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Hindutva












Hindutva
aus Wikipedia

Der Ausdruck Hindutva bezeichnet die Politik der Hinduisierung des Indischen Subkontinents, der die Ausrichtung des Staates nach hinduistischen Regeln zum Ziel hat. Der Begriff Hindutva wird im Deutschen manchmal als "politisierter Hinduismus" oder "Hindu-Nationalismus" umschrieben.

Ihre ideologischen Wurzeln liegen in der neo-hinduistischen Bewegung des indischen Unabhängigkeitskampfes.

Zu ihren führenden Ideologen zählt Vinayak Damodar Savarkar, der in der 1923 in Nagpur veröffentlichten Schrift "Hindutva: Who is a Hindu?" erstmalig die Idee einer Hindu-Nation, der Hindu Rashtra formuliert. Seine Ausführungen beruhen auf drei ideologischen Prinzipien - rashtra, jati und sanskriti (gemeinsamer heiliger Boden, gemeinsame Abstammung und Kultur) - auf die sich alle Hindus berufen können und die die Grundlage einer gemeinsamen Nation bilden. Ziel der Hindutva-Bewegung ist die (Wieder-)Erschaffung einer einzigen Hindu-Nation. Savarkar bediente sich dabei des Rückgriffs auf eine konstruierte gemeinsame Vergangenheit aller Hindus, die in dieser Form niemals existierte.

Hindutva ist damit eine Gegenbewegung zum säkularen Staatsmodell, das von Mahatma Gandhi als Lösung für die religiösen Konflikte, hauptsächlich zwischen Muslimen und Hindus, gesehen wurde und das heute per Verfassung verankert ist. Die meisten Hindus stehen daher ebenso wie Nicht-Hindus (z.B. Muslime, Christen, Ureinwohner) der Hindutva-Bewegung sehr kritisch gegenüber.

Die Hindu-Nationalisten gründeten 1925 die Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS).

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