Die Kurden sind neben den Arabern, Persern und Armeniern ein


hallo leute!
also ich bin kurdin (ist ja nicht schwer zu erkennen) und wollte mal ein thema über kurden aufmachen weil dies mich SEHR beschäftigt !
hier könnt ihr über kurden, kurdistan ,geschichte, kultur, religion und sprache lesen!


Sprache, Religion und Geschichte

Die Kurden sind neben den Arabern, Persern und Armeniern eines der ältesten Völker der Region. Das von ihnen besiedelte Land wird Kurdistan gennant. Die Kurden haben ihre eigene Sprache, Kurdisch. Kurdisch gehört zur indo-europäischen Sprachfamilie und gehört neben dem Persischen, Afghanischen und dem Beludischen zur Gruppe der iranischen Sprachen. Mit dem Arabischen und dem Türkischen ist Kurdisch nicht verwandt.


In kurdischer Sprache werden seit dem 10. Jahrhundert schriftliche literarische Werke verfaßt. Die kurdische Sprache ist eine lebendige und reiche Sprache, die sich trotz aller Unterdrückung und Verbote, denen sie ausgesetzt war, bewahren konnte. Die Zahl der in Kurdisch schreibenden Dichter, Schriftsteller und Forscher geht in die Hunderte. In kurdischer Sprache sind zig Wörterbücher und Grammatiken verfaßt worden. Auch die kurdische Folklore ist sehr reichhaltig.


Innerhalb des Kurdischen sind mit der Zeit verschiedene Dialekte entstanden. Der am weitesten verbreitete Dialekt ist Kurmanci. Kurmanci wird von ca. 90 % der Kurden in der Türkei sowie im iranischen und im irakischen Kurdistan in den grenznahen nördlichen Gebieten zur Türkei und von den syrischen Kurden, also von rund 60 % aller Kurden gesprochen. Mit rund 25 % folgt der Sorani-Dialekt. Dieser Dialekt wird in den mittleren und südlichen Regionen des iranischen und irakischen Kurdistan gesprochen. Zazaki ist ein weiterer, in bestimmten Regionen Türkisch-Kurdistans gesprochener Dialekt. Weiterhin werden in den drei südlichsten Teilen Kurdistans Gorani und andere Dialekte gesprochen.


Die große Mehrheit der Kurden, ca. 75 %, sind sunnitische Moslems, ca. 15 % alevitische Moslems. Die Aleviten sind mehrheitlich in den nördlichen und westlichen Gebieten Türkisch-Kurdistans sowie in der Region Chorasan im Iran angesiedelt. Im Iran und Irak existieren des weiteren religiöse Gruppierungen wie schiitische Kurden (Feyli) sowie die den Aleviten nahestehenden Ehlihak ("die Leute Gotttes"). In den verschiedenen Teilen Kurdistans, insbesondere in der Region, in der die Grenzen der Türkei, Irans, Iraks zusammentreffen, und in Armenien existieren yezidisch-kurdische Gemeinschaften. Das Yezidentum war eine in früheren Zeiten unter den Kurden weit verbreitete Glaubensrichtung, ihre Wurzeln reichen bis zum Zarathustra-Glauben zurück. Des weiteren gibt es in den mittleren Gebieten Kurdistans bei kleineren Einheiten einen Zweig des Christentums, die syrischen Christen.


Kurden haben in der Geschichte dieser Region schon seit den frühen Epochen eine wichtige Rolle gespielt. In zahlreichen griechischen, römischen, arabischen sowie armenischen Quellen finden sich dazu viele Informationen. Danach haben Kurden, abgesehen von der fernen Vergangenheit, in der islamischen Epoche in der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jarhundert mehrere wichtige Staaten wie Scheddadiden, Mervaniden und Eyyubiden gegründet: Insbesondere der Gründer des Ägypten, Syrien und Kurdistan einschließenden Eyyubidenstaates, Sultan Salahaddin, nimmt in der Geschichte einen wichtigen Platz ein.


Die aus Mittel-Asien stammenden Türken sind nach dem 11. Jahrhundert über den Iran nach Anatolien gekommen und haben zuerst den Seldschuken- und danach den Osmanen-Staat gegründet. Kurdistan war lange Zeit Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen dem osmanischen und dem persischen Reich. Zu der Zeit haben kurdische Fürstentümer mal für die eine mal für die andere Seite Partei ergriffen und somit ihren Autonomie-Status bewahrt. Im Jahr 1638 jedoch wurde Kurdistan durch den Vertrag von Kasri Schirin zwischen diesen beiden Staaten offiziell aufgeteilt. Seitdem haben beide Staaten bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die kurdischen Fürstentümer kriegerisch bekämpft, um sie aus der Welt zu schaffen.


Der Kampf der Kurden gegen diese beiden großen Staaten erhielt ab Beginn des 19. Jahrhunderts einen nationalen Charakter. Kurdische Fürsten wie Bedirchan und Yazdanschêr sowie religiöse Führer wie Scheich Ubeydullah haben für die Einheit und die Unabhängigkeit Kurdistans gekämpft, wurden jedoch besiegt.


Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Osmanische Reich in die Geschichte ein, auf seinem ehemaligen Territorium entstanden neue Staaten. Nachdem am 10. August 1920 unterzeichneten Vertrag von Sévres sollte dort auch ein Staat Kurdistan entstehen. In der Folgezeit wurde dies jedoch nicht realisiert. Mit dem am 24. Juli 1923 unterzeichneten Vertrag von Lausanne wurde der zum osmanischen Territorium gehörende Teil Kurdistans noch einmal aufgeteilt. Ein Teil wurde dem englischen und französischen Mandat unterstellt, wo später Syrien und Irak entstanden. Der größte Teil Kurdistans blieb innerhalb der Staatsgrenzen der auf den Trümmern des Osmanischen Reiches gegründeten Republik Türkei.


Das Osmanische und das Persische Reich, die Kurdistan unter sich aufgeteilt hatten, haben zu keiner Zeit die Existens des kurdischen Volkes in Frage gestellt. Auch die Republik Türkei hatte anfänglich ihre neuen Grenzen als die "Grenzen des Misak-i Milli (Nationalpark), die die von der türkischen und kurdischen Mehrheit besiedelten Gebiete einschließen" definiert. Auf der ersten Sitzung der Großen Nationalversammlung in Ankara waren ca. 70 kurdische Abgeordnete anwesend, die offiziell als "Abgeordnete Kurdistans" bezeichnet wurden. Der türkische Vertreter Ismet Pascha erklärte in Lausanne:"Kurden und Türken stellen die eigentlichen Bestandteile der Republik Türkei dar. Kurden sind keine Minderheit, sondern eine Nation; die Regierung in Ankara ist sowohl die Regierung der Türken als auch der Kurden".


Nach Unterzeichnung des Lausanner Vertrages änderte sich die Politik Ankaras jedoch rasch. Die Strukturen des neuen Staates wurden gänzlich nach den türkischen Interessen gebildet. Die Existenz der Kurden wurde geleugnet. Neben der kurdischen Sprache und der Ausübung kurdischer Kultur wurden auch die Begriffe ´Kurdisch` und `Kurdistan` verboten. Die kemalistische Führung berücksichtigte die multikulturelle Struktur Anatoliens, die ein Völkermosaik darstellte, nicht im geringsten. Sie machte zum Grundstein ihrer Politik, andere Sprachen und Kulturen in die türkische Kultur einzuschmelzen und dadurch "eine einzige Nation" zu schaffen. Artikel 39 des Lausanner Vertrages, wonach die Staatsbürger der Türkei getreten und die kurdische Sprache im Erziehungs- und Pressewesen gänzlich verboten. Von Kurden zu sprechen und die Unterdrückung zu kritisieren, galt als ein schwerwiegendes Vergehen und wurde massiv bestraft.


Die Kurden leisteten im Jahre 1925 unter Scheich Said Widerstand gegen diese Politik. Der Aufstand wurde jedoch blutig niedergeschlagen, zehntausende von Kurde wurden getötet und vertrieben. Auch in der Folgezeit kam es zu kurdischen Aufständen. Die bedeutendsten fanden im Jahre 1930 in Ararat und 1938 in Dersim statt. Der türkische Staat hat in Kurdistan ständig Krieg geführt.


Nach 1938 folgte eine relative Ruhephase von etwa 20 Jahren Dauer. Allerdings ist es nicht verwunderlich, daß die Kurden, die alle nationalen Rechte entbehrten und massiven Unterdrückungsmaßnahmen unterworfen waren, die in Armut und Unwissenheit getrieben wurden und denen alle friedlichen und legalen Möglichkeiten des politischen Kampfes versperrt wurden, sich gegen die grausame Unterdrückung erneut bewaffnen. Seit 1979 regiert die Türkei Kurdistan mit Kriegsrecht, Ausnahmezustand und einem schmutzigen Krieg.


In den anderen Teilen Kurdistan ging eine ähnliche Entwicklung vonstatten. Die Kurden innerhalb der Grenzen Iraks, das heißt in Süd-Kurdistan, leisten seit dem Ersten Weltkrieg ebenfalls Wiederstand. Zuerst unter Scheich Mahmud Barzenci (1919 - 1923) und danach unter Scheich Ahmed Barzani und seinem Bruder Mustafa Barzani (1933 und danach) fanden Aufstände statt. Auch diese Aufstände haben die Kurden auch gewisse kulturelle Rechte erhalten. Sie bekamen Schulen, Universitäten, Radiosendungen usw. Die kurdische Kultur hat sich in diesem Teil ziemlich weit entwickelt.


Der größte kurdische Aufstand in diesem Teil Kurdistans begann im Jahre 1961 wiederum unter Mustafa Barzani und dauerte bis 1970. Im Jahre 1970 einigten sich die Kurden mit der Zentralregierung auf eine Autonomie. Die Regierung in Bagdad hielt die Kurden jedoch hin und ignorierte die Vertragsbestimmungen. Aus diesem Grund begann im Jahre 1975 der Krieg von neuem. Mit einigen zeitlichen Unterbrechungen dauerte er bis zum Jahre 1991 an.


Der Krieg gegen die Kurden ist den Irak teuer zu stehen gekommen. Um die Unterstützung der Kurden zu unterbinden, hatte das Saddam-Regime dem Iraner gegenüber zuerst Gebietskonzessionen gemacht. Um diese Gebiete zurückzuerobern, begann er danach einen acht Jahre dauernden, zerstörerischen Krieg gegen den Iran. Dabei wurde Kurdistan verwüstet und der Irak setzte sogar Giftgas gegen die Kurden ein. Nach Beendigung dieses Krieges griff er dann Kuweit an. Die Entwicklung danach dürfte jedem bekannt sein. Saddam erlitt im Krieg gegen die Alliierten eine schwere Niederlage. Die Kurden waren zunächst einer Massenvertreibung ausgesetzt, später wurde dann mit Beschluß der Vereinten Nationen eine Sicherheitszone für Kurden eingerichtet. Die Flüchtlinge kehrten in ihre Heimat zurück. Im sogenannten "Nord-Irak", also in Süd-Kurdistan, riefen die Kurden ein Parlament ins Leben und bildeten eine nationale Regierung.


Noch heute ist das Irak-Problem nicht gelöst. Das Land steht unter UN-Embargo, die Kurden befinden sich in einer äußerst schwierigen Lage.


Der Iranische Staat hat gegenüber den Kurden eine Politik der Unterdrückung, ähnlich der des kemalistischen Regimes in der Türkei, angewendet. Als nach dem 2.Weltkrieg der Iran vom Norden her von der Sowjetunion und von Süden her von England besetzt wurde, konnten die Kurden etwas Luft holen und organisierten sich rasch. Es wurde die Demokratische Partei Kurdistans gegründet, anschließend die Kurdische Republik Mahabad proklamiert. Als jedoch der Krieg vorüber war, schaffte die Regierung in Teheran, auch mit politischer Unterstützung Englands und Amerikas, die Republik Mahabad aus der Welt.


Der Widerstand des kurdischen Volkes hat aber nicht aufgehört. Als das Schah-Regime im Jahre 1978 zu Ende ging, konnte dieser Teil Kurdistans noch einmal die Freiheit genießen. Diese Phase dauerte allerdings auch nicht lange. Die Angriffe des neuen Regimes unter den Mollahs ließen nicht lange auf sich warten. Der aus diesem Grund 1979 begonnene bewaffnete Widerstand dauert bis heute an.


Zusammengefaßt hat das kurdische Volk, abgesehene von den Aufstände davor, nach dem Ersten Weltkrieg und bis in die Gegenwart in diesen drei großen Teilen Kurdistans gegen eine grausame Unterdrückung und Kolonialisierung ständig Widerstand geleistet und für die Aufrechterhaltung seiner Identität, die Inanspruchnahme seiner nationalen Rechte und die freie Bestimmung seines eigenen Schicksals gekämpft. Unser Volk hat in diesem Kampf hunderttausende von Menschen verloren, ist Opfer von Massenverteibungen geworden. Ihm ist viel Leid zugefügt worden. Hier liegt in der Tat ein Völkermord vor. Doch leider sind sowohl die Völkergemeinschaft als auch die Organisation der Vereinten Nationen bei dieser Tragödie unseres Volkes ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden und haben den Geschehnissen nur zugeschaut.


Geographie und Bevölkerung

Die Zahl der Kurden in den vier Teilen Kurdistans und innerhalb der Grenzen der vier Teilungsländer beträgt insgesamt ca. 35 - 40 Millionen. Somit sind Kurden ihrer Zahlen nach neben Arabern, Türken und Persern eine der vier großen Nationen im Nahen Osten.


Das seit jeher von Kurden besiedelte Kurdistan ist mit 500.000 qm Fläche so groß wie Frankreich. Mit anderen Worten bilden Kurden in ihrem Land keine Minderheit, sondern die Mehrheit. Die Kurdenfrage ist nicht ein Minderheitenproblem dieses oder jenes Landes, sondern die Frage eines geteilten Landes und einer Nation. Wie alle anderen Nationen haben auch die Kurden das Recht auf Selbstbestimmung.


Die Grenzen, die Kurdistan teilen, sind weder natürliche, wirtschaftliche noch kulturelle Grenzen. Es sind künstliche Grenzen, die gegen den Willen des kurdischen Volkes nach den Interessen der Teilungsmächte und des Machtgleichgewichts gezogen wurden. Sie haben oft Dörfer, Städte, ja sogar Familien voneinander getrennt und sich auf das wirtschaftliche soziale und kulturelle Leben spaltend und destruktiv ausgewirkt.


Der größte der Teile Kurdistans, der nach Einwohnerzahl und Fläche zugleich annähernd die Hälfte seiner Gesamtheit ausmacht, liegt im Norden innerhalb der Staatsgrenzen der Türkei. Dieser Teil bildet ein Drittel der Gesamtfläche der Türkei und umfaßt in den "östlichen und nordöstlichen Regionen" über zwanzig Provinzen. Andere Teile sind, nach Größe, Ost-Kurdistan (innerhalb der Grenzen Irans), Süd-Kurdistan (innerhalb der Grenzen Iraks) und kurdische Gebiete innerhalb der Grenzen Syriens.


In allen diesen Teilen ist eine große Einwohnerzahl von Kurden zu verzeichnen, die 80-90% beträgt. Ein gewisser Teil von Kurden lebt seit frühen Zeiten oder aufgrund der Migrations- bzw. Fluchtbewegungen der letzten Zeit in anderen Regionen und den Metropolen der jeweiligen Länder. Zieht man auch diese in Betracht, so leben innerhalb der Staatsgrenzen der Türkei 18-20 Millionen, des Iran 8-10 Millionen, des Irak 5 Millionen und Syriens 1,5 Millionen Kurden.


Rund ein Drittel der Arbeitsimmigranten aus der Türkei, die in den letzten 20-30 Jahren in die europäischen Länder eingewandert sind, sind Kurden. Wenn man noch die Zahl der Kurden aus der Türkei und anderen Teilen Kurdistans dazurechnet, die in den letzten Jahren aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nach Europa geflüchtet sind, so beträgt die Zahl der in europäischen Ländern lebenden Kurden rund 1 Million. Aufgrund von Migration und Flucht sind auch in Nord-Amerika und Australien solche kurdischen Gemeinschaften entstanden.


Natürliche Ressourcen, wirtschaftliche und soziale Strukturen


In bezug auf Bodenschätze ist Kurdistan eines der reichsten Länder der Erde. Die seit früheren Zeiten als "Fruchtbarer Halbmond" bekannte Zone, die von den Zagrosgebiergen bis ans Mittelmeer reicht und auch Nord-Mesopotamien einschließt, befindet sich größtenteils in Kurdistan.


Kurdistan ist reich an Landwirtschaft. Die Ebenen zwischen den Bergketten, insbesondere im warmen Süden, sind wegen der Bodenarten und den günstigen klimatischen Bedingungen sehr gut geeignet für Landwirtschaft. Die Hochebenen und Berghänge haben äußerst fruchtbares Weideland. Auf den Böden Kurdistans wachsen alle Getreidesorten sowie hochwertiges Obst und Gemüse. Die Harran-Ebene sowie Gebiete um Cezire und Mossul sind Getreidereservoirs der gesamten Region.


Temperatur- und Höhendifferenzen zwischen dem Norden und dem Süden haben dazu geführt, daß Kurdistan schon immer ein wichtiges Viehwirtschaftsland war. Desweiteren ist Kurdistan für den Nahen Osten ein Reservoir für Fleisch, Butter, Käse, Wolle und Tierfelle.


Kurdistan ist hinsichtlich Erdölvorkommen und anderen Mineralstoffen ein sehr reiches Land. Ein großer Teil der Erdölquellen Iraks befindet sich in Kurdistan, in den Regionen um Kirkuk und Hanikin. Ein Teil der wichtigen Erdölquellen Irans sind ebenfalls in ausschließlich in Kurdistan (Region um Batman, Diyarbakir und Adiyaman). Auch Syriens Erdölquellen sind hauptsächlich in Kurdistan in der Region um Cezire. Daneben ist unser Land reich an Bodenschätzen wie Eisen, Kupfer, Chrom, Kohle, Silber, Gold, Uran und Phosphat.


Weiterhin gibt es in Kurdistan Flüsse, die mindestens so wichtig, wenn nicht noch wichtiger als der Erdöl sind. Die Hochebene und Berge Kurdistans, die durch hohe Niederschläge und im Winter eine hohe Schneedecke gekennzeichnet sind, sind für den Nahen Osten das Wasserreservoir. Hier entspringen neben den berühmten Flüssen Euphrat und Tigris Ebene zahlreiche weitere kleinere Flüsse. Euphrat und Tigris beleben neben der Mesopotamien-Ebene und dem südlichen Teil Kurdistans Irak Syrien mit Wasser. Diese aus drei- bis viertausend Meter Höhe hinabfließenden Flüsse sind gleichzeitig auch für die Energiegewinnung sehr bedeutsam. Irak und Syrien haben an diesen Flüssen oder an deren Nebenflüssen zahlreiche Staudämmen, die von der Türkei im Rahmen des GAP-Projektes (Südostanatolienprojekt) gebaut sind. GAP ist ein Projekt, das noch nicht abgeschlossen ist und schon jetzt einen wichtigen Teil des elektrischen Energiebedarfes der Türkei abgedeckt. Mit dem Abschluß des Projektes wird einerseits der Vorrat an elektrischen Energiebedarfs der Türkei abdeckt. Mit dem Abschluß des Projektes wird einerseits der Vorrat an elektrischer Energie und andererseits durch Bewässerung dieses Teiles von Kurdistan die landwirtschaftliche Produktion um ein Vielfaches steigen.


Kurdistan lag im Altertum und Mittelalter auf der Handelsstraße zwischen Fernost und Europa (Seiden- und Gewürzstraße). Auch in der jüngeren Vergangenheit wurde diese Bedeutung aufrecht erhalten. Interessanter weise ist Kurdistan heute die günstigste Region für die Erdöl-Pipe-Lines des Irak und des Kaukasus.


Der außerordentliche Reichtum Kurdistans und seine strategische Lage sind gleichzeitig der wichtigste Grund dafür, daß unser Land geteilt gehalten und unserem Volk so großes Leid zugeführt wird. Aus den genannten Gründen hat Kurdistan im 18. und 19. Jahrhundert die Aufmerksamkeit westlicher Kolonialstaaten auf sich gezogen. Engländer, Franzosen und Russen haben um unser Land gerungen. Dann haben sie es nach dem Ersten Weltkrieg entsprechend ihren eigenen Interessen noch einmal aufgeteilt.

Die Russen hatten sich nach der Oktober-Revolution 1917 aus der Region zurückgezogen. Engländer und Franzosen haben mit der Unabhängigkeit Syriens und Iraks die Region administrativ verlassen. Jedoch bestehen ihre wirtschaftliche Beziehungen in ihr Einfluß in der Region weiter.


Neben der Republik Türkei und dem Iran haben auch die neu gebildeten nationalen Führungen in Syrien und Irak alles Nötige getan, um den ihnen zugesprochenen Teil Kurdistans unter Kontrolle zu halten und die Kurden zu assimilieren und auszurotten. Sie haben kurdische Aufstände brutal niedergeschlagen. In diesem Zusammenhang haben die meistens zusammengehalten und Vereinbarungen getroffen. Die Reichtümer Kurdistans haben sie geplündert, seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung verhindert.


Daher muß unser Volk auf diesem reichen Land in Armut leben. Diese kolonialistischen Bedingungen, die ständige Unsicherheit und der Krieg haben die Entwicklung unseres Landes in der Landwirtschaft, im Handel und in der Industrie verhindert. Das in Kurdistan erwirtschaftete Kapital ist stets außer Landes geflossen. Die Gesellschaft konnte sich nicht modernisieren, die Feudalstrukturen der Vergangenheit sind nicht gänzlich aufgelöst worden. Die Stammesstruktur in der ländlichen Gebieten, das Großgrundbesitzertum und die damit einhergehenden religiösen Strömungen sowie die Institution des Scheichtums (Scheich: Rel. Oberhaupt) haben sich erhalten. Heute noch befindet sich Kurdistan in einem halbfeudalen System noch keine große Bedeutung.


Die schmutzigen Kriege, die die jeweiligen Kolonialstaaten führen, um die seit 1961 in Süd-Kurdistan (Irak), seit 1979 in Ost-Kurdistan (Iran) und seit 1984 in Nord-Kurdistan anhaltenden kurdischen Partisanenkriege und Volksaufstände niederzuschlagen, sind für unser Land verheerend gewesen. Angesichts dieser Situation, in der alles brutal zerstört wird und die Menschen in Massen flüchten, weil sie um ihr Leben fürchten, wirtschaftliche und soziale Fortschritte zu erwarten, wäre lächerlich.


Warum hatte die kurdische Widerstandsbewegung bis heute keinen Erfolg ?


Das 20. Jahrhundert war Zeuge des Untergangs des weltweiten kolonialistischen Systems und der Gründung neuer Staaten in ehemaligen Kolonien und abhängigen Ländern. Warum haben die Kurden, die eine alte Geschichte und reiche Kultur besitzen, obwohl sie seit Beginn des 19. Jahrhunderts stets Widerstand geleistet haben und einen hohen Preis zahlen mußten, nicht die Freiheit erlangt?


Das hat interne und externe Gründe. Die feudale Zersplitterung in der kurdischen Gesellschaft ist solch ein interner Grund. Die Stammesstruktur, Spaltung in religiösen Strömungen und Konfessionen sowie die Großgrundbesitzer- und Scheich-Institution bildeten zu jeder Zeit Hindernisse für die Einheit nationaler Kräfte. Die mittelalterlichen Wertvorstellungen dieses System haben dazu geführt, daß sich ein nationales Bewußtsein nur mangelhaft ausbilden konnte.


Jedoch sind dies nicht die eigentlichen Gründe. Es darf nicht vergessen werden, daß auch zahlreiche Nationen in Asien und Afrika, die ihre Freiheit erlangt haben, in Bezug auf das wirtschaftliche und soziale System rückständig, oft sogar im Vergleich zu den Kurden rückständiger waren. Die eigentlichen Gründe, die den Erfolg der kurdischen Nationalbewegung verhindert haben, sind externe.


Anfangs haben Kurden gegen zwei Großreiche, das Osmanische und Persische, gekämpft. Das Kräftegleichgewicht war zum Nachteil der Kurden und sie hatten keinerlei durch die Unterstützung von außen. Jedoch haben beispielsweise die Balkanländer ihre Unabhängigkeit durch die Unterstützung mächtiger westlicher Staaten wie Rußland, Österreich, England und Frankreich erlangt. Engländer und Franzosen waren es auch, die Arabien vom Osmanischen Reich getrennt haben. Eben diese Mächte haben in Vereinbarungen mit der Regierung in Ankara Kurdistan erneut aufgeteilt.


Die dem Ersten Weltkrieg folgenden Aufstände der Kurden wurden außer von der Türkei und dem Iran auch von den Franzosen und den Engländern, die Syrien und Irak unter ihrem Mandat hatten, bekämpft. Insbesondere die Engländer haben den nationalen Austand der Kurden im Irak mit ihren eigenen Kräften niedergeschlagen.


Nachdem Syrien und Irak ihre Unabhängigkeit erlangt hatten, sah sich die kurdische Nationalbewegung der Allianz dieser vier Staaten gegenüber. Einer der ungünstigen Effekte ist, daß das kurdische Land von diesen vier Teilungsstaaten, also von gegnerischen Mächten, eingeschlossen ist. Die Kurden haben weder über das Festland noch über Meere Verbindung nach außen. Es ist sehr schwierig, mit der Außenwelt Kontakte herzustellen. Auch wenn es befreundete Kräfte geben sollte, die den Kurden von außen helfen wollten, bestehen keine Wege oder Zugänge, über die diese Unterstützungen direkt nach Kurdistan gelangen könnte. Wenn die kurdische Nationalbewegung in irgend einem Teil zum Stützpunktgebiete oder logistische Unterstützung zu erhalten. Gerade dieses, oder ein anderes, Nachbarland ist jedoch einer der vier Staaten, die einen anderen Teil Kurdistans unter ihrer Kontrolle halten. Keiner von ihnen ist an einem Sieg von Kurden interessiert. Diese Staaten spielen lediglich die kurdische Karte gegeneinander aus, wenn sie von Zeit zu Zeit Probleme miteinander haben. Gerade das macht die kurdische Frage, die ohnehin kompliziert genug ist, noch komplizierter. Solche Beziehungen sind für die kurdische Nationalbewegung höchst problematisch und bringen kurdische Organisationen von Zeit zu Zeit in die Lage, sich sogar gegenseitig zu bekämpfen.


Im übrigen hat die kurdische Nationalbewegung zu keiner Zeit eine tragfähige internationale Unterstützung gehabt. Der wesentliche Grund dafür ist, daß große und auch kleinere Staaten, die in dieser Frage nicht direkt Parteien sind ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen und sich nicht gegen die vier Staaten in der Region (Türkei, Irak, Iran und Syrien) stellen wollen.



Mythische Geschichte:

Noah mit der Arche landet auf dem Berg Djebel Djudi in Kurdistan. Tamanin, das erste Dorf nach der Sintflut in Bothan, wird gegründet. Könige der Bergvölker übernehmen im Zweistromland die Herrschaft.

2637-2582 v.Chr.
Sargon I. von Akkad (Begründer der ersten Semit-Dynastie in Mesopotamien; manche behaupten, daß diese Dynastie zwischen 2350-2292 geherrscht hat, erobert Gutium, Kirkuk, Arbil und Diarbakir. Sein Reich reicht von Syrien und Kleinasien, bis zum Zagros-Gebirge.

2530 v.Chr.(od.zw.2200-2164?)
Naramsin, König der Akkad (Stadt in Nord Babylonien), besiegt die Lulubu am "Heidenpaß"

2500-2300 v.Chr.
Die Guti beherrschen Babylonien und setzen eigene Könige ein.

Um 2000 v.Chr.
Die Kardaka in Keilschrifttexten erwähnt.

Einwanderung der indogermanischen Hethiter und Beginn der sprachlichen Indogermanisierung des Zagros.

1800-1500 v.Chr.
Erstes hethitisches Großreich, das weite Gebiete Kleinasiens umfaßt.

1746-1171 (oder 1530-1155?) v.Chr.
Kassitenherrschaft in BabyIon (Kardunasch). Die Kassiten waren ein Volk im Südwesten des Zagros-Gebirges. Nach dem Sturz der Dynastie zogen die Kassiten sich wohl wieder in das Zagros-Gebirge zurück. Sie wurden von Alexander d.Gr.324/323 v.Chr. vorübergehend unterworfen.

Um 1700 v.Chr.
Hammurabi besiegt nördliche Bergvölker.

1600 v.Chr.
Babylon wird von den Hethitern erobert.

1450-1200 v.Chr.
Zweites hethitisches Großreich, das wiederum bis Syrien reicht.

Um 1400 v.Chr.
Einwanderung iranischer Stämme in den heutigen Iran.

1286 v.Chr.
besiegten die Hethiter unter Huwatalis II. bei Kadesh (Südostanatolien=Kadis) das Heer des ägyptischen Pharaos Ramses II. In diesem Zeitraum breitet sich auch die mykenische Kultur (die Bronzezeit Griechenlands) an der kleinasiatischen Küste aus.

Um 1240 v.Chr.
wird das Hethiterreich durch den Einfall der Völker aus Südosteuropa in Kleinasien vernichtet.

1200 v.Chr.
Gründung des Urartäerreiches (Urartäer waren die Bewohner des alten Urartu=Berg Ararat) in Ostanatolien (Hauptstadt Tuschpa/Van). Dieses Reich wird 585 v.Chr. von den Skythen zerstört.

Um 1000 v.Chr.
Heder und Perser(iranische Stämme) sickern in den Nordzagros ein; Zarathustra wird in Nordostkurdistan geboren.

900-700 v.Chr.
Die Guti-Kurden nehmen das Hedische an; Armenier dringen von Westen her in das Ararat-Gebiet ein.

880 v.Chr.
Die Chald-Kult von Ardinis breitet sich in Urartu aus.

Im 835 v.Chr.
Erste Erwähnung der Meder in einer Inschrift.

Im 722 v.Chr.
Medisches Reich im Nordwestiran.

Im 714 v.Chr.
Sargon 11. zerstört Mussassir-Ardinis.

Um 700 v.Chr.
Gründung einer persischen Monarchie durch Achaimenes.

Um 625 v.Chr.
Gründung eines medischen Großreichs durch Kyaxares.

612 v.Chr.
Niniveh, die Hauptstadt von Assyrien, wird von den Medern erobert.

600 v.Chr.
Auftreten Zarathustras in Iran

Um 550 v.Chr.
Sturz des medischen Reiches durch Cyrus d.Gr., des Herrschers der Achämeniden.

Um 538 v.Chr.
Cyrus d.Gr. erobert Babylon und gründet das persische Weltreich der Achämeniden.

522-519 v.Chr.
Aufstände von Darius I. niedergeschlagen.

401 v.Chr.
Xenophon überquert mit den "Zehntausend" das Kardukhen-Gebirge.

333 v.Chr.
Das kurdisches Gebiet wurde durch Alexander erobert, der achämenidischen König besiegte.

330 v.Chr.
Endgültiger Sturz des Achämenidenreichs durch Alexander d. Gr.

250 v.Chr.
Gründung des Parthischen Königreiches im Iran (Arsakiden Dynastie), welche bis 224 n.Chr. dauerte.

Um 150 v.Chr.
Vormacht der Parther in Vorderasien unter Mithradates I.

80 v.Chr.
König Tigranes von Armenien besetzt "Gorduene". Beginn der römischen Kolonisierung.

63 v.Chr.
König Mithradates v. Pontus, von den Römern besiegt, nimmt sich das Leben.

Um 170 n.Chr.
Die Armenier besetzen Nord-Kurdistan.

226 n.Chr.
Gründung des Sassanidischen Imperiums im Iran.

240 n.Chr.
Öffentliches Auftreten des Mani (Religionsstifter)

300-617 n.Chr.
Krieg zwischen Ostrom und den Parthern.

309-379 n.Chr.
Schapour II. Herrscher im Sassanidenreich.

529-578 n.Chr.
Khosraw Anoschirwan Herrscher im Sassanidenreich

621 n.Chr.
Gründung der neuen Religion des Islam.

639-645 n.Chr.
Einmarsch des arabischen Heeres in die kurdischen Gebiete, und blutige Auseinandersetzung zwischen den Kurden und den neuen islamischen Invasoren.

Um 650 n.Chr.
Sturz und Tod des letzten Sassaniden-Königs, Yazdigerd III.

700-900 n.Chr.
Gewaltsame Islamisierung der Kurden. Zum Islam übergetreten, leisten die Kurden einen eigenständigen und wichtigen Beitrag zur islamischen Zivilisation, vor allem auf militärischem und künstlerischem Gebiet.

Um 700 n.Chr.
Erstes Schriftstück in kurdischer Sprache. Ein kurzer Text in Versform schildert die Greuel, die während der Zeit der arabischen Invasion begangen wurden: Zerstörung der Feuertempel, Verfolgung der Mazdeismus- bzw. Zoroastrier, der Religionen, zu deren sich die Kurden seit der Zeit der Meder bekannten. Auswanderung der Zoroastrier nach Indien.

765 n.Chr.
Ein kurdischer Musiker aus Mossul, Ibrahim Mousseli (Mawsili), 743-806, führt die Musik, die bis dahin im Islam verboten war, am Hof Harun-al-Raschids ein und gründet das erste Konservatorium für islamische Musik, das sein Sohn Ishaq weiterentwickelt und in einem Lehrbuch festhält. Einer ihrer Schüler, Ziriyab, auch ein Kurde, läßt sich am Hof von Cordoba nieder, gründet dort eine Schule und verbreitet die Lehre seiner Meister in Spanien und im Maghreb (Marokko).

900-1200 n.Chr.
Unabhängige kurdische Fürstentümer werden gegründet.

Um 930 n.Chr.
Der zoroastrische Soldatenführer Mardawidj wird Herr über den westlichen Iran.

950 n.Chr.
Schadadiden-Dynastie im Norden Kurdistans. (Hauptstadt Gandjeh von 951-1174).

959 n.Chr.
Hassanwaih aus dem Stamm Barzikani (Barzan) begründet die kurdische Dynastie der Hassanwaihiden (959-1015).

990 n.Chr.
Kurdische Dynastie der Marwaniden (990-1096).

1000 n.Chr.
Endgültiger Rückgang des Zoroastrismus im Iran.

1037 n.Chr.
Gründung der Seldschuken-Dynastie im Iran, welche für das Schicksal der Kurden eine große Rolle gespielt hat.

1075 n.Chr.
Scheikh Adi Ibn Mosafir, Begründer der Religiossekte der Yezidi, wird in Kurdistan (Kermanschah) geboren.

1126n.Chr.
Eroberung der armenischen Hauptstadt Ani, durch die kurdische Schadadiden-Dynastie.

1117-1157 n.Chr.
Unter dem Seldschuken-König Sultan Sandjar wird der Name Kurdistan erstmals offiziell genannt.

1137/38 n.Chr.
Sultan Salahodin, der große Kurde, wird als Sohn des Nadjmodin Ayub in Takrit, im Arbil-Gebiet in Kurdistan, geboren.

1167 n.Chr.
Aufstieg des Sultan Salahodin, Sohn des Ayub, und Gründung der kurdischen Dynastie der Ayubiten. Diese Dynastie herrscht von 1169-1250 über den gesamten islamischen Mittleren Osten.

1187 n.Chr.
Eroberung Jerusalems durch Salahodin und Beginn des dritten Kreuzzugs.

1193 n.Chr.
Tod von Sultan Salahodins in Damaskus und Aufteilung des Ayubiten-Reichs durch seine Nachfolger.

1242-1245 n.Chr.
Einbruch der Mongolen in Anatolien, Vernichtung der seldschukischen Armee durch die Mongolen, Eroberung großer Teile Kurdistans und Beseitigung des Khalifen von Baghdad durch Hülakku Khan Mongol.

1299 n.Chr.
Zerfall des Seldschukiden-Reichs in 18 unabhängige Kleinstaaten.

1302 n.Chr.
Sieg Osmans über die Byzantiner in der Schlacht von Bapheos.

1300-1450 n.Chr.
Wiederherstellung der kurdischen Fürstentümer nach dem Ansturm der Mongolen. Das kurdische Kulturleben blüht an den Höfen von Bitlis, Hakkari und Bohtan auf.

1453 n.Chr.
Eroberung von Konstantinopel durch den osmanischen Herrscher Sultan Mohammad II / Mehmet 2

1470 n.Chr.
Turkmenendynastie Aq-Quinlou (von „weißer Hammel“) und Ausrottungspolitik gegen die kurdischen Dynastien.

1500-1820 n.Chr.
Kurdistan als Schauplatz der Kämpfe zwischen Osmanen und Persern.

1501 n.Chr.
Gründung der Safaviden-Dynastie im Iran durch Schah Ismail und Versuch, die Kurden im iranischen Teil Kurdistans zu unterwerfen.

1514 n.Chr.
Schlacht von Tschaldyran (Tschaldoran- Ort im Norden-Kurdistans) zwischen dem osmanischen Sultan Selim I. und dem Safaviden-Schah lsmail. Der großte Teil Kurdistans wird dem osmanischen Reich einverleibt. Sultan Selim verpflichtet sich, die "kurdischen Staaten" anzuerkennen und sich nicht in ihre inneren Angelegenheiten einzumischen. Zum ersten Mal wird Kurdistan praktisch geteilt.

1596 n.Chr.
Amir Scharaf Khan Bitlisi, Fürst von Bitlis, beendet sein Buch Scharafnameh (Die Zeugnisse der kurdischen Nation), den ersten vollständigen Überblick über die kurdische Geschichte.

1639 n.Chr.
Nach dem Vertrag von Zuhab zwischen Osmanen (Sultan Morad IV) und Persern (Schah Safi), welcher in der Kleinstadt Qasr-Schirin unterzeichnet wurde, wird die Grenze offiziell mitten durch Kurdistan gezogen.

1695 n.Chr.
Der 1695 geborene Ahmadi Khani, Dichter, Philosoph und Linguist, ruft mit Hilfe seines Hauptwerks (Buches) Mamo-Zin, eines nationalen Heldengedichts, zum Aufbau eines vereinigten Nationalstaats Kurdistan auf.

1732 n.Chr.
Die Perser erhalten die westlichen Provinzen zurück und 1736 werden die alten Grenzen von 1639 wiederhergestellt.

1748 n.Chr.
Karim Khan Zand (geb. 1698 oder 1704 gest. 1778), ursprünglich ein Kurde aus Harssin, Iranisch-Kurdistan, gründet die Zand-Dynastie im Iran.

1794 n.Chr.
Die Zand-Dynastie wird von Agha Mohammad-Khan Qadjar (Qadjaren-Dynastie) gestürzt.

19. Jahrhundert: Einmischung der Hohen Pforte, des Osmanischen Reichs, in die kurdischen Angelegenheiten. In ihren Vorrechten bedroht, erheben sich die kurdischen Fürsten, allerdings in unkoordinierten Aufständen.
1806 n.Chr.
Revolte des Abdulrahman Pascha von Suleimania.

1818 n.Chr.
Beginn des russischen Einflußes und Aufstand des kurdischen Stammes Bilbas.

1826 n.Chr.
Beginn der Entmachtung der kurdischen Fürsten von Dereh Bey (Beg) durch den osmanischen Sultan Mohammad II.

1828 n.Chr.
Ende des Russisch-Persischen Krieges (Vertrag von Turkmantschai, Gebietverluste an Rußland). Auswanderungswelle von armenischen und assyrischen Christen sowie von Kurden nach Rußland, Ansiedlung der Assyrer und der Kurden bei Erivan.

1830 n.Chr.
Revolte des Mir Mohammad (bekannt als Miri Kora) von Rawanduz.

1843-47 n.Chr.
Revolten des Badir Khan Beg von Djazireh und des Nurallah Beg von Hakkari und in diesem Zusammenhang erster armenisch- bzw. assyrisch-kurdischer Konflikt.

1853-55 n.Chr.
Revolte von Yazdan Schähr.

1877/78 n.Chr.
Russisch-osmanischer Krieg ermöglicht die Aufstände in den Provinzen Hakkari und Bohtan sowie des kurdischen Stammes Hammawand.

1880 n.Chr.
Revolte des Scheikh Ubeidullah Schamdinan von Nehri und Belagerung von Urmiyeh im iranischen Kurdistan (in manchen Quellen wird dieser Aufstand als der erste kurdisch-nationalistische Aufstand bezeichnet).

1890/91 n.Chr.
Versuch des Schakir Pascha zur Gründung der irregulären "kurdischen Hamidia-Truppen".

1894-1895 n.Chr.
Blutige Zusammenstöße zwischen Armeniern und Teil der Kurden in Sassun sowie kurdischer Aufstand von Hakkari gegen Sultan Hamids Politik.

1897/98 n.Chr.
Gründung des ersten kurdischen Nationalkomitees und Zeitung "Kurdistan". Diese Zeitung (Zeitschrift) versucht, die Idee der kurdischen nationalen Befreiung zu verbreiten.

1900 n.Chr.
Hulla Hustafa Barzani geboren.

1905:
Aufstand des Schekkak-Stammes in Iranisch-Kurdistan gegen die Zentralregierung und gleichzeitige Bildung mehrerer Selbstverwaltungsräte in den kurdischen Gebieten, wie in Saqqiz, Mahabad und Kermanschah, durch Qazi Fatah, einen kurdischen Gelehrten aus der Qazi-Familie.

1908:
Die Jungtürkische Revolution: In Konstantinopel Proklamation einer Verfassung, die für alle Nationalitäten des osmanischen Reichs Gleichheit verkündet. Aber ab 1909 praktizieren die Jungtürken eine repressive Politik in bezug auf die nichttürkischen Völker (Albaner, Armenier, Kurden u.a).

1909:
Empörung der Milli-Kurden (liberale Kurden) unter Ibrahim Pascha und Gründung mehrerer kurdischer Komitees und Zeitungen, welche kurz danach verboten wurden.

1913:
Vereinbarung eines Grenzberichtigungsprotokolls in Istanbul, das von Iran, der Türkei, Rußland und England unterzeichnet wurde.

1913-1914:
Aufstand von Betlis und Aufstand in Süd-Kurdistan unter Führung von Scheikh Abdul-Salam Barzani; zwei wichtige Ereignisse vor Beginn des 1. Weltkrieges.

1915:
Beginn der türkischen Armeniermassaker, die Badirkhaniden versuchen die Befreiung von Bitlis.

1916:
Alliierte Geheimverträge über die Aufteilung des Osmanischen Reichs und Kurdistans (Sykes-Picot-Abkommen). Beginn der Deportation von 700.000 bis 1.000.000 Kurden nach Westanatolien.

1918:
Februar 1918, 14-Punkt-Programm zur Selbstbestimmung der Völker, proklamiert durch den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson.

3.3.1918:
Ermordung des assyrischen Führers Har Schimon Benjamin XXI. durch lsmail Agha Simtko, den kurdischen Rebellenführer im iranischen Kurdistan.

1918:
Am 30.0kt.1918 wurde das osmanische Reich, das auf der Seite Deutschlands im I. Weltkrieg gekämpft hatte, besiegt und musste vor den Alliierten kapitulieren.

1919:
Anti-kemalistische Aktion der Kurdenführer in Malatia.

1919-1920:
Erster kurdischer Aufstand gegen die britischen Besatzer im südlichen Kurdistan. Von Scheikh Mahmoud Barzandjeh angeführt, zielt diese Bewegung auf die Schaffung eines "freien und einheitlichen Kurdistan.

19.-26.April 1920:
Konferenz von San Remo. Die zahlreichen Verträge, die während des Krieges von den Alliierten über die Verteilung des Nahen Ostens geschlossen wurden, werden entsprechend den neuen Machtverhältnissen revidiert. Großbritannien läßt sich das Mandat über den arabischen Irak und das kurdische Vilayet von Mossul zuteilen, Frankreich wird dafür zu 25% an der Ölproduktion im Gebiet von Mossul beteiligt. Es bleibt die Möglichkeit offen, in den Gebieten, die wieder russisch werden mußten, einen armenischen und einen kurdischen Staat zu gründen.

10.August 1920:
Der Friedensvertrag von Sevres rechnet die Kurden zu den "befreiungswürdigen Völkern". Der Vertrag von Sevres, abgeschlossen zwischen den Alliierten und der Hohen Pforte, bestätigt die endgültige Aufteilung, die schon in San Remo beschlossen worden war. Im Teil III (Art. 62-64) empfiehlt er die Schaffung eines kurdischen Staates auf einem Teil des kurdischen Gebietes.

1920:
Revolte von Ismail Agha Simtko im iranischen Kurdistan, welche bis 1930 dauerte.

23.Aug.1921:
Sir Percy Cox, britischer Hochkommissar in Mesopotamien, setzt den Emir Faisal (Sohn des Sherifs von Mekka) , den die Franzosen aus Syrien verjagt hatten, als irakischen König ein. Die Kurden von Mossul boykottieren massiv das Plebiszit, das für die "Wahl" von Faisal organisiert worden war.

20.0kt.1921:
Französisch-türkischer Vertrag von Ankara. Frankreich annektiert zu Syrien - das unter seinem Mandat steht - die kurdischen Provinzen Djazireh und Kurd-Dagh.

1923:
Zweiter Aufstand von Scheikh Mahmoud. Er ernennt sich zum "König von Kurdistan" und nimmt Verbindung mit dem Anführer der Kurden im Iran, Simtko, auf, der seit 1920 gegen die persische Herrschaft kämpft. Diese Bewegung wird von der britischen Armee niedergeschlagen und der Scheikh wurde nach Indien verbannt.

24. März 1923:
Vertrag von Lausanne zwischen der Regierung Kemal Atatürk (Ankara) und den Alliierten, der den Vertrag von Sevres wieder aufhebt und die Annektierung des größten Teils von Kurdistan durch den neuen türkischen Staat absegnet.

3. März 1924:
Eine Verordnung verbietet alle kurdischen Schulen, Vereinigungen und Veröffentlichungen und gleichzeitig die religiösen Bruderschaften und medressas. Das erste türkische Parlament, unter dessen Mitgliedern auch 72 Repräsentanten Kurdistans waren, wird aufgelöst.

Februar-April 1925:
Aufstand des Scheikh Said Piran im türkischen Kurdistan.

16.Dez.1925:
Der Rat des Völkerbundes stimmt - auf die britische Forderung hin - der Annektion des südlichen Kurdistan (Mossul) durch den irakischen Staat zu.

1926:
Grenzziehung zwischen der Türkei und dem Irak.

August 1927:
Gründungskongreß von Khoyboun (Unabhängigkeit), nationale kurdische Liga. Diese Organisation, umfaßt alle kurdischen Gruppierungen, Parteien und Organisationen, die nach dem 1. Weltkrieg gegründet wurden.

1928:
Die gesamte zivile und militärische Verwaltung des türkischen Kurdistan wird unter die Kontrolle des "Generalinspekteurs des Ostens" gestellt, des türkischen Hochkommissars für Kurdistan. Fast überall in den kurdischen Provinzen brechen Aufstände aus.

1930:
Eine große Widerstandsbewegung organisiert sich unter der Führung von Khoyboun in der Gegend um den Berg Ararat. Die Türkei und der Iran schließen einen Pakt, um sie niederzuschlagen (Januar 1932).

Juni 1930:
Simtko, der Anführer der Kurden im Iran, der seit 1920 gegen die Zentralregierung gekämpft hat, wird bei Verhandlungen mit den Repräsentanten Teherans ermordet.

Herbst 1931:
Neuer Aufstand im iranischen Kurdistan unter der Führung Bruder des ermordeten Simtko.

1931:
Von den Engländern aus Indien zurückgeholt., ruft Scheikh Mahmoud wieder zum Aufstand im irakischen Kurdistan auf. Er wird niedergeschlagen, von ihnen gefangengenommen und in Baghdad unter Hausarrest gestellt. Daraufhin erheben sich die irakischen Kurden, diesmal unter der Führung von Scheikh Ahmad Barzani und Mulla Mustaf, Barzanis Bruder. Die britische Luftwaffe greift kurdische Dörfer an.

Mai 1932:
Ankara verkündet ein Gesetz zur Deportation und Versprengung der Kurden. Hehrere hunderttausend Kurden werden nach Zentral- oder Westanatolien deportiert.

1933:
Neuer kurdischer Aufstand im Irak unter Führung der Barzanis (Scheikh Ahmad und sein Bruder Mulla Mustafa).

1936-1938:
Aufstand von Sayyed Reza Dersimi in Türkisch-Kurdistan.

1937:
Sa'adabad-Vereinbarung in Teheran zwischen Afghanistan, Iran, Irak und der Türkei, in der u. a. die Bekämpfung der Befreiungsbewegungen vereinbart wurde.

1939:
Gründung der kurdischen Organisation Hiwa in Irakisch-Kurdistan.

1941:
Besetzung Irans durch die alliierten Truppen, Absetzung des iranischen Diktators Reza Schah und Freilassung aller politischen Gefangenen, unter anderen der kurdischen politischen Gefangenen.

16.9.1942:
Gründung der Organisation Kummaleh-i J.K.(Jiyanawey Kurd) in der nicht okkupierten Region in Iranisch-Kurdistan.

1943-1945:
Ständige Bombardierung Irakisch-Kurdistans durch die britische Luftwaffe und massiver Widerstand der Barzanis.

16.8.1945:
Gründung der Demokratischen Partei Kurdistan Iran in Mahabad und breite Bewegung unter den Kurden für Selbstverwaltung in den kurdischen Regionen.

17.12.1945:
Die kurdische Fahne wird auf dem Justitzgebäude in Hahabad gehisst.

22. Jan. 1946:
Proklamation der autonomen Regierung in Kurdistan. Die Mahabad-Republik bestand unter ihrem Präsident und Vorsitzenden der DPK Qazi Mohammad für ein Jahr.

17.12.1946:
Einmarsch der Militäreinheiten der Zentralregierung in Mahabad ohne Zwischenfall.

21.12.1946:
Festnahme der Qazis (Qazi Mohammad und Seif-e Qazi) in Mahabad.

31.3. 1947:
Hinrichtung von Qazi Mohammad, Sadr-e Qaz und Seif-e Qazi auf dem "Tschuwar Tschera-Platz" in Mahabad.

Mai-Juni 1947:
Barzanis Kampf und Flucht gegen die Militäreinheiten der iranischen Zentralregierung, wobei es ihm und 600 Mitkämpfern gelang sich in die UdSSR durchzuschlagen.

19. Aug. 1953:
Sturz der liberal-demokratischen Regierung von Dr. Mossadeq im Iran durch den vom CIA organisierten Putsch und Wiederherstellung des Polizeistaats des Schah-Regimes, was eine massive Verfolgung aller oppositioneller Gruppen u. a. der Kurden im Iran zur Folge hatte.

Nach: Dr. Golmorad Moradi, Heidelberg: Chronologie der kurdischen Geschichte, Mytische Geschichte - 1953. Aus: "Ein Jahr autonome Regierung in Kurdistan - Die Mahabad-Republik 1946-1947", Bremen 1992








Kurdische Nationalhymmne :

Ey raqîb
Ey raqîb her mawe qewmî kurd ziman,
Nay s,ikên danery topî zeman.
Kes nelê kurd mirduwe; kurd zînduwe,
Zînduwe qet nanewê alakeman.


Lawî kurd hestaye ser pê wek dilêr
Ta be xuên nexsîn deka tacî jiyan.
Kes nelê kurd mirduwe, kurd zînduwe,
Zînduwe qet nanewê alakeman.


Ême roley Midya u Keyxusrewîn,
Dînman, ayînman her Kurdistan
Kes nelê kurd mirduwe, kurd zînduwe,
Zînduwe qet nanewê alakeman.


Ême roley rengî sûr u s,oris,în,
Seyrîke xuênawiya raburdûman.
Kes nelê kurd mirduwe, kurd zînduwe,
Zînduwe qet nanewê alakeman.


Lawî kurdî hazir u amadeye,
Giyan fîdane, giyan fîda, her giyanfîda.
Kes nelê Kurd mirduwe, kurd zînduwe,
Zînduwe qet nanewê alakeman

Auf deutsch übersezt:

Feinde!
Die Kurden leben noch immer!
Nicht einmal Bomben
können sie vernichten.
Niemand soll behaupten,
sie hätten aufgegeben.
Sie werden weiterkämpfen
- die Fahne hoch erhoben

Die Kurden
sind für ihre Freiheit
auf die Barrikaden gegangen,
haben Blut vergossen
für ihr Land.
Niemand soll behaupten
sie hätten aufgegeben.
Sie werden weiterkämpfen
- die Fahne hocherhoben.

Wir sind die Kinder der Meder
und glauben nur an Kurdistan.
Niemand soll behaupten,
wir hätten aufgegeben,
wir werden weiter kämpfen
- die Fahne hoch erhoben

Wir sind die Kinder blutroter Farbe
und der Revolution.
Unsere Geschichte ist mit Blut geschrieben.
Niemand sollte behaupten,
wir hätten aufgegeben.
Wir werden weiterkämpfen
- die Fahne hoch erhoben.

Wir sind Kurden
jederzeit bereit,
für unser Land zu sterben.
Niemand soll behaupten,
wir hätten aufgegeben.
Wir werden weiterkämpfen
- die Fahne hoch erhoben.


Die Kurdische Fahne!







kennt ihr ein volk namens kurden??

wieso düfen eines der ältesten völker der welt (kurden) kein land haben aber irgend welche türken die aus zentral asien ausgewandert sind schon??? wieso dürfen araber 22 arabische länder haben (zum beispiel irak,syrien egypt, usw.) aber kurden kein einziges?? wieso dürfen türken mehrer türkländer haben (zum beispiel azerbajan,türkmenistan,mongolei usw) und kurden kein einziges?? wieso dürfen 7 millionen juden ein land gründen aber 40 millionen kurden net??? wieso fordern die türken einen land für halbe million türkmennen in irak aber für 40 millionen kurden net??? gibt es keine gerechtigkeit hier auf der welt?????????????
WIESO DÜRFEN WIR KEIN STAAT GRÜNDEN???? es ist ja schlissslich UNSER boden!!!!!!!
diese fragen habe ich immer gefragt aber ich bekamm keine richtigen antworten. die türken ,araber und die perser haben jahre lang kurden unterdrückt,gefoltert und ermordet und sie tuen es immer noch! am meisten die türken!
diese türken die haben uns alles weggenommen, uns jahre lang unterdrückt! gott möge sie bestraffen! Amen!



DIESES BILD SAGT MEHR ALS TAUSENDWÖRTER!!
_________________
Ich Bin Geboren Um Als Kurdin Zu Sterben!
selamun aleykum kurdin......

sorry, aber der text war jetzt zu lange und ich habe nicht alles gelesen....


weiss du was ich mich schon immer gefragt habe....

warum man überhaupt trennungen zwischen menschen macht.....

Ob türken , Kurden, araber unsw......

mich interessiert es wirklilch was der unterschied für dich zwischen kurden und türken auch anderen ist...
_________________
Es gibt nur eine Wahrheit "La ilahe ilallah"
Es gibt nur einen Geliebten "Allah"
Salamu Alaikun Kurdin

Inschallah werdet ihr bald ein Land bekommen so Gott will.

Ich frag mich nur warum du alle in einen Topf wirfst das ist nicht gut, das du dir wünschst das Allah alle türken bestraft werden sollen, es gibt viel zu viele Türken die damit nichts zu tun haben, das sind einzelne Personen die so etwas grausames befehlen.

Wie Esra sagt warum soll man ein unterschied zwischen Araber, türken und Kurden machen wir sind alle Muslime oder nicht, wir müssen uns wie Brüdern und Schwestern verhalten für uns gilt nicht Groß, klein, Schwarz, Weiß, Dick, oder Dünn, vor Allah sind wir alle gleich.

Inschallah herrscht bald frieden unter uns Muslime.
Liebe Kurdin

Wie Du meines Erachtens richtig schreibst, spielen in dieser menschenunwürdigen Tragödie, Innere und äußere Faktoren denkbar unglücklich zusammen. Es fehlt an innerkurdischen (einheitlichen) Strukturen, (was auch kein Wunder ist bei so viel Unterdrückung) und an globalen Werten, die ganze Staaten dazu bewegen von Ausbeutung und Entrechtung Abstand zu nehmen. Man sieht hier auch sehr deutlich die wirtschaftlichen Verwicklungen. Es muss doch sehr zu denken geben, dass weltweit, gerade solche Gebiete unter großer Armut und (daraus hervorgehender) Rückständigkeit leiden, die eigentlich die reichsten Ölvorkommen haben………..
Man könnte im Interesse der Menschheit vielleicht hoffen, dass das Erdöl bald versiegt.
Es wird sichtbar was passiert wenn Gott durch Geld, Machtgier und Ausbeutung ersetzt wird. Sowohl innerstaatlich als auch global.

Als Bahai liegt es mir fern, mich in politische Angelegenheiten zu mischen. Diese sind meist auch nur kurzfristig relevant.

Auch ich wünsche Dir und Deinen lieben Landsleuten, dass bald kein Unterschied zwischen den Menschen mehr gemacht wird. Das bedeutet aber in erster Linie die Wahrung der Rechte jedes Menschen, auch auf Selbstbestimmung und dem selbstverständlichen Teilhaben an den Reichtümern eines jeden Landes. Eine Weiterführung der Gewalt, wird auf allen Seiten nur unmenschlichen Verlust nach sich ziehen.

Alles Liebe
_________________
"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Liebe Freunde

Ich habe noch vergessen zu sagen, dass alle Unterdrückten, Entrechteten, Ausgebeuteten und Verfolgten auf dieser geschundenen Welt mein tiefstes Mitgefühl haben. Besonders denke ich dabei auch an unsere Bahai-Freunde im Iran.

Alles Liebe
_________________
"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Die Türken sagen, wir sind alle Muslime und Bruder. dann die Kurden haben brotalle,machtsüchtige Bruder in der Türkei
Predigen wir für den Frieden! Nationalismus bringt den Menschen wenig ausser Hass, Neid und Gewalt!

Wir sind ALLE BRÜDER & SCHWESTER!
Halo,

ich bin auch eine Kurdin; die dass gleiche empfinet wie du!!!
Aber was sollst es gibt immer Menschen ; die von anderen Menschen profitieren wollen!!!! Deine Seite hat mi sehr gefallen und ich würde gerne mit dir in Kontakt bleiben wollen??? Schreibe mir bite zurück, denn ich warte auf eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Saliha
AAALso..
Liebe kurden Liebe Türken Liebe Iraner Liebe Iraker
ich verstehe nicht wieso dieser streit überhaupt ist ..
Mein Vater ist Jugoslawe , ist aber im alter von 10 Jahren in die Türkei ausgewandert.Als er ca. 16 war,ist er wiederrum nach Deutschland ausgewandert & als ich ihn letztens erzählte das eine gute bekannte oder viel mehr eine Kolegin mit einem Kurden zsm ist,hat er gesagt ich soll nicht darüber sprechen .. ich versteh das einfachh nicht :o wenn man der geschichte glauben schenkt sind wir ALLE von Adam & Eva ..
Wenn man den Wissenschaftlern glauben schenkt sind wir alle von einer Art Affen entstanden.Ich verstehe nicht wie Türken so stur sein können .. früher dachte ich immer die Kurden seien ein Problem, aber obwohl ich Türkische verwandte habe, denke ich jetzt das Türken ein Problem sind , denn sie haben den Kurden ja schließlich den Boden unter den Füßen weggezogen .. Wäre ich dafür verantwortlich würde ich sagen
GUT DIE KURDEN BEKOMMEN IHR EIGENES LAND !
Dann hätte die Türkei ruhe & überhaupt hätten alle ruhe.
Für mich ist es einfach so:
Türken & Kurden sind gleich
Obwohl sie dann doch wieder ungleich sind
Ich kann sie leider nicht unterscheiden,
obwohl sie unterschiedliche Religionen haben.
Ich kenne Kurden & ich kenne Türken
& alle sind SEHR nett zu mir.
Ich liebe dieses Volk bederseitig einfach
Ich fände es nur besser wenn der vedammte krieg endlich aufhören würde
Die ganzen Kriege machen mich noch fertig ..
ICH LIEBE KURDEN
ICH LIEBE TÜRKEN
ICH LIEBE ARAMÄER
ICH LIEBE ALLE
& für mich ist es auch egal ob Türken & Kurden streit haben
Diese beiden Völker sind alles für mich
& ich werde mich gegen keinen von beiden stellen (!)
Türken sind meine Familie
Kurden sind meine Freunde.
Also bitte schreibt mir doch mal.....
Tschüss
Selam aleyküm,

Zitat:
GUT DIE KURDEN BEKOMMEN IHR EIGENES LAND


und wo soll sich dieses Land genau befinden?

"Kurdistan" würde sich ja schliesslich nicht nur im Osten der Türkei erheben oder?


Zitat:
Dann hätte die Türkei ruhe & überhaupt hätten alle ruhe.


Ich sehe das etwas pessimistischer...... wenn es nur so einfach wäre.....

Zitat:
Ich kann sie leider nicht unterscheiden,
obwohl sie unterschiedliche Religionen haben.


Hm....also ausser den Eziden und den Ahl-i Haqq unter den Kurden, sind mir kaum relligiöse Unterschiede bewusst?
Der Islam (ich zähle Aleviten definitiv dazu, nur um Missverständnisse vorzubeugen) stellt schon eine grosse gemeinsame Basis zwischen Kurden und Türken dar.

Zitat:
Die ganzen Kriege machen mich noch fertig


Ja, mich ebenso!


Liebe Grüsse
Umay
_________________
* Mein Herz ruft ALLAH ALLAH,
mein Nefs schreit yallah yallah ....*

* Der Heuchler sucht nach Fehlern;
der Gläubige nach Entschuldigungen.*