mekkanischer oder frühmedinensischer Zeit stammen


Lieber Thomas,

dieses Zitat kenne ich nicht, es muss wohl aus mekkanischer oder frühmedinensischer Zeit stammen - später war er deutlich reservierter Juden und Christen gegenüber - vgl. Sure 5,51:
Zitat:
O ihr Gläubigen! Nehmt Juden und Christen nicht als Vertraute, denn sie sind miteinander verbündet und sind euch gegenüber feindlich eingestellt! Wer sie zu Vertrauten nimmt, stellt sich in ihre Reihe. Gott leitet die Ungerechten, die Seine Gebote und Verbote nicht einhalten, nicht zum rechten Weg.

Das war möglicherweise nicht ganz unberechtigt, lässt sich aber mit dem anderen schwer auf einen Nenner bringen. Und selbst diese 'Duldsamkeit' bezog sich ausschließlich auf 'Schriftbesitzer' - wie die Liebe und Friedlichkeit 'Götzendienern' gegenüber aussah, darüber sagt allerdings ein Blick in die Geschichte einiges aus - z.B. in die indische...

@ Deas: Dass man auch das Christentum und Judentum als nicht-friedliche Religionen bezeichnen könnte, ist kein Argument für die Friedlichkeit des Islam, sondern für das Gegenteil. Natürlich stimmt es - um ein naheliegendes Beispiel zu strapazieren: wenn der Bab und Baha'U'llah nicht im Islam des 19., sondern des 9. Jh. aufgetreten wären, oder im Christentum des 5. oder 15., oder auch im alttestamentlichen Israel, dann wäre der Widerstand gegen ihre Botschaft wohl kaum viel anders ausgefallen...