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Ganesha
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Ganesha (Hindi, m., गणेश, Gaṇeśa) ist eine der beliebtesten Gottheiten des Hinduismus. Ein weiterer populärer Name ist Ganapati. Jede Puja, hinduistischer Gottesdienst, beginnt mit einem Gebet an ihn. Er wird angebetet, wenn man Glück für den Weg oder eine Unternehmung braucht, er steht für Beginn und Veränderung verbunden mit Schutz und Gelassenheit, er verkörpert Weisheit und Intelligenz. Zu seinen Angelegenheiten gehören die Poesie, Musik und Tanz und er ist der Herr über die Wissenschaften. Die meisten Kaufleute betrachten ihn als ihren Schutzherrn.
Er wird meist dargestellt als roter, beleibter Mann oder Kind mit einem Elefantenkopf, der nur einen Stoßzahn hat, oft auf einer Lotusblüte sitzend. Bei ihm ist immer sein Reittier, eine Maus oder Ratte, die ebenfalls u. a.Symbol für Intelligenz und Stärke ist.
Seine vier Arme sind in der hinduistischen Kosmologie u. a. ein Zeichen von Virtuosität, das heißt von überlegener (göttlicher) Macht.
Sie tragen in traditionellen Darstellungen eine Waffe u. a. als Zeichen des Schutzes und seines Kampfes gegen alles Übel, eine Lotusblüte, u. a. Zeichen der geistigen Wiedergeburt, Weisheit und Reinheit, Reinkarnation (Wiedergeburt). Auf anderen Darstellungen trägt er ein Buch sowie eine Gebetskette. Seinen zweiten Stosszahn verlor er der Legende nach im Kampf gegen Parashurama (Rama-mit-der-Axt), Vishnus sechste Inkarnation. Seine anderen beiden Hände signalisieren dem Gläubigen in bestimmten Handstellungen Mudras: Fürchte dich nicht!- (trostspendende Mudra) und versprechen in der gebenden Geste seine Gnade. Meist steht eine Schale mit kugelrunden 'Laddus' vor ihm, das sind spezielle Süßigkeiten, die neben der vielschichtigen spirituellen Bedeutung Ganeshas Liebe zum Essen darstellen.
Rätselhaft erscheint Ganeshas Mischform aus Mensch und Elefant. Am ehesten verständlich ist sie über den Elefanten, ein wichtiges Symboltier, Wächter und Träger des Alls. In der gesamten hinduistischen Symbolik erscheinen Elefanten und Ganesha abwechselnd, z. B. als Glückszeichen und Hüter an Wohnhäusern ebenso wie an Tempeln.
Unzählige Legenden bieten verschiedene Versionen als Erklärung für die Entstehung Ganeshas an. Eine z.B. berichtet, dass Parvati, Shivas Ehefrau, Ganesha in Abwesenheit Shivas geschaffen hätte: Demnach beobachtete dieser seine Ehefrau gerne beim Baden, was ihr aber nicht gefiel. So formte sie aus dem Lehm, mit dem sie ihren Körper eingerieben hatte, einen kleinen Buben, übergoss ihn mit Gangeswasser und erweckte ihn so zum Leben. Sie nannte ihn Ganesha und setzte ihn als Wache vor ihr Badehaus. Als Shiva einmal wieder kam um Parvati beim Baden zuzusehen, versperrte Ganesha ihm den Weg und Shiva schlug ihm den Kopf ab. Parvati befahl ihm aber sofort, einen neuen Kopf für Ganesha zu finden, und Shiva ließ Diener in alle Welt aussenden, auf dass sie einen Kopf für Ganesha fänden. Als ein Diener zurückkam, war es ein Elefantenkopf, den er mitbrachte.
Andere Geschichten lassen Shiva den Ganesha ohne Zutun einer Frau erschaffen, während die weniger bekannten Erzählungen der Vishnu-Mythologie den Elefantenköpfigen als Sohn von Vishnu betrachten.
Für viele hinduistischen Strömungen bedeutet Ganesha eine untergeordnete Manifestation des Göttlichen, der Herr allen Anfangs. Andere dagegen, besonders im indischen Bundesstaat Maharasthra oder in einigen Gegenden Südindiens, sehen in ihm die wichtigste Verkörperung des formlosen Höchsten, des Brahman. Er ist dann ihre Hauptgottheit und für sie ist Ganesh-Chaturthi (nach dem Mondkalender meist im September) das höchste aller Feste im Jahreslauf, nach ihrem Glauben kommt Gott in diesen Tagen zu Besuch.
Besonders prächtig feiern die Menschen den Tag zu Ehren von Ganesha jährlich in Bombay (Ganapati festival). Dabei werden unzählige kleine oder riesige Ganesh-Statuen aus Lehm oder Pappmaschee auf unzähligen Altären in Häusern und Strassen aufgestellt und einige Tage verehren die Gläubigen in diesen Darstellungen das Göttliche, mit regelmäßigen Gottesdiensten aber auch mit Musik und Tanz. Am letzten Tag werden sie verabschiedet und in fröhlichen Prozessionen zum Meer gebracht wo man sie unter Jubel in den Fluten versenkt.
Für viele fromme Hindus ist das erste, was in ein neues Haus kommt, vor allem Hausrat, eine Ganesh-Statue. Diese segnet das Haus und verheißt Glück.
Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Ganesha aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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