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Ihr lieben, liebe Gaby!
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O Sohn der Weltlichkeit!
Schön sind die Gefilde wahren Seins, o daß du zu ihnen gelangtest!
Herrlich ist das Reich der Ewigkeit, o daß du dich über diese sterbliche Welt erhöbest!
Süß ist die heilige Verzückung, wenn du vom mystischen Kelch aus den Händen des himmlischen Jünglings trinkst.
So du diese Stufe erreichst, bist du erlöst von Vernichtung und Tod, von Mühsal und Sünde. (Baha'u'llah, Die Verborgenen Worte) |
Sind wir denn Gefangene der sterblichen Welt?
Die Existenz der sterblichen Welt ist in sich selbst ein schlüssiger Beweis für die Existenz der Unsterblichkeit. Wichtig dabei ist: "Unsterblichkeit" ist kein Synonom für "unendlich langes <<weiter-so-dahin>> leben". Unsterblichkeit ist keine Frage von Quantität, sondern vor allem, von Qualität.
Unsterblich ist die Tat, im Lichte der reinen Tugend begangen, aus ihrer eigenen Inspiration heraus.
Noch zu Lebzeiten Abdu'l-Bahá's schnitt sich eine Frau aus Manchester ihre langen, wunderschönen Haare ab, und spendete den Erlös aus dem Verkauf ihrer Haarpracht für den Bau des Muttertempels auf dem amerikanischen Kontinent. Diese Tat ist durch nichts zu übertreffen, wenn man bedenkt, wie essentiell zur damaligen Zeit für die Frau die lange Haarpracht war. Abdu'l-Bahá schrieb ihr, lobte sie in mehreren Sendschreiben, und bescheinigte ihr, mehr gegeben zu haben als das Leben selbst.
Rein äußerlich tat die Frau etwas, wofür sie wohl nirgendwo Verständnis bekam. Aber, sie erlangte das ewige Leben. Durch einen der Namen Gottes, aus Liebe, in reiner Form gelebt. Sie hatte sich in unvorstellbar schöner Weise über die irdische, die sterbliche Welt gestellt und wurde unsterblich, gelangte in die Gefilde des "wahren Seins".
"Mein Auge ist dein Auge", sagt Bahá'u'lláh, und ermahnt uns: "sieh damit".
Es ist das Auge Gottes, was Schuld und Sünde zuweist. Wenn Er Sünde sieht, ist alles Sünde, auch dann, wenn es rein äußerlich, noch so gut erscheint. Wenn Er Gutes sieht, ist alles gut, auch dann, wenn es rein äußerlich, noch so sündhaft wirkt.
Es gilt also, den Weg zu gehen und standhaft zu sein. Und zwar den inneren Weg des Herzens. Den Kelch der Freude nehmen und an die Lippen setzen. Den Kelch der Freude, über die Unsterblichkeit.
Er alleine bestimmt, was Schuld und was Sünde ist, und ob überhaupt und wann wir lange genut gesühnt haben, und Er alleine kann uns vergeben.
So sind die Gefilde des wahren Seins eben jene Gefilde, in denen wir wesensmäßig leben. Wir leben aus der Wesensmäßigen Beziehung der Wirklichkeiten der Dinge heraus. Wir wiegen, auf Seiner Waage, und handeln, nach deren Gewicht. Im Lichte des uns gegebenen Wesens.
Wir gelangen dorthin nur und ganz ausschließlich durch Liebe:
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| Wenn sich ein Mensch an diesem Tage erhebt und in völliger Loslösung von allem, was in den Himmeln und auf Erden ist, Ihm, dem Tagesanbruch der heiligen Offenbarung Gottes, seine Liebe zuwendet, wird er wahrlich befähigt, durch die Kraft eines der Namen des Herrn, seines Gottes, alle erschaffenen Dinge zu unterwerfen. Wisse und sei gewiß, daß die Sonne der Wahrheit an diesem Tage einen Glanz über die Welt verbreitet hat, wie ihn vergangene Zeiten niemals sahen. O Menschen, laßt das Licht seiner Herrlichkeit auf euch scheinen und gehört nicht zu den Nachlässigen! (Baha'u'llah, Aehrenlese) |
Und in seinem Blick, wird alles gut.
Wenn wir, wie Pichou schreibt, Menschenhasser waren und Menschenfreund werden durch Ihn, dann war die Menschenhasserzeit eine liebevoll geführte Vorbereitungszeit des wahren Erziehers auf die Menschenfreundezeit. Zum Beispiel.
Also haben Taten, die im Bewußtsein der Gegenwart Gottes, die auf den Gefilden des wahren Seins geübt sind, keine Schuldgefühle zur Folge, und wenn dazu Ansätze da sind, werden sie von Ihm Selbst korrigiert.
Taten, die nicht in diesem Bewußtsein begangen (und es bezieht sich alles immer nur auf das Herz, auf die Tat im Herzen !), haben jederzeit, Schuldgefühle zur Folge, und es gibt immer eine Betrachtungsweise, die das gute schlecht und das schlechte gut macht.
Von daher ist der einzig mögliche Weg das Leben im Lichte dieses Antlitzes, im direkten unmittelbaren Licht von Bahá'u'lláh, der schwarzäugigen Jungfrau, der Ma'at, denn dieses Licht ist das unsterbliche Licht, das Licht des Tages, auf den keine Nacht folgt.
Wir werden der göttlichen Führung gewahr; wir sehen daß was wir sagen geprüft wird, und daß wir die Prüfung bestehen. Unsere Füße gehen auf der Erde, unsere Herzen sind bei Gott im Himmel.
Die Antwort ist das Streben danach, was sollten wir sonst tun? Vor allem in dieser Zeit in der wir leben!
Alles Liebe von Yojo
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