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Der Tod und das Sterben






Liebe Gabriele,

danke für die schnelle und ausführliche Antwort, ich kann jetzt leider nicht darauf eingehen, da der Mittagsschlaf meiner Tochter kürzer als erwartet gedauert hat
Aber vielleicht schaffe ich es heute Abend nochmal rein.

Alles Liebe,
Riki
Hallo Gabriele,

hab den Thread wieder gefunden

Jetzt hab ich (hoffentlich) einen Moment Zeit, um ausführlicher zu antworten - und weitere Fragen zu stellen.

Also erst mal gleich die Fragen, die ich mir noch zu deinem weiteren Posting aufgeschrieben habe. Da ist mir doch einiges unklar (geworden).
1.: Welche Autorität steht eigentlich hinter diesen Aussagen?
2.: Wer sind die 'Geistigen Führer' von denen du sprichst?
3.: Was ist eigentlich das 'Endziel'? Also: sterbe ich irgendwann wirklich, und was passiert dann? Und wie gelange ich dorthin?

Ich selbst war mir als Kind und Jugendliche unschlüssig darüber, ob es die körperliche Wiedergeburt eigentlich gibt. Teilweise war meine Familie in der Esotherik-Szene (ich wills mal so nennen) unterwegs, und da gab es natürlich einige Ansichten darüber. Insbesondere war allen klar, dass es die Reinkarnation tatsächlich gibt. Ich war mir da nie so sicher...
Mittlerweile glaube ich tatsächlich gar nicht mehr an die Reinkarnation. Ich glaube eher, dass für unsere Seele und unseren Geist ja Zeit gar nicht existiert. Und dass es deshalb kein Wunder ist, wenn man in Träumen, in Rückführungen, in Traumreisen, in schamanischen Sitzungen und was weiß ich was wo noch, auf alles Wissen und alle Zeit 'zugreifen' kann. Und dass man dann manchmal am Leben oder am Wissen eines Menschen teil hat, der womöglich tatsächlich einmal auf dieser Erde gelebt hat. Aber das muss ja deshalb nicht ich - oder meine Seele - gewesen sein.

In den Bahá'í-Schriften ist zwar auch oft von Wiedergeburt die Rede, aber es geht dabei ausschließlich um eine geistige Wiedergeburt.
Z.B. leben wir heute in einer Zeit des Umbruchs, des Zerfalls und des Wiederaufbaus, in einer Zeit der geistigen Wiedergeburt.
Das, was viele als den Weltuntergang, das Ende der Welt oder Armageddon bezeichnen, das bezeichnen wir Bahá'í als einen Neubeginn, als das Ende eines alten und den Beginn eines neuen Zeitalters ('das Ende der Welt' kann man ohne weiteres auch mit 'das Ende der Zeit' oder 'das Ende einer Ära' übersetzen), als den Untergang der Welt wie wir sie kennen.

Ein Mensch, der seinen Glauben findet, der seinen Weg zu Gott gefunden hat, hat eine Wandlung durchgemacht, die zu seiner geistigen Wiedergeburt geführt hat.
Ich persönlich würde z.B. auch das, was Johannes der Täufer gemacht hat, als eine solche Wiedergeburt bezeichnen.

Bahá'u'lláh sagt z.B.:
Befähige Deine Diener, o mein Gott, zu entdecken, was Du in Deinem Reiche für sie gewünscht hast. Mache sie vertraut mit dem, was Er, der Ursprung Deiner erhabensten Titel, in Seiner Liebe zu Dir um der Wiedergeburt ihrer Seelen willen auf sich genommen hat, damit sie dem Strom entgegeneilen, der das wahre Leben ist, und ihre Gesichter auf Deinen Namen, der Barmherzigste, richten.

Es geht also im Bahá'í-Glauben, so mein persönliches Verständnis dieser und ähnlicher Schriftstellen, unter anderem darum, eine Wiedergeburt der Seele anzustreben, eine persönliche, innere Wiedergeburt, die dazu führt, dass wir wieder 'leben'.
Die Worte 'Leben' und 'Tod' werden oft in einem Gleichnis angewendet (übrigens auch oft in der Bibel), welches nicht von körperlichem Leben oder körperlichem Tod spricht. Sondern der Tod bezeichnet einen geistig toten Menschen, einen Menschen, der die Augen vor dem Göttlichen verschließt, der fern ist von Gott, der sozusagen schläft.
Und das Leben bezeichnet das geistige Leben, die Nähe zu Gott, den Glauben an Ihn, ein Leben voller Geistigkeit und Liebe.
Und wenn man von den 'Toten aufersteht', dann ist man quasi wiedergeboren. Geistig wiedergeboren.

Entschuldige, dass ich jetzt auf dieser 'Schiene' fahre, ich wollte nur versuchen, dir mein Verständis von Wiedergeburt zu beschreiben, und warum ich diese Fragen stelle. Es handelt sich dabei wirklich um pure Neugierde, weil ich immer gerne weiß, woran andere glauben, wodurch sie ihr Leben gestalten, und welche Sichtweisen auf ein und dieselbe Sache - nämlich das Leben an sich - es auf dieser Welt gibt.
Es ist für mich immer unglaublich interessant zu sehen, wieviele Erklärungen es für ein und dasselbe Phänomen geben kann, und es ist auch schön zu erkennen, dass viele Wege dazu führen, dass die Menschheit eine Besserung der Welt anstrebt und hoffentlich auch eines Tages erreichen wird.

In diesem Sinne, alles Liebe,
Riki
Liebe Riki, Du bist also Bahai. Schön.

Nun, wenn die Bahai Religion Dir diese Vorgaben macht, dann wirst Du es auch glauben müssen, denn das Einhalten der Bahai Gesetze ist sicherlich für Dich wichtig.

Das Thema Reinkarnation ist ein sehr komplexes und nicht einfach abzuhandeln.

Du kannst hier im Forum unter der Suchfunktion einige Threads über Reinkarnation abfragen, da ist schon sehr viel geschrieben worden.

Mir würden die Erklärungen nicht genügen, aber das ist auch meine subjektive Sichtweise und wenn Du bei google unter Theosophie und Reinkarnation suchst oder Dir den Inkarnationsvorgang von R. Steiner durchliest, dann wirst Du viel mehr erfahren.

Wir sind halt mehr als nur Körper und auch Seele ist nicht nur Seele, sie ist auch aufgebaut. Ganz gründlich gibt Dr. A. Gosztonyi darüber Auskunft und es erhellt das Thema ungemein.

Wenn es Dich wirklich interessierst, dann wirst Du auch Wege finden, Dich mit dem Thema vertraut zu machen.

Es ist dazu wirklich schon genug über dieses Thema geschrieben worden und jeder Mensch kann eigene Wege gehen, so er es sich denn auserkoren hat.

liebe Grüße
Tod im Buddhismus

Ich wurde in diese Welt geboren,
Ich verlasse sie mit meinem Tod
In tausend Städte
Haben meine Füße mich getragen
Und in ungezählte Häuser -
All dies, was ist es?
Ein Mond spiegelt sich im Wasser,
Eine Blume treibt im Himmel,
Ho!

Sterbegedicht eines Zen-Meisters
Ganz allgemein ist es so:

Bei der Frage des persönlichen Weiterlebens nach dem Sterben gibt es nur wenige, die hier auf persönliche ErfahrungEn zurückgreifen können.
Es gibt viele, die bereits ein Nahtoderlebnis hinter sich haben - aber in der Relation höchstens einer von Hunderttausend. Und Leute, die bewusst aus ihrem Körper austreten können - vielleicht einer von einer Million.

Das heißt, im Normalfall lebt der Einzelne in Unsicherheit, Ungewissheit, Zweifel. Mancher lebt mit Angst, oft mit ganz schwerer Angst. Wenn er keinen Mut besitzt, sich selbst zu orientieren, plappert ein Mensch die Dogmen seiner Kirche nach (auch im Islam, Buddhismus) oder er sagt ganz einfach: "Dann ist alles aus. Beweise mir das Gegenteil." - Und der Betreffende lässt seine Leiche womöglich in ein Tiefkühlhaus legen, um später einmal wieder aufgetaut zu werden.

Das sage ich geschwind einmal deswegen, weil mir das ferne liegt und weil ich einen anderen Zugang zum Sterben habe: Obzwar keine eigene Erfahrung, so erhalten für mich ehrliche Berichte das Gewicht eigener Erfahrung. Das heißt, ich zweifle nicht eine Sekunde daran, was Nahtoderfahrungen zu berichten wissen. Ebenso bezweifle ich die Möglichkeit und Fähigkeit nicht, dass Menschen über die "Grenze" sehen oder gehen können.

Bedeutet: Der eigentliche Sterbevorgang ist mit Sicherheit ein schönes Erleben. Nur vorher, das Altwerden, das Kranksein, das wird voraussichtlich nicht gerade angenehm sein. Ich muss es nehmen wie es kommt.

Und was das Nachher angeht: Wenn ich keine Vorstellung vom nachtodlichen Leben hätte, dann wäre nur der Start schwieriger: Ich würde unter Umständen nicht begreifen, dass ich mich nicht auf der Erde, sondern im Jenseits befinde. Mit entsprechenden Umstellungsproblemen. Ist man vorbereitet und hat man die Gewissheit, klar zu sein, dann fallen die größten Umstellungsprobleme weg.
Und man lebt mit einem viel viel umfangreicheren Seinsgefühl im Jenseits weiter. - Bitte das ist meine Ableitung aus ehrlichen Schriften, die ich selbst auch breit ausgewertet habe.
LG - reinwiel
_________________
Bedenke dass du die Erde nur besuchst.
www.balanceamweg.de.ki
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