Die Bergpredigt


Mt 5
Als er aber die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm.
Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.
Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.
Glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden.
Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.
Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.
Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.
Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen.
Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.
Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.
Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind.
So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.
Meint nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel.
Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.
Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch, daß jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka! dem Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr! der Hölle des Feuers verfallen sein wird.
Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,
so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin, versöhne dich mit deinem Bruder; und dann komm und bring deine Gabe dar.
Komme deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist; damit nicht etwa der Gegner dich dem Richter überliefert und der Richter dich dem Diener überliefert und du ins Gefängnis geworfen wirst.
Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.
Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen.
Ich aber sage euch, daß jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.
Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlaß zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist dir besser, daß eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
Und wenn deine rechte Hand dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir besser, daß eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
Es ist aber weiter gesagt: Wer seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief.
Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, daß sie Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
Wiederum habt ihr gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht falsch schwören, du sollst aber dem Herrn deine Eide erfüllen.
Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht; weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron;
noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt;
noch sollst du bei deinem Haupt schwören, denn du kannst nicht ein Haar weiß oder schwarz machen.
Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was aber mehr ist als dieses, ist vom Bösen.
Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn.
Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar;
und dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Unterkleid nehmen will, dem laß auch den Mantel.
Und wenn jemand dich zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem geh zwei.
Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der von dir borgen will.
Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?
Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe?
Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Mt 6
Habt acht, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Menschen, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist.
Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Straßen, damit sie von den Menschen geehrt werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut;
damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden.
Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.
Betet ihr nun so: Unser Vater, der [du bist] in den Himmeln, geheiligt werde dein Name;
dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute;
und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben;
und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. -
Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben;
wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebt, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben.
Wenn ihr aber fastet, so seht nicht düster aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Gesichter, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,
damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen;
sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen;
denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib licht sein;
wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!
Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht hin auf die Vögel des Himmels, daß sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie [doch]. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie?
Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen?
Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht.
Ich sage euch aber, daß selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen.
Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird er das] nicht vielmehr euch [tun], ihr Kleingläubigen?
So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen? Oder: Was sollen wir trinken? Oder: Was sollen wir anziehen?
Denn nach diesem allen trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr dies alles benötigt.
Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden.
So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.

Mt 7
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch zugemessen werden.
Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?
Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge?
Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen.
Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.
Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden.
Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.
Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bittet, ihm einen Stein geben wird?
Und wenn er um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben?
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!
Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen.
Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.
Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen eine Traube oder von Disteln Feigen?
So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte.
Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.
Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?
Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!
Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute;
und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet.
Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird einem törichten Mann verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute;
und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.
Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte, da erstaunten die Volksmengen sehr über seine Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.
Die Bergpredigt
aus Wikipedia

Die Bergpredigt ist einer der bedeutendsten Texte des Neuen Testaments. Sie steht im Matthäusevangelium, Kapitel 5-7.

Name und Hintergrund

Ihren traditionellen Namen hat die Bergpredigt von der Ortsangabe zu Beginn:

Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.

Inhalt

Die Bergpredigt enthält unter anderem die Seligpreisungen, Beispiele für die Gesetzesauslegung Jesu, das Vaterunser und die "Goldene Regel": "Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt" (7,12).

Die Eröffnung der Bergpredigt bilden die berühmten Seligpreisungen (5,3-12). Der Form nach stehen sie in der Tradition der Weisheitsliteratur ("Wohl dem, der..."). Ihr Inhalt stellt jedoch die Alltagsmaßstäbe der Glückseligkeit auf den Kopf und verknüpft sie mit geistlicher Armut, Trauer, Sanftmut, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Pazifismus und Leidensbereitschaft.

Es folgen die Gleichnisworte vom "Salz der Erde" und "Licht der Welt" (5,13-16), die die Jüngergemeinschaft der neuen Gerechtigkeit in ihrem Verhältnis zu den übrigen Menschen charakterisieren.

Daran schließt sich eine Grundsatzreflexion über das Verhältnis zwischen "Gesetz und Propheten" und der Lehre Jesu an (5,17-20): nicht Aufhebung, sondern Erfüllung durch Radikalisierung.

Dies wird im folgenden Hauptteil, den Antithesen, an verschiedenen Themen gezeigt: Töten und Versöhnung (5,21-26), Ehebruch und Ehescheidung (5,27-32), Eid und Wahrhaftigkeit (5,33-37), Vergeltung und Feindesliebe (5,38-48). Jedesmal stellt Jesus einem (frei zitierten) alttestamentlichen Gebot sein autoritatives "Ich aber sage euch" gegenüber. Das Gebot wird auf seine eigentliche Intention zurückgeführt und von daher zu neuer, uneingeschränkter, bedingungsloser Geltung gebracht.

Das sechste Kapitel enthält eindringliche Warnungen vor Veräußerlichung und Heuchelei ("dein Vater, der das Verborgene sieht..."; 6,1-8;14-18), und im Zentrum der gesamten Komposition eingefügt das Vater unser als "kindliches" Gebet der neuen Gerechtigkeit (6,9-13). Daran schließen sich Mahn- und Gleichnisworte gegen den Reichtum, die "Sorge" und mangelndes Vertrauen in die Gottesherrschaft.

Das siebte Kapitel beginnt mit dem Verbot des Verurteilens anderer (7,1-5). Es folgt ein Einzelwort über die Entweihung des Heiligen (7,6), ein weiteres Gleichniswort vom Gebetsvertrauen (7,7-11) sowie die "Goldene Regel": Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten (7,12).

Den Abschluss der Bergpredigt bilden das Mahnwort vom "engen Tor" (7,13f), die Warnung vor heuchlerischen Glaubenslehrern (7,15-23) und das Gleichnis vom Hausbau auf Felsen oder auf Sand für ein Leben mit oder gegen die Grundsätze der Bergpredigt (7,24-27).

Der feierlichen Einleitung entspricht ein ebensolcher Schluss: Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten (7,28f).
12 pädagogische Seligpreisungen (Entwurf)

Selig die Kinder, die wir Autisten nennen, denn sie spiegeln uns wie stereotyp sture Maschinen wir geworden sind!

Selig die Kinder, die wir Legastheniker nennen, denn sie zeigen uns, dass man von und mit uns nicht schreiben lernen kann!

Selig die Kinder, denen wir Dyskalkulie zuschreiben, sie zeigen uns, dass man mit uns nicht rechnen kann!

Selig die Kinder, denen wir ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) diagnostizie-ren, denn sie zeigen uns, dass wir unsere Aufmerksamkeit und Energie an Defizi-te verschwenden statt an Wachstumspotentiale!

Selig die Kinder, die wir hyperaktiv nennen, denn sie zeigen uns, dass wir und un-sere Vorgaben zum aus der Haut Fahren sind!

Selig die Kinder, die wir geistigbehindert nennen, denn sie zeigen uns, wie viele Hindernisse wir in unserem Kleingeist noch nicht beseitigt haben!

Selig die Kinder, die wir lernbehindert nennen; sie zeigen uns, welche Hindernis-se das sind, was wir für sie als Lernen zurechtgeschustert haben!

Selig die Kinder, die wir verhaltensgestört nennen! Mögen sie sich weiterhin durch unsere plumpen Versuche, sie zu verhalten, nicht stören lassen!

Selig die Kinder, die wir schwererziehbar nennen! Sie spiegeln uns, dass unsere Schwer-Erziehung mit Druck in Wirklichkeit Erdrückung ist!

Selig die Kinder, die wir als auffällig bezeichnen! Sie spiegeln uns, wie lange und stur wir schon nicht bereit waren, uns was auffallen zu lassen!

Selig die Kinder, die wir als sprachbehindert etikettieren, sie spiegeln uns, dass wir es noch nicht geschafft haben, kein Sprechhindernis für sie zu sein!

Selig die Kinder, die unfolgsam sind! Sie machen uns darauf aufmerksam, wie wir selbst in unserer Entwicklung feststecken. Wie soll man jemand folgen können, der selbst nicht vom Fleck kommt?

Franz Josef Neffe 23.März 2009
_________________
Gib jedem an seinem Tiefpunkt ein Zeichen Deiner Hochachtung! fjn
Zitat:
12 pädagogische Seligpreisungen (Entwurf)

Selig die Kinder, die wir Autisten nennen, denn sie spiegeln uns wie stereotyp sture Maschinen wir geworden sind!


nicht schlecht..!
Zitat:
Selig die Kinder, die wir hyperaktiv nennen, denn sie zeigen uns, dass wir und un-sere Vorgaben zum aus der Haut Fahren sind!

Selig die Kinder, die wir geistigbehindert nennen, denn sie zeigen uns, wie viele Hindernisse wir in unserem Kleingeist noch nicht beseitigt haben!

Selig die Kinder, die wir lernbehindert nennen; sie zeigen uns, welche Hindernis-se das sind, was wir für sie als Lernen zurechtgeschustert haben!

Selig die Kinder, die wir verhaltensgestört nennen! Mögen sie sich weiterhin durch unsere plumpen Versuche, sie zu verhalten, nicht stören lassen!

Selig die Kinder, die wir schwererziehbar nennen! Sie spiegeln uns, dass unsere Schwer-Erziehung mit Druck in Wirklichkeit Erdrückung ist!

Selig die Kinder, die wir als auffällig bezeichnen! Sie spiegeln uns, wie lange und stur wir schon nicht bereit waren, uns was auffallen zu lassen!

Selig die Kinder, die wir als sprachbehindert etikettieren, sie spiegeln uns, dass wir es noch nicht geschafft haben, kein Sprechhindernis für sie zu sein!

Selig die Kinder, die unfolgsam sind! Sie machen uns darauf aufmerksam, wie wir selbst in unserer Entwicklung feststecken. Wie soll man jemand folgen können, der selbst nicht vom Fleck kommt?


Im Moment finden ich diese Aussagen sehr treffend.
seelig sind die kinder die arnold chiari syndrom haben
Ich finde es schön, dass man die Bergpredigt auf viele Bereiche des Lebens beziehen kann. Sie möchte ja Gewaltverzicht und Verzicht auf Besitz in den Vordergrund stellen. Es geht hier um nächstenliebe. Es ist schön, wenn wenn die Bergpredigt Jesu oft wiederfindet.
Es ist ja nun so das das neue Testament schon seit einiger zeit beendet ist.Wir müßen endlich aufhören.Gott,Jah,Allah wie ihr möchtet hat es uns in der Hand gegeben.Die Menschheit hat die möglichkeit da Gott alle Liebt.Die denkt aber nur im Geschäftlichen wer das meiste Geld verdient.Darum geht es garnicht.Sondern z.b.s unsere ganzen möglichkeiten umzusetzen.Umwelt skrupelos zu verpesten kann mann mit Hybrid und Brennstoffzellen,Elektro doch einige zeit gewinnen.Mann kann das auch sofort machen,wo hakts denn?
Wenn wir ein wenig genauer hinschauen, sehen wir, dass es - É.Coué würde sagen - zwei Wesenheiten im Menschen gibt, die DENKEN: a) der beschränkte, eitle, großteils fehlinformierte BEWUSSTE Verstand, auf dessen geradezu neurotische "Benutzung" man durch eine lebensfremde, künstlich konstruierte Pädagogik konditioniert hat, und b) unser UNBEWUSSTES, die Instanz, die dafür sorgt, dass wir das überleben, was wir mit a) machen.
In weiser Voraussicht hat unbser Schöpfer schon einmal alle wirklich lebenswichtigen Funktionen dem direkten Zugriff durch unseren bewussten Verstand entzogen. Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel, ja, sogar unsere Verdauung funktioniert ganz unabhängig von unserem bewussten Verstand - damit wir eine Überlebenschance haben.
Das UNBEWUSSTE ist unsere "göttliche Instanz". An unseren Erfolgen im Umgang mit ihm können wir ablesen, wie unsere Kommunikation mit Gott ist.
Ich grüße herzlich.
Franz Josef Neffe
Eine sehr gut inszenierte Verfilmung der Bergpredigt - ich weiß leider nicht aus welchem Film:

http://www.youtube.com/watch?v=HJAGyLh8vxQ