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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?











Teil 4:
Wenn die Seele den Körper verlässt sprechen wir von Tod. Der grobe Körper wird von der Seele verlassen. Die bedingte Seele ist jedoch noch mit dem feinen Körper bedeckt. Dieser feinstoffliche Körper bedingt wieder einen neuen groben Körper. Wenn im Buddhismus von Samsara gesprochen wird, spricht man von der Wanderung des feinstofflichen Körpers (Verstand/Intellekt/Geist). Dieser wandelt sich jedoch ständig, er besitzt keine Eigenständigkeit (Individualität), da er sich gemäß dem Karma ständig wandelt. Hier kann man wieder den Vergleich mit den Kleidern machen. Je nach Verlangen wechseln wir unsere Kleider, sowohl die Unter- als auch die Oberkleider.

Es bestehen also 3 Komponenten wenn wir von „ICH“ sprechen. Die ewige, unwandelbare, unsterbliche spirituelle Seele, der feinstofflich materielle (unpersönliche) Körper (Geist/Verstand/Intellekt), und der grobe (unpersönliche) Körper.
Im Buddhismus wird die unsterbliche Seele verneint und nur die Wanderung des feinstofflich materiellen Körpers (Geist/Intellekt/Verstand) beschrieben.
In Shankaras Philosophie spricht man von Seele (atma) setzt diese jedoch mit Gott (Paramatma) gleich. Der Rest ist gleich wie im Buddhismus, also was Karma, Samsara und so weiter betrifft.

Gruss
Hi jivatma,
danke, ich hab schon lange keine so gutee Zusammenfassung mehr gelesen! Das hast du echt schön gesagt *staun* und jetzt ist mir auch klar, was im Buddhismus anders ist. Obwohl ich immer noch finde, dass es trotzdem so ziemlich dasselbe ist...*g* ich bin eigentlich im Hinduismus (du hast Recht, vielleicht sollte man ihn echt in Anführungszeichen setzen) beheimatet, habe aber nicht genug Erfahrung, um Vergleiche zum Buddhismus anstellen zu können, zumal es ja dort auch verschiedene Strömungen gibt *seufz*
Also nochmal herzlichen Dank.
Alanna
Zitat:
Im Hinduismus spricht man ja nicht von einer Seele als persönlichkeit, die iher Körper wechselt. Sondern auch von Eindrücken, die weitergehen, von Karma, das noch ausgelebt werden muss...ich habe da nie eine große Kontroverse zum Buddhismus gesehen...Wie ist es den dann mit dem Dalai Lama, der sich sogar an seine vorherigen Inkarnationen erinnern konnte als Kind? (und wahrscheinlich immer noch *g*


Hallo

Im Hinduismus gibt es die ewige Seele atman, die im Buddhismus negiert wird, denn laut Buddhismus ist Erlösung nur möglich weil es nicht ewiges am Menschen gibt. Atam ist nicht die Persönlichkeit, aber die Konstante zwischen den Leben.


Zitat:
Im Hinduismus mögen andere Pfade gegangen werden, das Ziel ist aer dasselbe -Aaufhebung des Leidens und der Illusion von Dualität (ach und Maya ist doch im Buddhismus auch ein Begriff oder irre ich mich da?).


Im Hinduismus will man bei Gott sein, Buddhismus gibt diese Art von Streben auf, denn Streben führt zu leid. Das Ziel ist ein Zustand der Zustandlosigkeit, man muss das verlangen nach Körperlichkeit sowie nach Körperlosigekrit aufgeben, beim Hinduismus ist es meiner Meinung nach ein Sein, aber da gibt es wie gesagt viele Strömungen.

Im Hinduismusmus ist Gott die Quelle allen Seins, jedoch entsteht nichts aus dem Nivana, nichts kehrt ins Nirvana zurück, es hat keinen Willen, Absicht oder Plan und Offenbart sich nicht, es spricht auch nicht zu den Menschen.
Zitat:
Der Buddhismus ist aus dem Hinduismus hervorgegangen. Sowohl Hinduismus wie Buddhismus betonen anders als unser westlicher Verstand der streng entweder oder kategorisiert, das sowohl als auch. Deshalb werden andere Glaubensvorstellungen und andere Götter einfach assimiliert.


Buddha war in die Upanisaden eingeweiht übernahm auch einige Elemente der Lehre, aber schuf eine neue Religion.

Götter werden im Buddhismus umgedeutet als z.B. Götter, die die Lehren Buddhas beschützen. Brahma ist laut buddhistischer Mythologie zum Buddhismus konvertiert und schützt ihn nun. Götter sind aber dem Buddhismus zufolge grundsätzlich ebenso wie Menschen im Daseinskreislauf gefangen und nicht erleuchtet. Sie können hilfreich sein, aber nicht erlösen. Einen obersten Schöpfergott gibt es nicht.
Zitat:
Wenn im Buddhismus von Samsara gesprochen wird, spricht man von der Wanderung des feinstofflichen Körpers (Verstand/Intellekt/Geist). Dieser wandelt sich jedoch ständig, er besitzt keine Eigenständigkeit (Individualität), da er sich gemäß dem Karma ständig wandelt. Hier kann man wieder den Vergleich mit den Kleidern machen. Je nach Verlangen wechseln wir unsere Kleider, sowohl die Unter- als auch die Oberkleider.

Es bestehen also 3 Komponenten wenn wir von „ICH“ sprechen. Die ewige, unwandelbare, unsterbliche spirituelle Seele, der feinstofflich materielle (unpersönliche) Körper (Geist/Verstand/Intellekt), und der grobe (unpersönliche) Körper.
Im Buddhismus wird die unsterbliche Seele verneint und nur die Wanderung des feinstofflich materiellen Körpers (Geist/Intellekt/Verstand) beschrieben.


Das ist so nicht ganz richtig, denn zunächst mal kennt Buddhismus den Begriff "feinstofflich" nicht. Den Mensch machen die khandhas aus, der Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesregungen und das Bewusstsein. Das Bewusstsein wandert auch nicht von Körper zu Körper, sondern er zündet im nächsten Körper ein neues Bewusstsein, dass nicht mit dem ersten identisch ist.

Zitat:
Der Rest ist gleich wie im Buddhismus, also was Karma, Samsara und so weiter betrifft.


Soviel ich weiß wird Karma im Hinduismus durch die Wirkung der Tat bestimmt, im Buddhismus durch die Motivation.
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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