Hast Du Angst vor dem Tod?



Hast Du Angst vor dem Tod?
Ja, sehr!
31%
 31%  [ 27 ]
Nein, vor dem Tod nicht, aber vor dem "Sterben"!
30%
 30%  [ 26 ]
Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod.
38%
 38%  [ 33 ]
Stimmen insgesamt : 86

Mich würde das sehr interessieren!
_________________
"Du magst denjenigen vergessen, mit dem Du gelacht hast, aber nie denjenigen, mit dem Du geweint hast." (Khalil Gibran)
"Der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes." (Homer)
Hallo Andrea, meine liebe Pilotin,

das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Was das Leben nach dem Tod anbelangt, da weiß ich, daß es das gibt. Das alleine ist aber nicht ein Grund zur Beruhigung.

Wenn ich darüber nachdenke, dann fühle ich mich sehr behütet in Bahá'u'lláh's Hand, und ich zittere regelrecht vor Vorfreude wenn ich dann länger darüber nachdenke. Es ist, als spüre ich die Freude des wirklichen Beisammenseins.

Wenn ich aber gerade etwas tue, wo ich mir einmal nicht der Nähe von Bahá'u'lláh bewußt bin, und ich würde in demselben Moment darauf angesprochen, würde ich erschrecken wie jemand, der befürchtet, eine wichtige Frist versäumt zu haben.

Bei mir ist es so, daß ich, als ich knapp über 20 war, in den Zustand der dunklen Nacht der Seele fiel. 18 Jahre später erst holte Bahá'u'lláh mich dort raus. Die Zeichen Seiner Liebe sind sehr groß und immer gegenwärtig, aber irgendwo in den Knochen stecken die 18 Jahre noch drin.

Denke ich also bewußt daran, dann kommt eher riesige Freude auf.

Wenn ich daran denke spricht mein Herz auch automatisch ein Gebet, daß Bahá'u'lláh mir im letzten Moment beisteht, denn Er hat gesagt, daß es oft vorkommt, daß ein armer Sünder im letzten Moment doch noch in den Himmel kommt.

Aber (inspiriert Bahi), mit dir als Pilotin fühl ich mich auch über den Tod hinaus sicher. Du machst das schon.
Ich kreuze "nein" an. Keine Angst.

Alles Liebe von Yojo
_________________
"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod.
Im Gegenteil.

Ich lasse nebenbei hier einen ganz anderen
Gedankengang zu:

Befände ich mich im Mutterleib mit meinem
Wissen aus diesem jetzigen diesseitigen Leben,
mit allen positiven und (leider überwiegend)
negativen Erfahrungen, dann hätte ich
zugegebenermaßen mehr Angst vor dem Leben.

Den Tod betrachte ich als einen Übergang von dieser
zu einer schöneren, friedvolleren Welt. Warum sollte
ich vor dem, was mir - daran glaube ich - Ruhe, Frieden,
Geborgenheit u.v.m. bringt - fürchten?

Sicher: ich weiß, dass ich in diesem Leben viele Fehler
begangen habe und glaube, dass ich dafür zur Rechenschaft
gezogen werde. Aber dazu stehe ich. Und ich glaube, dass ich
"dort" Gelegenheit erhalten werde, diese Fehler zu bereinigen.
Diesbezüglich bin ich nicht unvorbereitet, was m.E. kein
unwichtiger Aspekt sein dürfte.
Ich glaube, es ist durchaus natürlich, vor dem Tod Angst zu haben. Schließlich haben wir einen Lebenserhaltungstrieb, der dazu führt, dass wir ganz instinktiv den Tod meiden und ihn auch fürchten. Wir können zwar durch religiöse Vorstellungen diese Angst (oder Furcht?) mindern oder kanalisieren, aber sie ist immer noch irgendwie da. Und ich denke, das wird schon seinen Grund haben, dass wir instinktiv den Tod meiden, schließlich sollen wir zuerst mal unser Leben leben.

Das Gleichnis mit dem Kind im Mutterleib, das die Geburt auch als schrecklich wahrnehmen könnte, finde ich ganz schön. Tatsächlich ist es ja so, dass Kinder während und nach der Geburt schreien, Stresshormone ausschütten und die Geburt nicht als angenehm empfinden. Das spielt sich aber noch auf der instinktiven Ebene ab. Während das Kind im Mutterleib ist, weiß es nicht rational, dass es geboren werden wird. Wir hingegen wissen (im Sinn von rational erkennen), dass wir sterben werden. So können wir auch erst zu diesem Gleichnis kommen, aber es bleibt eben ein Gleichnis. Wir fürchten instinktiv den Tod, wie das Kind instinktiv die Geburt fürchtet, aber wir können über den Tod zusätzlich noch rational nachdenken, das Kind über die Geburt nicht.

Damit will ich eigentlich nur sagen, dass es normal ist, vor dem Tod Angst zu haben (habe ich auch), schließlich ist es die größte Veränderung unseres Lebens . Wer wirklich keine Angst vor Tod und Sterben hat, den finde ich bewundernswert, aber ich glaube, dass bei den meisten Menschen eine gewisse Angst vor dem "Unbekannten" bleibt.
Ja, ich denke auch daß das Sterben meist nicht 'schön' ist, daß man sich (natürlich)
davor fürchtet - man merkt es in jeder lebensbedrohenden Situation, ja selbst dann,
wenn der Tod gewünscht ist - Angst vor dem Tod, also dem Nicht-mehr-leben - nein,
eigentlich nicht, aber umso mehr Neugier...

() Wu
Hi there,
ich kann Wu nur zustimmen.
Es liegt in der Natur des Menschen, vor dem Unbekannten Angst zu haben, bis man es näher kennenlernt und da der "Tod" der uns unbekannteste Teil des Lebens ist, ist diese Angst normal.
Auch ich bin sehr neugierig auf "Danach" - kann meine Neugier allerdings noch eine Zeitlang zügeln .
Hi!

Es hat eine Zeit in meinem Leben gegeben, in der ich von diesem Gedanken eines Tages zu sterben gerade zu entsetzt wurde. Wie soll ich das beschreiben. Es ist ein Moment in dem mir absolut bewußt wird, dass es unausweichlich kommen wird. Der Verstand sagt uns dass es eines Tages passieren wird. Aber das war anders, da spielt die Zeit keine Rolle, es hat so an den Nerven gezerrt, als ob es jetzt so weit wäre.

Kennt das hier auch jemand? Ich habe 2 Menschen getroffen die ähnliches erlebt haben.

Zum Glück konnte ich das im Laufe der Zeit wieder in den Griff kriegen aber hin und wieder erwischt es mich trotzdem noch.
hafgan hat folgendes geschrieben:
Hi!

Es hat eine Zeit in meinem Leben gegeben, in der ich von diesem Gedanken eines Tages zu sterben gerade zu entsetzt wurde. Wie soll ich das beschreiben. Es ist ein Moment in dem mir absolut bewußt wird, dass es unausweichlich kommen wird. Der Verstand sagt uns dass es eines Tages passieren wird. Aber das war anders, da spielt die Zeit keine Rolle, es hat so an den Nerven gezerrt, als ob es jetzt so weit wäre.

Kennt das hier auch jemand? Ich habe 2 Menschen getroffen die ähnliches erlebt haben.

Zum Glück konnte ich das im Laufe der Zeit wieder in den Griff kriegen aber hin und wieder erwischt es mich trotzdem noch.


Ja, das kenne ich absolut! Genau so, wie du es beschreibst! Du bist der erste, der mir begegnet ist, der das auch erlebt hat. Ich habe schon mit einigen Leuten darüber geredet bzw. zu reden versucht, aber niemand konnte es nachvollziehen (und das waren teilweise sogar Leute, die gar nicht an ein Jenseits, in welcher Form auch immer, glaubten).

Jetzt weiß ich endlich, dass nicht nur ich diese Art von "Todesangst" hatte. Es ist genau so, wie du schreibst: Man fühlt sich in diesem Leben "gefangen" und weiß, dass es unweigerlich zum Tod führen wird, und dass Zeit eigentlich keine Rolle spielt, denn irgendwann ist es nun mal so weit. Die eigentliche Angst ist dann die Angst vor der Nichtexistenz, nicht vor dem Sterben (mittlerweile bin ich aber zum Schluss gekommen, dass es eine Art "Existenz" nach dem Tod geben muss, und dass ich auch vor meiner Geburt schon quasi latent existiert habe - aber das ist ein anderes Thema).

Mich hat diese Angst oft eine Woche lang oder länger gefesselt, dann ging es wieder, nach einem Jahr oder so kam es wieder. Nun hatte ich schon sehr lange keine solche Phase mehr. Ich hoffe, dass es auch so bleibt. Mittlerweile merke ich auch, wenn diese Angst "im Anflug" ist. Meist fing es an, wenn ich abends im Bett lag und noch etwas nachdachte vor dem Einschlafen... dann kamen mir diese Gedanken, und es war wie ein tiefes Loch. Ich hatte aber schon einige Jahre vor meiner letzten "Phase" gelernt, diese Gedanken meistens zu unterdrücken bzw. nicht aufkommen zu lassen.

Seit einiger Zeit sind diese Gedanken aber gar nicht mehr aufgekommen. Ich schreibe das meiner Beschäftigung mit Spiritualität bzw. Religion zu. Besonders das Buch vom Dao (Daodejing) von Laotse und die Werke von Tschuang-Tse haben mir dabei sehr geholfen. Mit Buddhismus habe ich mich danach auch noch beschäftigt, derzeit lese ich über die Baha'i und Baha'u'llah. Und ich komme immer mehr zur Auffassung, dass die ganze Welt von einem göttlichen Prinzip durchzogen ist...

Eine Frage würde mich noch interessieren: Wann hattest du denn das erste Mal diese Art von "Nichtexistenzangst"? Bei mir fing das schon mit 5 Jahren an (mir war schon im Alter von knapp 3 Jahren bewusst, dass ich mal sterben muss - meine Eltern haben mich nie geschont, was Konfrontation mit der Realität angeht).
ich hatte immer angst lebendig begraben zu werden oder in diesen kühlboxen in den leichenhallen zu liegen wo man eingesperrt ist.
wär es nicht schlimm wenn man da noch leben würde und n i c h t s machen könnte? das ist beängstigend für mich.
vor dem tot selbst fürchte ich mich nicht:

wenn es eine existenz gibt dann geht weiter und wenn nicht auch nicht
solange keine schmerzen da sind ist mir alles recht ´´´ ´´´
ich habe nicht direkt angst ich weiss nur nicht was danach passieren wird nur noch schwarz ??? leere??