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Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine Religion be






O ihr Menschenkinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine
Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine
Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den
Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der
Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden. Dies ist der gerade Pfad,
die feste, unverrückbare Grundlage. Was immer auf dieser Grundlage errichtet
ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt nie beeinträchtigen,
noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben.

Unsere Hoffnung ist, daß sich die religiösen Führer der Welt und ihre
Herrscher vereint für die Neugestaltung dieses Zeitalters und die
Wiederherstellung seiner Wohlfahrt erheben werden. Laßt sie, nachdem sie
über seine Nöte nachgedacht haben, zusammen beraten und nach sorgsamer,
reiflicher Überlegung einer kranken, schwer leidenden Welt das Heilmittel
darreichen, dessen sie bedarf. ...

Die an der Macht sind, haben die Pflicht, Mäßigung in allen Dingen zu üben.
Was die Grenzen der Mäßigung überschreitet, hört auf, wohltätigen Einfluß
auszuüben. Betrachtet zum Beispiel Gegenstände wie Freiheit, Zivilisation
und dergleichen. Wie wohlgefällig verständige Menschen sie auch immer
betrachten mögen, ins Übermaß gesteigert, werden sie verderblichen Einfluß
auf die Menschen haben. ...

So Gott will, werden die Völker der Welt als Ergebnis der hohen Bestrebungen
ihrer Herrscher sowie der Weisen und Gelehrten unter den Menschen dahin
geführt werden, ihr wahres Wohl zu erkennen. Wie lange wird die Menschheit
in ihrem Eigensinn verharren? Wie lange wird das Unrecht fortbestehen? wie
lange sollen Chaos und Verwirrung unter den Menschen herrschen? Wie lange
wird Zwietracht das Antlitz der Gesellschaft zerwühlen? Ach, die Winde der
Verzweiflung wehen aus jeder Richtung, und der Hader, der das
Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen
drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal
die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. Ich flehe zu Gott,
gepriesen sei Seine Herrlichkeit, Er möge die Völker der Erde gnädig
erwecken, möge ihnen gewähren, daß das Ergebnis ihres Verhaltens
nutzbringend für sie sei, und ihnen helfen, das zu vollbringen, was ihrer
Stufe würdig ist.
Baha'u'llah, Ährenlese - Eine Auswahl aus den Schriften Baha'u'llahs
_________________
"Worte der Liebe"
www.wortederliebe.org
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