|
|
|
20. Oktober: Feier zur Geburt des Bab
Am 20. Oktober begeht die weltweite Baha'i-Gemeinde die Feier zur Geburt des Bab, einer Zentralgestalt ihres Glaubens.
Der Bab, dessen Name "das Tor" bedeutet, bereitete den Weg für Baha'u'llah, den Stifter der Baha'i-Religion. 1819 in Schiras in Südpersien (Iran) geboren, setzte der Bab Mitte des 19. Jahrhunderts eine religiöse Bewegung in Gang, die Menschen aller Gesellschaftsschichten mit Hoffnung erfüllte. So befand sich die Dichterin und Gelehrte Tahirih unter seinen ersten Anhängern. Sie legte als Signal für die Zeitenwende den Schleier ab und wurde auch in Europa als Vorkämpferin für die Rechte der Frau bekannt.
Die Lehren des Bab riefen nach sozialer und geistiger Erneuerung und forderten eine Neugestaltung des sittlichen und spirituellen Lebens. Doch sein Anspruch zog die grimmige Feindschaft der muslimischen Geistlichkeit auf sich. Im ganzen Land wurden Zigtausende seiner Anhänger Opfer von entsetzlichen Massakern. Der Bab selbst wurde gefangen genommen und 1850 öffentlich hingerichtet.
Die sterblichen Überreste des Bab wurden viele Jahre später auf dem Berg Karmel in Haifa im Heiligen Land (heute Israel) bestattet. Dorthin hatte der 40-jährige Leidens- und Verbannungsweg Baha'u'llahs, des Stifters der Baha'i-Religion, geführt. Das Grabmal des Bab, eine der Heiligsten Stätten der Baha'i, ist heute weltbekannt. Wie ein Juwel ist es von herrlichen Terrassengärten eingefasst, die sich bis zum Fuße des Berges Karmel erstrecken.
Am 20.Oktober gedenken weltweit Baha'i aus über 2100 Völkern und ethnischen Gruppen, in rund 230 Ländern und Territorialgebieten, und in mehr als 116.000 Orten des Lebens und des Wirkens des Bab und dieser Tag gehört zu den neun Baha'i Feiertagen im Jahr, über die Abdu'l Baha schrieb:
"In jedem Zyklus und mit jeder Offenbarung gibt es in den geheiligten Gesetzen Gottes gesegnete Feste, Feiertage und arbeitsfreie Tage. An solchen Tagen sollten alle Arten von Beschäftigung, Handel, Industrie, Landbau und dergleichen unterlassen werden."
"Weil es gesegnete Tage sind, sollten sie nicht vernachlässigt oder ihrer Wirkung beraubt werden, indem man sie zu Tagen macht, an denen man sich nur dem Vergnügen hingibt. Während solcher Tage sollten Einrichtungen geschaffen werden, die von dauerndem Segen und Wert für die Menschen sind ..."
Siehe auch: Baha'i Kalender
|
|
|