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Eine Stadt stellt sich quer












Aus aktuellem Anlass:

Wie sehr die Deutschen den Islam hassen (Achtung Ironie!) konnte man gestern in Köln sehr schön beobachten... Und selbst wenn sie den Islam nicht mögen, so mögen sie Rechtsextremismus noch viel weniger (_keine_ Ironie).

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,579458,00.html

Haben wir einen Kölner unter uns? Was war denn da los bei euch?
Das ist halt das Problem: Wenn man den Islam kritisiert, hat man gleich neue "Freunde", die man lieber nicht hätte .
Zitat:
Haben wir einen Kölner unter uns? Was war denn da los bei euch?
Keinen Kölner, aber einen aus der Peripherie.
Von den Medien nur ganz beiläufig angedeutet: Der Zusammenbruch des öffentlichen Nahverkehrs am Samstagvor- bis Nachmittag. Ein Bekannter, mit dem wir uns zwecks Spaziergang im Siebengebirge verabredet hatten, kam einfach nicht aus Porz heraus, und wir warteten in Beuel über eine Stunde vergeblich am Bahnhof.
Der größte Teil der demonstrierenden "Kölner" war von den Gewerkschaften aus ganz Deutschland herbeigeschafft worden. Wie es heißt, hatten autonome Linke den Schienenverkehr per Sitzblockade und Brandanschlag lahmgelegt. Die richtigen Kölner sind zum Teil nicht so ganz glücklich über den geplanten Bau einer gigantischen Moschee in Köln-Ehrenfeld (siehe hier). Noch weniger glücklich sind sie natürlich über Rechtpopulisten, die aus einem Kölner Streitpunkt Kapital schlagen wollten. Richtig glücklich waren nur die Randalierer, denen hier ein gut publiziertes Szenario geboten wurde. Gegen Rechts prügelt sich's heutzutage ohne Gefahr.

Die meisten Leute hier waren aber einfach nur sauer, weil man aus Köln mit öffentlichen Verkehrsmitteln am sonnigen Samstag einfach nicht herauskam.
Und hier ein Erfahrungsbericht eines echten Kölners.
Hallo,

naja, war ganz schön was los - ich habe gestern die Medien diesbezüglich verfolgt.

Meine Schwester, selber in Köln wohnhaft, hat berichtet, dass die Gewalt weniger von den Pro-Köln Anhängern ausging als vielmehr von den Linksextremisten. Ständig ging das Martinshorn oder irgendwelche Polizeihubschrauber kreisten über der Stadt.

Ich selber hatte den Eindruck, dass von polizeilicher, politischer / staatlicher Seits die Kongressteilnehmer zum Abschuss freigegeben wurden. Man griff erst ein, als Linksextremisten, aus Mangel an Kongress Teilnehmern, auf die Polizei los gingen.

Die Medien selber hatten zu tun, die "Kongress Teilnehmer" in den Schlagzeilen zu halten. Bei den gewalttätigen Ausschreitungen Linksextremer echt eine Meisterleistung - es tauchte dann meist erst in der zweiten Zeile unter der Schlagzeile auf. Zumahl, die Medien recht unbefangen die Begrifflichkeiten, ob vorsätzlich oder nicht, mehrfach durcheinander hauten. Mal waren sie "Rechts" dann wieder "Rechtsradikal" dann wieder "Rechtsextrem" dann wieder "Rechtspopulisten" dann wieder "gewaltbereite Autonome" dann gebrauchte man auch, wenn auch weniger, "Linksextrem" oder "Linksradikal".

Was ebenfalls kenntlich gemacht wurde, das es keinerlei Abgrenzung der Gewerkschaften, evang. Kirche und teilweise auch von politischer Seite, gegenüber linksextremen Kräften gibt. Damit hat man sich, nach meiner Meinung endgültig unglaubwürdig gemacht, schade.

Zur Moschee selber stehe im Zwiespalt. Zum einen :es leben über 100000 Moslems in Köln, diese haben selbstverständlich eine Recht auf ein Gebetshaus. Zum anderen: in Köln soll es wohl schon knapp an die 50 Moscheen geben - hier stellt sich die Frage - besteht bedarf.

Was ich aber für eklatanter halte: Das hier die dt. Zweigstelle der Diyanet - die Ditib - baut, also im Endeffekt die Diyanet / der türkische Staat, der ja das 25 Mill. Euro Projekt finanziell unterstütz. Hier könnte man wieder den Laizismus der Türkei in Frage stellen. Es würde faktisch bedeuten, das die Diyanet / der türkische Staat eine neue Außenstelle des Religionsamts in Deutschland baut. Die Großmannssucht / Machtanspruch, wie es Giordano schreibt, lässt sich leicht ablesen. Damit aber nicht genug, es soll ja faktisch in und um das Gebäude noch eine ganze "türkische" Infrastruktur dazu kommen. Also vom Arzt/Rechtsanwalt über normale Geschäfte bis zum Sport/Spielplatz - Jugend/ Kindereinrichtungen. Abgesehen, von der Frage, wie hier eine Integration erlangt werden soll, kann man sich ebenfalls die Frage stellen, ob das noch über die Religionsfreiheit abgedeckt werden kann.

Adios
Forum -> Islam


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