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Moment!
Die Menschen in Matrix existierten sehr wohl. Sie waren Gefangene einer künstlichen Intelligenz, die die Menschen ihres eigentlichen Daseins beraubt hatte. Im Prinzip ist Dein Beispiel mit "Matrix" nicht schlecht. Als Bild für unsere eigentliche geistige, immatrielle Existenz nämlich, die wir momentan "behindert" durch die beschränkte Wahrnehmungsfähigeit unseres Körpers nicht voll oder sogar gar nicht erfassen können.
Ich denke es gibt gute Hinweise darauf, dass wir existieren und dass diese Existenz über den Tod hinaus geht.
Was mich persönlich interessiert, ist nicht ob, sondern wie man sich dieses Bewußtsein/Leben nach dem körperlichen Tod denken muss und inwiefern ich mich darauf vorbereiten kann.
Religiös ethische Lebensführung ist zwar gut und schön, entspricht auch meiner Herzenseinstellung, aber sobald die anderen da nicht mitmachen wird es schwierig mit der Liebe.
Da noch im Auge zu behalten, dass wir möglicherweise alle Eins sind, ist da weniger ergreifend.
Aber was Dich betrifft: Die meisten Menschen machen sich Gedanken über den Sinn des Lebens. Du dagegen fragst, ob ein Leben nach dem Tod sinnvoll ist. Bist Du existent, dann ist es egal, ob ein jenseitiges Leben erstrebenswert ist oder nicht. Wenn es eines gibt, dann kommt es eben.
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| Bist Du existent, dann ist es egal, ob ein jenseitiges Leben erstrebenswert ist oder nicht. Wenn es eines gibt, dann kommt es eben. |
Ein Punkt bei dem ich ja sicherlich "noch" unentschieden bin.
Ich wäre gerne, aber es erscheint mir momentan nicht gerade gesichert das ich bin.
Das Leben nach dem Tod schiebe ich so langsam weiter von mir weg.
Ich bin wohl in in einer Phase der Abkapselung.
Gott gibt mir kaum etwas, die Philosphie hingegen einiges.
Da springe ich mittlerweile aber eher auf Thesen des grossen Ganzen, ohne die Begleiterscheinung Gott an.
Ein leben nach dem Tod macht für mich auch von tag zu Tag weniger Sinn. Zumindest nicht in der Form, die sich die meisten vorstellen.
Die fast einzige konsequente Nach Lebensform (ob sein bzw. gewesen sein oder nicht) ist für mich immer mehr die imaterielle Form.
Es macht eben keinen Sinn einen Körper neu zu erschaffen, wo er sicherlich nicht gebraucht wird.
Wir sind unsere Erinnerungen und nicht unser Körper.
Kann es mich eigentlich stören nicht mehr fühlen, riechen, greifen u.s.w. zu können, wenn ich nicht mehr weiss das ich das mal konnte?
Die Antwort darauf ist mMn nein.
Also wird auch ein leben nach dem Tod immer unnötiger.
Falle ich heute in ein Koma, so ist es mir egal.
Meinem Norm-Ich (das ich, das arbeiten geht und nicht schläft) dürfte es Probleme bereiten, aber es kann gar nicht darüber nachdenken.
Es bleibt auch keine Dunkelheit sondern nur "nichts".
Spielt also eigentlich keine Rolle ob es ein Leben nach dem Tod gibt.
Man kann sich bei diesem Szenario noch nicht einmal verarscht vorkommen, da man gar nicht die Möglichkeit hat darüber nachzudenken.
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Einen schönen guten Morgen Sein und Helle!
Gerade weil ich schon seit langer langer Zeit völlig bzw. felsenfest davon überzeugt bin, dass es mit dem Sterben für uns nicht aus ist und wir weiterleben, so mag ich doch sehr gerne solche Diskussionen, wie diese hier eine ist.
Grundsätzlich gibt es ja schon immer den Ansatz, zuerst einmal alles was ist und vor allem sich selbst in Frage zu stellen. Es kommt aus dem Gefühl, dass alles nur Schein ist und dass wir uns einer Täuschung hingeben, wenn wir glauben, dass wir das sind, was wir sind.
Es wird geglaubt, dass wir uns in etwas Falsches verlaufen und deshalb betrügen. Alles rund um uns sei nur eine unwahre Realität, eine Maya.
Während die indische Philosophie wenigstens zum Schluss kommt, unsere Maya sei nur eine vorüber gehende Umkleidung eines hohen kosmischen Selbst bzw. des göttlichen Seins, so tendieren die abendländischen Philosophen zum Nichts, dem vollständigen Atheismus.
Mit der Perspektive auf das Jenseits, heben sich im Indischen sich die Gegenstätze von gut und böse auf, sind im Nivana irrelevant, in der göttlichen Einheit einfach nicht mehr vorhanden. Gut und böse sind überwunden, weil man keine Eigenpersönlichkeit mehr ist, sondern das einheitliche jenseits von gut und böse.
Der westliche Atheismus ist noch viel radikaler: Du selbst bist nur ein zufälliges Produkt der Natur (wenn sich deine Eltern nicht zufällig getroffen hätten, wärst du einfach nicht) und deshalb verschwindet dein zufälliges Sein wieder einmal von der Bühne der Zufälligkeiten, löst sich wieder ins Nichts auf, aus dem du gekommen bist.
Und beide Weltanschauungen kommen mit unendlich reichen Argumenten. Das wichtigste Argument aber ist: Legt uns einen echten, jederzeit nachvollziehbaren Beweis vom nachtodlichen, sich selbst bewussten Leben der Einzelpersönlichkeit vor. Es muss ein Beweis sein, der wissenschaftlich hieb- und stichfest anerkannt werden kann. Und dasselbe Verlangen wird auch bei Gott gestellt, weil man weiß, dieser Beweis kann nie erbracht werden. Also hat man Recht: Es gibt weder das persönliche nachtodliche Leben noch Gott.
Andererseits wird doch auch Folgendes schuldig geblieben: Der Beweis dafür, dass es Gott und das nachtodliche Leben nicht gibt, der wird nie nachgereicht. Zusätzlich bleibt man auch noch die geringste Enerkennung jener Hinweise schuldig, die für Gott und das nachtodliche Leben eintreten.
Ist man hierzu einfach zu feige?
So gesehen kann man allem nachgehen, was aufgetischt ist, aber man muss es wie eine Speise kosten, prüfen, der eigenen gefühlsvollen Überlegung unterziehen, meint für heute - reinwiel
PS.: Habe übrigens auch ein Buch geschrieben.
www.balanceamweg.de.ki
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Lieber reinwiel,
ich schätze Deine Beiträge hier im Forum sonst sehr, aber muss diese Werbung in eigener Sache sein?
Gruß Helle
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@ Helle
Zu aufdringlich? Bescheidene Werbung auch in eigener Sache ist hier im Forum nicht ausdrücklich untersagt.
Freut mich, dass dir meine Beiträge sonst gefallen.
Liebe Grüße - reinwiel
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