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Mein Glaube - Der Jediismus -












Ich bin seit einigen Jahren ein begeisterter Anhänger des Jediismus.

Der Jediismus stellt eine synkretistische Religion dar, die sich aus einigen spirituellen Inhalten des Christentums, des Buddhismus, des Taoismus und des Shintoismus subsummiert.
Die "Berechtigung" dies als Jediismus zu bezeichnen leiten Jediisten ab aus der Tatsache das die Präsentation der "Macht" in den Star Wars Filmen am perfektesten mit der karmischen lenkbaren Energie der eigenen, ursprünglichen Glaubensrichtung zusammenpasst.

Daher wurde vom Vorhaben eine druidische Richtung einzuschlagen abgesehen, denn Druidismus passt eindeutig weniger auf den Glauben.
Insgesamt gibt es Einigkeit über den Jediismus, ein Austausch der einzelnen regionalen Tempel findet statt.

In Europa gibt es zwei Zentren für den Jediismus:

Britischer Tempel: http://templeofthejediorder.org/index.php

Deutscher Tempel: http://www.jeditempelgrevenbroich.beepworld.de
Der leitende Grundgedanke, der "rote Faden" der Jedi ist die Macht.
Wir glauben das die Macht in fast allen Religionen auch beschrieben steht:
- Gott erschuf die Welt in 7 Tagen (GOTT = die Person; Erschaffen = die
Macht)
- Gautama meditierte Monate unter einem Baum (siehe oben; die
meditative Leistung als solches war unserer Meinung ein Nutzen der
Macht)
- Shintoistische Götter (z.B. Amaterasu) begehen wundersame Dinge (vgl.
Schöpfungsmythos Nippon)

Ob es sich um das Empfangen von religiösen Texten handelt, ob Meere geteilt werden, selbst in den Naturreligionen (vgl. Gilgamesch Epos) finden sich Hinweise auf eine unsichtbare, allgegenwärtige Macht.

Für uns Jedi ist es die Macht, die unser Schicksal lenkt (karmischer Kreis), unser Handeln bestimmt (Vermittlung von Werten durch z.B. Propheten) und Gut sowie Böse definiert (Helle bzw. dunkle Seite der Macht).

Insofern sehen wir die Macht als das göttliche an.

Aus dieser Grundidee heraus leiten wir den Kodex der Jedi ab:

"Die Jedi sind die Friedenswächter.
Sie nutzen ihre Kraft zur Verteidigung und zum Schutz anderer,
nie jedoch zum Angriff.
Die Jedi achten alles Leben, in jeder Form.
Die Jedi dienen, anstatt zu herrschen,
zum Wohle der Menschheit.
Die Jedi streben nach Vervollkommnung durch Wissen und Ausbildung.
Es gibt keine Gefühle, es gibt Frieden.
Es gibt keine Unwissenheit, es gibt Wissen.
Es gibt keine Leidenschaft, es gibt Gelassenheit.
Es gibt kein Chaos, es gibt Harmonie.
Es gibt keinen Tod, es gibt nur die Macht.
Die Jedi sind Teil der Gemeinschaft und stärken diese durch ihr eigenes Tun.
Niemals schädigen sie den Orden, nie lassen sie einen Jedi im Stich."

Hierbei handelt es sich um das "Glaubensbekenntnis" der Jedi welches verpflichtend für uns in der Umsetzung gilt.

Der eigentliche Weg des Jedi ist daher geprägt durch den selbstlosen Einsatz für andere, um die Menschheit als solches durch vorbildliches Handeln zu verbessern.
Das Leben des Kodex, jeden Tag aufs neue stellt jedoch für den Jedi auch die Schwierigkeit des Praktizierens dar.

Aus diesem Kodex kann man auch leicht die Gebiete der Schulungen der Jedi ableiten:

- Umfassende theoretische Studien (nicht nur Philosophie, auch Literatur,
Wissenschaften...)
- Ausbildung in bewaffneten und unbewaffneten Kampfkünsten
- Meditation, Lerntechniken
- Ausdauertraining, Krafttraining

Vom Eintritt des Padawan in die Gemeinschaft bis zum vollwertigen Jedi vergehen in der Regel etwa 3 Jahre.
In dieser Zeit stehen regelmäßig Prüfungen und Vorträge auf dem Programm, meditative Aufgaben und geistiges Training.
Sind das echte Tempel oder nur Internetseiten? Gibt es ein einzelnes Gläude oder einen Raum oder nur ein Wohnzimmer?

Und kann man bei der selektiven Auswahl von Elementen aus einzelnen Religionen nach dem Muster eines SciFi-Universum von einer Religion sprechen, oder vielmehr von einer synkretistischen Bewegung oder gar einer Spaßreligion?
Hallo, Tobias.

Zum ersten... Was genau ist denn eine Religion? Wenn ich Wikipedia lese dann sind wir eine Religion.

Synkretistisch sind wir, gar keine Frage. Das verheimlichen wir ja auch gar nicht, im Gegenteil.

Einen Tempel gibt es in Grevenbroich, nicht ein Wohnzimmer sondern einen realen separaten Raum. Natürlich nicht mit anderen Tempeln reicherer Religionen zu vergleichen; da wir aber sehr serh wenig Geld zur Verfügung haben reicht uns das.

Wir glauben an etwas, haben eigene Rituale, eine innere Ordnung und ein Schriftwerk.
Ich selbst habe den Jediismus an den britischen Wurzeln kennenlernen dürfen und bin tief beeindruckt von diesem Glauben.

Und... Nein ich gehe nicht von einer Modeerscheinung aus. Weil in England, Australien und Neuseeland ist der Jediismus mittlerweile anerkannte Religion.
Ich finde so etwas super!
Jeder Mensch möge sich doch ein eigenes Gottesbild basteln.
Und schon Zarathustra sagte:
"Alle Wege, wenn sie nur gut sind, führen zu Gott.
Gehe jeder den seinen, gebe Gott ihm Kraft und beharren."
Zumindest ist Jediismus nicht schlechter oder besser als irgendeine andere Religion, Sekte oder Weltanschauung.
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