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Hast Du Angst vor dem Tod?













Hast Du Angst vor dem Tod?
Ja, sehr!
28%
 28%  [ 23 ]
Nein, vor dem Tod nicht, aber vor dem "Sterben"!
31%
 31%  [ 26 ]
Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod.
40%
 40%  [ 33 ]
Stimmen insgesamt : 82

Mich würde das sehr interessieren!
Hallo Andrea, meine liebe Pilotin,

das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Was das Leben nach dem Tod anbelangt, da weiß ich, daß es das gibt. Das alleine ist aber nicht ein Grund zur Beruhigung.

Wenn ich darüber nachdenke, dann fühle ich mich sehr behütet in Bahá'u'lláh's Hand, und ich zittere regelrecht vor Vorfreude wenn ich dann länger darüber nachdenke. Es ist, als spüre ich die Freude des wirklichen Beisammenseins.

Wenn ich aber gerade etwas tue, wo ich mir einmal nicht der Nähe von Bahá'u'lláh bewußt bin, und ich würde in demselben Moment darauf angesprochen, würde ich erschrecken wie jemand, der befürchtet, eine wichtige Frist versäumt zu haben.

Bei mir ist es so, daß ich, als ich knapp über 20 war, in den Zustand der dunklen Nacht der Seele fiel. 18 Jahre später erst holte Bahá'u'lláh mich dort raus. Die Zeichen Seiner Liebe sind sehr groß und immer gegenwärtig, aber irgendwo in den Knochen stecken die 18 Jahre noch drin.

Denke ich also bewußt daran, dann kommt eher riesige Freude auf.

Wenn ich daran denke spricht mein Herz auch automatisch ein Gebet, daß Bahá'u'lláh mir im letzten Moment beisteht, denn Er hat gesagt, daß es oft vorkommt, daß ein armer Sünder im letzten Moment doch noch in den Himmel kommt.

Aber (inspiriert Bahi), mit dir als Pilotin fühl ich mich auch über den Tod hinaus sicher. Du machst das schon.
Ich kreuze "nein" an. Keine Angst.

Alles Liebe von Yojo
Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod.
Im Gegenteil.

Ich lasse nebenbei hier einen ganz anderen
Gedankengang zu:

Befände ich mich im Mutterleib mit meinem
Wissen aus diesem jetzigen diesseitigen Leben,
mit allen positiven und (leider überwiegend)
negativen Erfahrungen, dann hätte ich
zugegebenermaßen mehr Angst vor dem Leben.

Den Tod betrachte ich als einen Übergang von dieser
zu einer schöneren, friedvolleren Welt. Warum sollte
ich vor dem, was mir - daran glaube ich - Ruhe, Frieden,
Geborgenheit u.v.m. bringt - fürchten?

Sicher: ich weiß, dass ich in diesem Leben viele Fehler
begangen habe und glaube, dass ich dafür zur Rechenschaft
gezogen werde. Aber dazu stehe ich. Und ich glaube, dass ich
"dort" Gelegenheit erhalten werde, diese Fehler zu bereinigen.
Diesbezüglich bin ich nicht unvorbereitet, was m.E. kein
unwichtiger Aspekt sein dürfte.
Ich glaube, es ist durchaus natürlich, vor dem Tod Angst zu haben. Schließlich haben wir einen Lebenserhaltungstrieb, der dazu führt, dass wir ganz instinktiv den Tod meiden und ihn auch fürchten. Wir können zwar durch religiöse Vorstellungen diese Angst (oder Furcht?) mindern oder kanalisieren, aber sie ist immer noch irgendwie da. Und ich denke, das wird schon seinen Grund haben, dass wir instinktiv den Tod meiden, schließlich sollen wir zuerst mal unser Leben leben.

Das Gleichnis mit dem Kind im Mutterleib, das die Geburt auch als schrecklich wahrnehmen könnte, finde ich ganz schön. Tatsächlich ist es ja so, dass Kinder während und nach der Geburt schreien, Stresshormone ausschütten und die Geburt nicht als angenehm empfinden. Das spielt sich aber noch auf der instinktiven Ebene ab. Während das Kind im Mutterleib ist, weiß es nicht rational, dass es geboren werden wird. Wir hingegen wissen (im Sinn von rational erkennen), dass wir sterben werden. So können wir auch erst zu diesem Gleichnis kommen, aber es bleibt eben ein Gleichnis. Wir fürchten instinktiv den Tod, wie das Kind instinktiv die Geburt fürchtet, aber wir können über den Tod zusätzlich noch rational nachdenken, das Kind über die Geburt nicht.

Damit will ich eigentlich nur sagen, dass es normal ist, vor dem Tod Angst zu haben (habe ich auch), schließlich ist es die größte Veränderung unseres Lebens . Wer wirklich keine Angst vor Tod und Sterben hat, den finde ich bewundernswert, aber ich glaube, dass bei den meisten Menschen eine gewisse Angst vor dem "Unbekannten" bleibt.
Ja, ich denke auch daß das Sterben meist nicht 'schön' ist, daß man sich (natürlich)
davor fürchtet - man merkt es in jeder lebensbedrohenden Situation, ja selbst dann,
wenn der Tod gewünscht ist - Angst vor dem Tod, also dem Nicht-mehr-leben - nein,
eigentlich nicht, aber umso mehr Neugier...

() Wu
Forum -> Psychologie und Psyche


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