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Kurz, nicht nur ihren Mitmenschen müssen die Geliebten Gottes voll Erbarmen und Mitleid begegnen; sie müssen vielmehr jedem Lebewesen höchste Güte bezeigen, hegen doch in allen körperlichen Vorgängen, wo immer der Tiergeist betroffen ist, Mensch und Tier dieselben Gefühle. Der Mensch hat diese Wahrheit allerdings nicht begriffen. Er wähnt, daß sich körperliche Empfindungen auf menschliche Wesen beschränken. Deshalb ist er zu den Tieren ungerecht und grausam.
Und doch: Welcher Unterschied besteht denn wirklich, wenn es um körperliche Empfindungen geht? Die Gefühle sind dieselben, ob man einem Menschen oder einem Tier Schmerz zufügt. Da gibt es keinerlei Unterschied. Tatsächlich ist es schlimmer, einem Tier zu schaden; denn der Mensch hat Sprache, er kann sich beklagen, kann schreien und jammern. Wenn ihm Unrecht geschieht, kann er sich an die Behörden wenden, und sie werden ihn vor seinem Angreifer schützen. Aber das unglückliche Tier ist stumm. Es kann weder seinen Schmerz ausdrücken noch seinen Fall vor die Behörden bringen. Wenn ein Mensch einem Tiere tausend Übel zufügt, kann es ihn weder mit Worten abwehren noch vor
Gericht ziehen. Deshalb ist es besonders wichtig, daß ihr den Tieren die
größte Rücksicht erweist und zu ihnen eher noch gütiger seid als zu euren Mitmenschen.
Erzieht eure Kinder von den frühesten Tagen an, unendlich zart und liebevoll zu Tieren zu sein. Ist ein Tier krank, laßt die Kinder es zu heilen
versuchen; ist es hungrig, laßt sie es füttern; ist es durstig, laßt sie es tränken; ist es schwach, laßt sie dafür sorgen, daß es ausruht.
Abdu'l Baha, Briefe und Botschaften |
_________________ www.bahai.at
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Hallo,
wie lässt sich dieser überaus gütige Standpunkt gegenüber den Tieren vereinbaren mit dem Essen derselben ?
mfg
Robi _________________ Aller Lobpreis sei Dir, o Du, der Du die Sehnsucht jedes verstehenden Herzens bist!
Baha'u'llah
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Ja , das stimmt , dann müsste ich ab jetzt Vegetarier werden , aber ich bin abhängig von Fleisch !!!
Naja , was soll man machen? _________________ Denkt selber nach!
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nun ja, ich weiß nicht ob sich Fleischessen irgendwie mit dem oben genannten Standpunkt vereinbaren lässt, aber ich denke, Fleisch essen ist nicht unter allen Umständen ein Problem. Wenn man nur Maß halten könnte! (siehe auch Alkohol...) Aber es werden mehr tiere geschlachtet als wir überhaupt je verzehren könnten. Tiere werden also völlig sinnlos geschlachtet. und das finde ich absolut entwürdigent!
Außerdem stehen uns heute so viele unterschiedliche Lebensmittel zur Verfügung (gesunde und weniger gesunde...), dass wir nicht mehr auf Fleisch angewiesen sind. Und daher sollten wir uns, meiner Meinung nach genau überlegen ob Fleisch nun wirklich sein muss. Gerade bei der maßlosen "Fleischproduktion" (furchtbarer Begriff...) und den damit verbundenen sinnlosen Quälereien wie Tiertransporte quer durch Europa und Massentierhaltung, finde ich es wichtig sich klarzumachen, woher das Fleisch nun kommt und unter welchen bedingungen das Tier zuvor leben durfte. Ich bin (noch) keine absolute Vegetarierin, aber ich esse aus diesen Gründen nur sehr sehr selten Fleisch. Dann überlege ich mir aber genau, wie das Tier zuvor gelebt hat, und wenn ich nicht sichersein kann, verzichte ich eben. Meistens läuft es bei mir dann eben auf Verzicht hinaus. Mein Ziel ist auch ganz auf Fleisch verzichten, wenn ich meine Mangelerscheinungen (vor allem Eisen) vollständig im Griff habe. _________________ „Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.“ Mahatma Gandhi
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Hi Leute,
In den Bahá'í-Schriften steht auch, dass die Menschen in Zukunft von sich selbst aus - freiwillig - auf fleischlose Nahrung umsteigen werden. Aber es ist den Bahá'í nicht verboten, Fleisch zu essen. In manchen Kulturen und Gegenden der Welt würde man ohne Fleisch wohl nicht überleben können.
Aber man sieht ja, dass schon sehr viele Menschen vor allem in Europa auf Fleisch verzichten (freiwillig!) und dieser Trend wird sich immer mehr verstärken durch die vielen Alternativen, die sich bieten... denk ich.
Liebe Grüße,
Deas
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