Islam: Die fünf Grundsäulen


Die fünf Säulen des Islam

Die Grundsätze des Islam, die fünf Säulen, die zu erfüllen jeder Muslim verpflichtet ist, sind:

Das Glaubensbekenntnis Schahada: «Ich bekenne, dass es keinen Gott außer Gott gibt und Muhamad ist der Gesandte Gottes» hinzu. Wer sich einmal zum Islam bekannt hat, ist nach islamischem Recht bis zum Tode Muslim, weshalb in islamischen Ländern auf die Durchsetzung dieses Rechtsgrundsatzes geachtet wird und "Abtrünnige" oft verfolgt werden.

Das Gebet Salat ist eine Pflicht. Zu festgelegten Zeiten – zu denen der Muezzin ruft – werden Gebete gesprochen: In der Morgendämmerung, mittags, nachmittags, abends und bei Einbruch der Nacht. Zuvor erfolgt unter fließendem Wasser, zur Not mit Sand, die rituelle Reinigung. Das Zusammenlegen oder Nachholen von Gebeten ist unter bestimmten Bedingungen gestattet, z.B. auf Reisen. Am Freitag sollte das Mittagsgebet (Freitagsgebet) in der (Haupt)-Moschee stattfinden, dann wird auch gepredigt. Viele Muslime beten aber auch sonst wenn möglich in der Moschee.

Die Almosensteuer Zakat. Die Erträge werden für Bedürftige und Kranke verwendet oder zum Aufbau religiöser Schulen. Die Höhe ist nicht einheitlich und variiert zwischen 2,5-10%, wobei auch die Besteuerungsgrundlage (Einkommen oder Gesamtvermögen) nicht einheitlich geregelt ist. Die Zakat stellt eine der drei nach islamischem Recht erlaubten Steuerformen dar; die anderen beiden sind die Grundsteuer (Charadsch) und die Kopfsteuer (Djizya), die von Nichtmuslimen in islamischen Gesellschaften als Gegenleistung für ihre Duldung (siehe: Dhimmi) verlangt werden kann.

Das Fasten Saum. Im Ramadan wird von Beginn der Morgendämmerung, wenn man einen «weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden» kann (Koran 2:187), bis vollendetem Sonnenuntergang gefastet, nichts gegessen, nichts getrunken, nicht geraucht, kein ehelicher Verkehr und manche andere Enthaltsamkeit im Verhalten geübt. Der eigentliche Sinn des Fastens wird von den meisten Muslimen in der islamischem Welt dadurch unterlaufen, dass sie die Nacht zum Tage machen, was sowohl von Fundamentalisten wie auch aus Kreisen der Wirtschaft immer wieder kritisiert wird.

Die Pilgerfahrt Hadsch. Einmal in seinem Leben soll der Muslim die Pilgerfahrt nach Mekka antreten, die im letzten Mondmonat stattfindet, sobald er dazu in der Lage ist – denn dann wird es zur Pflicht. Zu den auszuführenden Riten gehört unter anderem das Umkreisen der Kaaba, das Verweilen auf dem Hügel Arafat, der Lauf zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa und die rituelle Steinigung des Satans.

Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Islam aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.[/url]