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Bahá'u'lláh erwähnt AL-Chadir (Khidr) auch












Liebe Zahra,

Bahá'u'lláh erwähnt Al-Chadir (wird hier Khidr geschrieben), indem Er Jalálu'd-Din-Rúmí zitiert:

Zitat:
»Wenn Khidr¹ das Schiff auf dem Meer dem Untergang preisgab, so lag tausendfach Recht in diesem Unrecht«.²

(Baha'u'llah, Die sieben Täler, Vier Täler)


Dies muß als eine ganz außerordentliche Ehre gesehen werden, den Bahá'u'lláh zitiert fast nie die Worte von "anderen". Dazu Er selbst:

Zitat:
Viel haben die Weisen und Gelehrten vor Mir darüber geschrieben, was Ich hier nicht erwähne, denn Ich möchte nicht weiter auf früher Geschriebenes eingehen, da über die Worte anderer zu reden ein Zeichen erworbenen Wissens und nicht der Göttlichen Gabe wäre. Selbst das, was hier gesagt ist, fand nur entsprechend dem menschlichen Brauch und der Weise der Freunde Erwähnung. Solche Erklärungen überschreiten auch die diesem Schreiben gezogenen Grenzen. Nicht aus Stolz unterlasse Ich, von ihren Worten zu sprechen, sondern um Weisheit zu bekunden und Gunst zu erweisen.

(Baha'u'llah, Die sieben Täler, Vier Täler)



Bahá'u'lláh erwähnt AL-Chadir (Khidr) auch in Seinem Buch "Brief an den Sohn des Wolfes, im Zusammenhang mit Überlieferungen, die sich, wie hier, auf die Stadt Akka beziehen, wo Bahá'u'lláh eingekerkert war:

Zitat:
In diesem Zusammenhang wurde es für nötig erachtet, Überlieferungen zu erwähnen, die über die gesegnete und geehrte Stadt Akká aufgezeichnet sind, auf daß du, o Hádí, eine Straße zur Wahrheit und einen Pfad zu Gott suchen mögest.

Und Er selbst - der Segen Gottes und Sein Gruß seien mit Ihm - sagte: »Ich künde euch von einer weißen Stadt am Ufer des Meeres, deren Weiße Gott - gepriesen sei Er - wohlgefällt, sie heißt Akká. Wer von einem ihrer Flöhe gebissen wird, wird von Gott mehr geschätzt als einer, der auf dem Pfad Gottes einen schweren Schlag erleidet. Und wer darin den Ruf zum Gebet erhebt, dessen Stimme wird bis ins Paradies emporgetragen. Und wer darin sieben Tage verweilt im Angesicht des Feindes, den wird Gott mit Khidr - Friede sei mit Ihm - zusammenbringen und wird ihn am Tage der Auferstehung vor dem größten Schrecken bewahren.« Und weiter sagte Er - mögen der Segen Gottes, gepriesen sei Er, und sein Gruß mit Ihm sein -: »Es gibt Könige und Fürsten im Paradiese. Die Armen von Akká sind die Könige des Paradieses und seine Fürsten. Ein Monat in Akká ist besser als tausend Jahre anderswo.«

(Baha'u'llah, Brief an den Sohn des Wolfes)


Wenn wir nun Quran18:66-67 betrachten:
Zitat:
Musa sprach zu ihm: "Darf ich dir folgen, auf dass du mich lehrst von dem, was du gelehrt worden bist an Rechtwandel?"
Dieser erwiderte: "Du wirst bei mir nicht geduldig ausharren können. Und wie solltest du geduldig ausharren bei dem, dessen Verständnis du nicht erfassest?"

Dann können wir nicht umhin, den Geist der Führung Gottes selbst in Al-Chadir zu erkennen, eben jener erhabener Geist, der die Propheten Gottes selber führt. Musa ist nämlich Moses, der Gesandte Gottes, Gottesoffenbarer, der selber Schwierigkeiten hatte, die Weisheit von Al-Chadir zu verstehen, wie es der Quran unmißverständlich mitteilt.

Da nun Al-Chadir der Geist ist, dem Moses folgt, kommt mir an dieser Stelle folgende Textstelle von Bahá'u'lláh in den Sinn, liebe Zahra, sieh selbst:

Zitat:
Und die Erkenntnis des Königs urewiger Tage kann nur erlangt werden durch die Anerkennung Dessen, Der Träger des Größten Namens ist. Er ist wahrlich der Sprecher vom Sinai, heute hoch auf dem Thron der Offenbarung sitzend. Er ist das verborgene Geheimnis, das Verwahrte Sinnbild. Alle frühen und neueren Bücher Gottes sind mit Seinem Lobpreis geschmückt und verherrlichen Seinen Ruhm. Durch Ihn ist das Banner der Erkenntnis in der Welt aufgepflanzt und die Fahne der Einheit Gottes inmitten aller Völker entfaltet. Die Göttliche Gegenwart kann nur erlangen, wer Seine Gegenwart erreicht. Seine Macht enthüllt nunmehr alles, was seit unvordenklichen Zeiten verschleiert und verborgen war. Er ist offenbar in der Macht der Wahrheit und hat ein Wort gesprochen, durch das alle in den Himmeln und auf Erden vom Donner gerührt sind, ausgenommen die, welche der Allmächtige zu verschonen beliebte. Der wahre Glaube an Gott und Seine Anerkennung sind unvollständig ohne Annahme dessen, was Er offenbart, und ohne Befolgung dessen, was Er verordnet und was die Feder der Herrlichkeit im Buche niedergelegt hat.

(Baha'u'llah, Botschaften aus Akka)


mein bescheidenes Fazit:

Der Sprecher vom Sinai ist ohne Zweifel der Geist, dem Moses gefolgt ist, also Al-Chadir wie im Koran erwähnt. und die Einheit der Menschheit die Offenbarung, nach der alle Boten gedürstet haben. Da die Tradition, die Bahá'u'lláh in Seinem Werk "Brief an den Sohn des Wolfes", siehe oben, dem Besucher von Akka verspricht, mit Al-Chadir zusammengebracht zu werden, sehe ich im Sprecher vom Sinai, Al-Chadir und Bahá'u'lláh ein und denselben Geist.


faszinierdendes Thema,


Alles Liebe von
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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