Lohn-Bestrafungs-Prinzips kontrolliert. "Macht" und "Kontrolle" steht in unmittelbaren Zusammenhang und denjenigen, welche die Machtposition innehaben, ist sehr daran gelegen, diese Position beizubehalten, zu erweitern und zu festigen. Dementsprechend wurde das Gottesbild unter Ausnutzung einer tiefsteckenden menschlichen Urangst zu dem geformt, was heute immer noch für "Gott" gehalten wird.
Immer wenn das Lohn-Bestrafungs-Prinzip auftaucht, wäre zu hinterfragen, ob sich dahinter die Intension zu Macht und Kontrolle verbirgt.
Diese Strukturen setzen sich in verschiedenen Formen bis in die heutige Zeit fort.
| Zitat: |
| Der Mensch kann aber nicht nur lieben. Wir Menschen sind auch zu bösem fähig. Genau deswegen brauchen wir ja die Regeln. Im prinzip haben wir ja das Gewissen, das uns sagt ob das gut ist oder nicht. |
Klar, steckt alles Potential in uns. Aber wir können nur "böse" zueinander sein, wenn wir der Meinung sind, dass wir getrennt voneinander sind. mit dem Bewusstsein, dass Du und ich ein und das Selbe sind, geht es schon gar nicht mehr; mit diesem Wissen brauchen wir keine Regeln mehr, weil wir dann in voller Selbstverantwortung sind. Regeln brauchen wir nur dann, wenn wir unsere Selbstveantwortung an etwas abgeben, von dem wir meinen, das es höhere Macht habe als wir selbst. Diese kann man dann verwenden, um in ihrem Namen alles tun, was man will, denn die Verantwortung hat man ja dadurch abgegeben. Die Sache mit dem Gewissen ist Interpretationssache, aber ich weiss, was Du meinst. Tief in uns steckt ein Wissen darüber.
| Zitat: |
Dann zu dem gerechten. Das stimmt, solche sachen sind immer interpretation. Aber es gibt doch eine moral, die im einzelnen, in bestimmten punkten, sich unterscheidet (z.B. manche sehen es als unmoralisch an, wenn eine frau im minirock rumläuft, manche nicht) Aber die ganz klaren punkte, z.B. Mord an einem unschuldigen menschen, sind doch alle einer meinung. Das es ungerecht ist. |
Moral ist immer beweglich und veränderlich. Sie passt sich der Funktionalität an. Siehe zum Beispiel das Thema "wilde Ehe". Vor jahrzenten noch "unmoralisch", heute ganz normal. So ist es mit vielen Moraleinstellungen. Und wohin hat uns Moral letztendlich gebracht? Zu Intoleranz, Fingerzeigerei, Trennung usw.
Gerecht und Ungerecht sind menschliche Bewertungen. Mord kann nur geschehen, wenn die Menschen sich getrennt voneinander sehen. Jemand, der sich des Eins-seins gewahr ist, will nicht töten. Aber Du siehst, trotz ein-meiniger Moralvorstellung in Bezug auf Mord wird immer noch gemordet, Es wird sogar in manchen Ländern mit hochmoralischen Ansprüchen für Mord gemordet, indem man Tätern die Todesstrafe verhängt. Und da sind wir wieder im archaischen "Gleiches mit Gleichem". Also; auch hier ein Punkt für mich, der mich zum nachdenken gebracht hat, dass auch in diesem Bezug etwas nicht stimmt.
Grüsse
Christian
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