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Der Koran












Hürden bei der ersten Annäherung an den Koran

Nicht-Muslimen erscheint der Koran auf den ersten Blick oft sperrig. Während viele Muslime nicht verstehen, dass der westliche Leser bei seiner Lektüre nicht sofort vollauf begeistert ist, gerät dieser, wenn er zum ersten Mal den Koran in die Hand nimmt und "vorne" anfängt zu lesen, gleich in eine erste Schwierigkeit. Da die Suren der Länge nach geordnet wurden, stößt der Leser zu Anfang auf die längeren, eher "trockenen" medinischen Suren, die später entstanden sind. In ihnen werden eher Fragen des Zusammenlebens wie zum Beispiel Erbschaftsangelegenheiten oder das Verhalten bei Geschäften untereinander geregelt. Die früheren, mekkanischen Suren, in denen in bildgewaltiger, poetischer Sprache gesprochen wird und die oft nur wenige Zeilen umfassen, stehen nach westlichem Verständnis am Ende des Koran. Deswegen empfiehlt es sich beim ersten Studium des Korans nach Sure 1 (Al-fatiha: die Öffnende) bei Sure 114 Richtung Sure 2 weiter zu lesen. Konsequenterweise lässt Murad Hoffmann in der Überarbeitung der Übersetzung von Max Hennig die Einleitung und den Text nach westlichem Verständnis hinten beginnen und kommt damit dem Original am nächsten.

Beim Vergleich mit dem Christentum ist es angebracht zu erwähnen, dass der Koran eine zentralere Funktion im Glauben der Muslime einnimmt, als es die Bibel im Glauben der Christen tut. Bildlich wird die Wichtigkeit des Korans von Islamwissenschaftlern eher mit der Rolle der Person Christi als mit der Rolle der Bibel für das Christentum verglichen.

Für Johann Wolfgang von Goethe ist der Koran ein Buch, "das uns, so oft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt."

Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Koran aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Übersetzungen

Eine wirkliche Übersetzung des Korans gilt als unmöglich, da jede Übersetzung zugleich eine Interpretation beinhaltet. Daher wird das Studium des Korans im arabischen Originaltext empfohlen.

Der Orientalist Friedrich Rückert hat in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weite Teile des Koran in gebundener Sprache ins Deutsche übertragen. Rückerts Übersetzung ist für ihre sprachliche Ausdrucksstärke berühmt, die so viel wie möglich vom Klang des koranischen Arabisch ins Deutsche hinüberzuretten versucht. Als Manko dieser Übersetzung wird von vielen Lesern allerdings empfunden, dass Rückert nach eigenem Ermessen Textstellen einfach ausgelassen hat, so dass auf der Grundlage dieser Übersetzung kein vollständiges Bild vom Koran gewonnen werden kann. Trockener und schwerer lesbar, dafür vollständig und auch näher am Text bleibt die moderne wissenschaftliche Übersetzung von Rudi Paret. Daneben existieren die Ahmadiyya-Übersetzungen (zweisprachige Ausgaben mit dem arabischen Originaltext auf jeder geraden Buchseite in über 50 Sprachen), sowie Übersetzungen von Adel Khoury in neuer umfangreich verzierter Schmuck-Ausgabe (traditionsgebunden, vom Islamischen Weltkongress unterstützt), Lazarus Goldschmidt, Ahmad von Denffer und Max Henning (Reclam). Die Henning-Ausgabe ist aktuell von Murad Hoffmann überarbeitet und mit behutsamen Anmerkungen versehen worden. Eine der besten neuen deutschsprachigen Übersetzungen, die auch den arabischen Text und gleichzeitig zu jedem Vers eine Auswahl aus wichtigen, auf Deutsch übersetzten Kommentaren bringt, wurde von einer Gruppe deutschsprachiger Musliminnen unter Leitung von Fatima Grimm unter dem Titel Die Bedeutung des Koran herausgegeben.

Die Bedeutung des Koran. SKD Bavaria Verlag, München, 2.Aufl. 1998 (5 Bände). ISBN 3-926575-40-9.
Der Koran. Übersetzung von Max Henning. Stuttgart 1960. Überarbeitet und leicht kommentiert von Murad Wilfried Hofmann, Diederichs 3.Aufl. 2001.
Der Koran. Übersetzung von Adel Khoury. Gütersloh 1987.
Der Koran. Übersetzung von Rudi Paret. Stuttgart 1966.
Hartmut Bobzin (Hg.): Der Koran in der Übersetzung von Friedrich Rückert, 4. Aufl., Würzburg 2001.
Der Heilige Qur-ân. Übersetzung der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Verlag der Islam (http://www.verlagderislam.de/shop.html).
Literatur

Theodor Nöldeke: Geschichte des Qorans.
Über den Ursprung des Qorans. Leipzig 1909
Die Sammlung des Qorans. Leipzig 1919
Die Geschichte des Qorantextes. Leipzig 1938
William Montgomery Watt: Companion to the Qur'an, based on the Arberry translation. London 1967
Tilman Nagel: Der Koran. Einführung - Texte - Erläuterungen, München 1983 ISBN 3-406-43886-5
Hartmut Bobzin: Der Koran. Eine Einführung. München 1999 (Beck) ISBN 3-406-43309-X
Christoph Luxenberg: Die syro-aramäische Lesart des Koran, Berlin: Verlag Das Arabische Buch 2000. ISBN 3-89930-028-9
Murad Hoffmann: Koran, München 2002, Diederichs. ISBN 3-7205-2316-0
Salam Aleikum,

ich versuche die Koranübersetzung zu dawenloaden, aber der Link funktioniert nicht und habe die folgende Nachricht erhaltet.

Bitte informieren Sie die Verantwortlichen der Seite http://www.geistigenahrung.org/ftopic858.html, daß der Link http://www.unet.univie.ac.at/~a0002062/gnahrung/Koran.exe falsch ist.

Kann ich Fragen, wer hat diese Ausgabe übersetzet?

viele liebe Grüße
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