Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche | Impressum

die Kirche als Leitungsebene hat sich 1933 bis 1945 auf die












Lieber Tanrikulu,

das Problem, auf das Du abzielst, sind nicht die Kirchen als Glaubensinstutionen, sondern die Menschen, die hier wirken. Und das gleiche Problem besteht auch beim "radikalen Islam" - es ist nicht der Glaube, nicht das Gebäude, es ist der Mensch, der sich über den Sinn seiner heiliogen Schrift nicht im Klaren ist, der aus Hochmut, Machtgier oder Geltungssucht die Worte des Offenbarers verfälscht, um für sich, oder seine Gruppe Kapital daraus zu schlagen.

Es ist richtig: die Kirche als Leitungsebene hat sich 1933 bis 1945 auf die Seite der Herrschenden geschlagen - aber es ist genauso richtig, das zahlreiche Geistliche aus beiden Konfessionen für ihr Eintreten für Nächstenliebe nach c hristlichem Vorbild selbst erschossen und in Konzentrationslagern vergast wurden. Wenn ich die Rolle von Papst Pius kritisch betrachte, dann darf ich dabei Menschen wie Pater Anselm oder Pfarrer Dietrich Bonhöfer nicht vergessen.!

Ähnlich wie im Norirlandkonflikt, ist im gegenwärtigen Klima von Angst und Misstrauen die Religion nur der Aufhänger für Politik. Es sind nicht die Christen, die die Muslime fürchten, es sind auch nicht die Muslime, die die Christen fürchten - es sind einzelne Fanatiker, die die Religion zu eigenen Machtzwecken missbrauchen. Und dies gilt für den Islam genauso wie für das Christentum; fundamentalistische "Basis"Christen entpuppen sich hier genauso als reissende Wölfe wie Selbstmordattentäter im Stile der Taliban
.
In dieser Situation ist Toleranz, sich gegenseitig achten und miteinander reden -so wie wir das hier im Forum machen- eine wirksame Waffe gegen einen Glaubenskrieg. Ich sehe als Baha`i keine "Christenhorden", die "gegen die Muslime" hetzen - ich sehe Einzelne, fehlsichtige Menschen, die die Botschaft Jesu als Machtinstrument missbrauchen. Ich sehe auch keine "Bedrohung des Westens durch den Islam" - ich sehe die Bedrohung durch Einzelne, die der Botschaft Muhammads genauso fehlsichtig entgegenstehen, wie ihre christlichen Einzeltäter im Westen. Und ich sehe die Bedrohung von Politikern, die die mühsam errzungenen Freiheitrechte im Westen durch eine Art "Terroristennotstand" beseitigen wollen. Und ich sehe Politiker des Orientes, denen es mit Hassparolen und Hasstiraden nur darum geht, Kontrolle über das eigene Volk und die eigenen Ölquellen auszuüben - Muhammad ist für die Politiker nur Mittel zum Zweck.

Das alles muss man bedenken, bevor man eine Hetzkampagne zwischen Christen und Muslimen heraufziehen sieht. Deine Bedenken verstehe ich als Angst vor den von Anderen angezettelten Auseinandersetzungen. Aber so, wie Du sie formulierst, wären, könnten sie "Wasser auf den Mühlen" der Terroristen sein.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


Ähnliche Themen
Muslimische Extremisten attackieren Kirche in Kairo
Johannische Kirche
Candygirl stellt sich vor
Eine Stadt stellt sich quer
Kirche von England entschuldigt sich bei Darwin.
Die Möglichkeit sich auszudrücken
Irak:13-Jährige mit Sprengstoffweste stellt sich Polizei
Ein Leben nach dem Tod lässt sich nicht beweisen
An alle die sich Musilme nennen!
Islam - Verfangen in sich selber?