Gibt es im Christentum auch ein Zwischengericht?


hallo liebe leute,

ich habe eine Frage:

Gibt es im Christentum auch ein "Zwichengericht" bzw. ein oder mehrere Gerichte vor dem Jüngsten Gericht, denn im Islam gibt es ein Zwischengericht? Und wie sieht das im Judentum aus?
Könnt ihr mir weiterhelfen ?

Danke

Daniel
zwischengericht?

sowas wie petrus der anner himmelsforte steht und die tuer aufmacht wenn ein gottesfuerhctiger ankommt?

also ich erinnere mich nicht daran das sowas in der bibel steht würd mich aber auch mal interessieren
Hallo daniel_luc...

ich würde auch gerne wissen, ob man im Christentum eine Art Zwischengericht finden kann...

aber bzgl. ´zwischengericht im islam´ sagte mir ein Moslem, dass es nur einen jüngsten Tag gebe, an dem Gott die guten Menschen für ihre Taten hoch belohnt und die schlechten ihrem Handeln angemessen in die Hölle schickt...

wäre verwirrt, wenn dies jetzt nicht stimmte???

Liebe Grüsse

Silas
Hallo

Zwischengericht?

Hier hab ich eine Gegenfrage.

Wie oft innerhalb unseres irdischen Daseins
klagen wir uns oder einen Mitmenschen in unserem Denken an, wieoft verteidigen uns und schlussendlich , wieoft verurteilen wir uns im Geiste selbst?

Sieht das nicht sehr nach Zwischengericht aus?

Lg Ellen
Der sogenannte Limbus ist kein Dogma der katholischen Kirche, aber der Glaube daran existiert, wievele Katholiken heute noch daran glauben kann ich allerdings nicht sagen.

In der evangelischen Kirche ist der Glaube an den Limbus nach meinem Kenntnisstand nicht weit verbreitet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Limbus_%28Religion%29

http://www.christsein-heute.de/show.....l&kein_pdf_anzeigen=1
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Gerade genug Religion besitzen wir, um uns zu hassen - zu wenig aber, um uns zu lieben. Jonathan Swift, Schriftsteller (1667-1745)
In der jüdischen Religion ist, soweit ich weiß, der Glaube an ein Leben nach dem Tod nicht festgelegt. Es gibt Juden, welche an ein Leben nach dem Tod glauben und andere nicht.

Bereits im neuen Testament sind die Saduzäer erwähnt, die an kein Leben nach dem Tod glaubten. Auch heute ist das meines Wissens nach noch so.
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Gerade genug Religion besitzen wir, um uns zu hassen - zu wenig aber, um uns zu lieben. Jonathan Swift, Schriftsteller (1667-1745)
Liebe Leute,

zumindestens die katholische Kirche kennt so eine Art Zwischengericht; was dem Menschen nacdh dem Klerus so "blüht", unterscheidet sich in (dauerhaft) Hölle, (begrenzt) Fegefeuer und (dauerhaft) Paradies.

Nimmt man die Endzeitprophezeiungen des Johannes als Masstab, dann gibt es hier zwei endzeitliche Gerichte. Das eine Gericht leitet die Wiederkunft eines neuen Offenbarers ein, der dann für 1000 Jahre Frieden bringt. Am Ende dieses 1000-jährigen Zeitraums wird für 3,5 Jahre nochmals ein verheerender Krieg ausbrechen, der zu einer radikalen Verminderung der Weltbevölkerung führt. Nach diesen 3,5 Jahren bricht dann das gelobte Zeitalter an, bei dem dauerhaft Friede herrschen soll.
Zitat:

Gibt es im Christentum auch ein "Zwischengericht" bzw. ein oder mehrere Gerichte vor dem Jüngsten Gericht,

Es gibt nach katholischem Glauben das sog. "persönliche Gericht", das obwohl in untrennbarem Konnex zum Endgericht doch "unmittelbarer" nach dem Tod stattfindet und drei "Abzweigungen" für die Seele beinhaltet: Himmel, Fegefeuer und Hölle. Genau genommen sind es nur zwei Wege, welche die Seele nehmen kann - denn das Fegefeuer bedeutet auch Himmel, wenn auch nach einer Phase der mehr oder weniger intensiven "Nachbearbeitung" der Seele, die eben noch nicht Gott schauen kann, weil es zu Lebzeiten unbearbeitete Schuld gibt. Die Hölle bedeutet, dass jemand zum Zeitpunkt des Todes unbereute schwere Schuld auf sich geladen hat. Direkt in den Himmel kann die Seele kommen, die im Stand der Gnade ist, und keiner Läuterung mehr bedarf. Ein Zustand, der mit Hilfe der Sakramente der Kirche erreichbar ist, wenngleich es keine Garantie gibt ihn zu erlangen. Denn niemand weiß, ob er die dazu erforderliche Überwindung der Anhänglichkeit an jedwede Sünden (auch lässliche) zu Lebzeiten erlangt hat.

Im persönlichen Gericht entscheidet sich das ewige Schicksal des Menschen. Im Endgericht erfolgt dann sozusagen der öffentliche und universale Vollzug der göttlichen Gerechtigkeit, weil ja wahre Gerechtigkeit volle Transparenz und Offenkundigkeit erfordert - die ganze Geschichte jedes Einzelnen und der Welt wird vollkommen offen da liegen, Alles kommt ans Licht Gottes, nichts bleibt unbearbeitet und verborgen.
Zudem tritt erst im Endgericht der Mensch wieder in sein volles Menschsein ein, weil die im Tod vom Leib getrennt Seele wieder mit ihren Leib, der unzerstörbar, verwandelt und verklärt sei wird, wiedervereint wird.
[quote="Burkl"]
Zitat:


Zudem tritt erst im Endgericht der Mensch wieder in sein volles Menschsein ein, weil die im Tod vom Leib getrennt Seele wieder mit ihren Leib, der unzerstörbar, verwandelt und verklärt sei wird, wiedervereint wird.

Verstehe ich es richtig, dass du dir die Hölle als unendliche Körperstrafen vorstellst?
ziraki hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Zudem tritt erst im Endgericht der Mensch wieder in sein volles Menschsein ein, weil die im Tod vom Leib getrennt Seele wieder mit ihren Leib, der unzerstörbar, verwandelt und verklärt sei wird, wiedervereint wird.

Verstehe ich es richtig, dass du dir die Hölle als unendliche Körperstrafen vorstellst?

Die Höllenstrafe ist im Kern das ewige irreversible Getrenntsein von Gott. Und der Mensch ist nach katholischem Glauben auch nach dem Tod eine Einheit aus Leib und Seele. Seelisches Leiden ist daher auch leibliches und umgekehrt. Die Antwort auf deine Frage ist daher ein Ja.