Salat - Gebet im Islam


Salat - Gebet im Islam
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Der arabische Begriff salat (persisch namaz) bezeichnet das zu verrichtende Glaubensgebet der Muslime, das fünfmal am Tag in Richtung Mekka (Standort der Kaaba) verübt werden soll. Vor dem Gebet muss die rituelle Waschung (Abdest) durchgeführt werden.

Der Muezzin ruft mittels Adhan (Gebetsruf) zum täglichen Gebet. Die fünf Gebete sind folgende:

Fajr (Morgengebet)
Dhuhr (Mittagsgebet)
Asr (Nachmittagsgebet)
Maghrib (Abendgebet)
Isha'a (Nachtgebet)
Die Gebetszeiten sind folgende:

zwischen Morgendämmerung und Sonnenaufgang
nachdem die Sonne den Zenit überschritten hat bis der Schatten eines Menschen die Länge seiner Körpergröße erreicht hat
ab Ende des Mittaggebets bis 40 Minuten vor Sonnenuntergang
ab dem Sonnenuntergang bis ca. eine Stunde und 20 Minuten danach
ab Ende des Abendgebets bis kurz vor der Morgendämmerung
Genau zu Sonnenaufgang, Zenit und Sonnenuntergang darf nicht gebetet werden. Dies hat den Grund, das islamische Gebet von einer heidnischen Sonnenverehrung abzugrenzen.

Die verschiedenen Tagesgebete folgen dabei jeweils dem gleichen Ablauf an Körperhaltungen und Anrufungen, allerdings werden diese je nach Tageszeit unterschiedlich oft wiederholt.

Eine Voraussetzung, das Gebet korrekt verrichten zu können, ist der Zustand der rituellen Reinheit. Hierfür vollzieht man eine rituelle Waschung, den sogenannten Abdest. Außerdem soll man sich an einem sauberen Ort befinden, wofür der Gebetsteppich gebraucht wird, der sonst für nichts anderes hergenommen wird. Hat man keinen Gebetsteppich zur Hand, kann man als Ersatz ein sauberes Kleidungsstück (z.B. Jacke) oder eine Zeitung nehmen.

Das islamische Gebet kann nicht so ohne weiteres mit dem christlichen Gebet verglichen werden. Durch den rituellen Charakter ist es eher ein Gottesdienst, darüber hinaus existiert im Islam auch eine persönliche Form des Gebets (arabisch Du'a), das wie das christliche ein Bittgebet oder Dankgebet ist und in freier Form gesprochen wird. Dieses Du'a kann am Ende eines rituellen Gebets und auch zu jeder Tages- und Nachtzeit gesprochen werden.

Historisch gesen ist es möglich, daß die Körperhaltungen des islamischen Gebets in großen Teilen aus dem liturgischen Gebet der christlichen Ostkirchen hervorgeht; siehe z.B. Metanie. Jedoch gibt es auch Unterschiede, das islamische Gebet enthält z.B. natürlich keine Bekreuzigungen. Auch aus islamischer Sicht wird dies durchaus für möglich gehalten, denn es heißt, daß dem Propheten Muhammad vom Erzengel Gabriel die Form des Gebets gezeigt wurde, wie sie schon immer von den Gläubigen in der Welt praktiziert wurde.

Von der äußerlichen Sicht gleichen die einzelnen Bewegungen im Gebet den arabischen Buchstaben alif (Stehen), dal (Verbeugung) und mim (Niederwerfung). Aneinandergereiht ergeben diese den arabischen Namen des ersten Propheten Adam.



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