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Wissen und Glauben











Ist das so ?

Man nehme Paulus und lese das wenige Ursprüngliche, was von ihm erhalten ist in den Schriften, die diesem kühnen, ehrlichen, aufrichtigen Manne zugeschrieben werden, und sehe, ob irgend jemand ein Wort darin finden kann, das darauf hinweist, dass Paulus mit dem Worte Christus irgend etwas weiteres meinte als das abstrakte Ideal der persönlichen, dem Menschen innewohnenden Gottheit. Für Paulus ist Christus keine Person, sondern eine verkörperte Idee.

»Wenn ein Mensch in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung», er ist wieder geboren, wie nach der Initiation, denn der Herr ist Geist — der Geist des Menschen. Paulus war der einzige von den Aposteln, der die geheimen Ideen, die den Lehren Jesu zu Grunde lagen, verstanden hatte, obwohl er niemals mit ihm zusammengetroffen war

http://www.philosophia-esoterica.net/
ST.PAULUS - Der wirkliche Begründer des gegenwärtigen Christentums
Wie entwickelte sich die Sicht des Christentums auf Jesus ?

Philon von Alexandrien (ca. 25 v. – 50 n. Chr.), Vertreter des „Alexandrinischen Eklektizismus“ postulierte im Rückschluss auf Platon den Inbegriff der Ideen als den „Logos“ - die weltdurchwaltende Vernunft. Der Logos ist nicht mit Gott identisch, sondern nimmt die zweite Stelle nach Gott ein. Er wird von Philon „Gottes Sohn“ genannt. Er ist der Vermittler Gottes zu den Menschen und der Fürsprecher der Menschen vor Gott. (Siehe dazu auch: Jesus als Logos M18).

Für die Heidenchristen war dann Jesus Christus derjenige, der beiden Welten angehörte, der Welt des Geistes, des Wissens, der Unsterblichkeit Gottes, und zugleich der Welt der Menschen. So kann er als Gottmensch zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit vermitteln. Seine theologische Ausformulierung fand dieser Aneignungsprozess Jesu in der hellenistischen Welt in der Zweinaturenlehre (wahrer Mensch und wahrer Gott). Später wurde seine Gottheit verabsolutiert. (Siehe dazu auch: Jesus als Mythos M21).
http://www.glauben-und-wissen.de/M13.htm

Über Paulus und seine Hinwendung zu Jesus.
http://www.glauben-und-wissen.de/M29.htm
Wichtige Persönlichkeiten haben sich schon immer mit der Person Jesus befaßt. Und trotzdem gibt es auch heute noch innerhalb des Christentums unterschiedliche Ansichten.

Religionsphilosophisch brachte man biblische Gottesvorstellung mit griechischer Naturphilosophie, Platonismus, stoischer Ethik, Kynismus und Neuplatonismus zusammen und leitete daraus ein metaphysisches Gottesbild ab, nach dem Gott allmächtig, allweise, und allgütig sei; "Gott konnte somit zugleich der personen-analog anzusprechende Adressat der Christen sein und auch, durch Vermittlung des Logos aus der griechischen Philisophie, immanentes Schöpfungsprinzip und "Subjekt" der Offenbarung, Inkarnation und Heiligung. Die Erweiterung der "Doppelung" (Gott - Logos) zur Trinität lag kulturgeschichtlich durchaus nahe, war aber im wesentlichen eine Konsequenz, die man später aus den triadischen Formeln des Neuen Testamentes, vor allem aus dem Taufbefehl, zog.

Religionswissenschaftlich betrachtet, ist die Trinitätslehre erwachsen aus dem Synkretismus von Judentum und Christentum mit dem Hellenismus und der daraus folgenden Addition von jüdischem und christlichem Monotheismus mit dem hellenistischen Monismus..." (Auch hier eine Triade: Vater = Judentum, Sohn = Christentum, Geist = Hellenismus).


Nichts ist abgetrennt - es entwickelt sich aus einer Quelle so vieles und die Entwicklung ist noch immer nicht abgeschlossen.
Weshalb auch Kirche wichtig ist oder sein kann.

Die Kirche dient dazu, die Masse auf die Wahrheit einzuordnen (Liturgie = Dienst am Volk), und zwar auf die Wahrheit, die der Denkende durch Glauben in seinem Innern findet. Augustinus hat keine Einwände gegen ein Zweiklassensystem der christlichen Erkenntnisse: der bloße Glaube für die Masse, die Einsicht für die philosophisch Gebildeten. Um diese „Weisen“ aus ihrem Heidentum zu retten, antwortete Augustinus ihnen in ihrem eigenen Stil, in ihrer Sprache und Denkweise, und zitierte ihre Philosophen. Dabei verschmolz er die Gedanken dieser Philosophen mit der Bibel wie zuvor auch schon Philon, Clemens und Origenes von Alexandrien. Die Ideale und Moralvorstellungen der Neuheiden waren denen der Heiligen Schrift ebenbürtig und würden so einen gleichwertigen Platz im "Gottesstaat" finden. Die philosophische Methode, insbesondere die des Neoplatonismus mit ihrer allegorischen Sichtweise, wurde das manipulative Mittel für Augustinus, um das Christentum den Neuheiden verständlich zu machen.
http://www.glauben-und-wissen.de/M31.htm
Jesus

Die politische Zeit

Über diese Zeilen bin ich gestolpert:

Die Glaubenstreue der Juden gipfelte im Märtyrertum als höchsten Ausdruck ihrer Bereitschaft, eher zu sterben, als die Gebote der Thora zu übertreten und wurde auch zu einem politischen Faktor den Römern gegenüber. In manchen Kreisen war es mit apokalyptischen, endzeitlichen Vorstellungen verknüpft und dieser Überzeugung zufolge setzte das Reich Gottes das Blut der Heiligen voraus zur Erlösung Israels.

Hat sich etwas verändert, wenn man an die Selbstmordattentate von heute denkt. An welche Gebote halten sich die Attentäter der heutigen Zeit ?

http://www.glauben-und-wissen.de/M27.htm

....klagte er: "Eine objektive Geschichtsschreibung zu erstellen, war nicht einfach, weil die Zeugen der einzelnen Ereignisse nicht dasselbe über dasselbe aussagten, sondern je nach Gunst und Gedächtnis berichteten."
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