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Irak:13-Jährige mit Sprengstoffweste stellt sich Polizei












Nun streitet euch mal nicht! Die einen sprengen 13 jährige Mädchen in die Luft, für die Revolution oder aus religiösem Wahn, und die anderen (wir) lassen kleine Kinder verhungern, damit wir weiter schön unnützen Zeug kaufen können. Seht ihr, wir sind doch alle gleich, also gebt euch die Hand und schließt Frieden! Alles ist gut..
Was soll man dazu noch sagen?

Religiöser Fanatismus und Haß sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand zu dämpfen vermag. Nur die Hand Göttlicher Macht kann die Menschheit von dieser verheerenden Plage befreien. (Bahá'u'lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 19)

Wie erhaben ist die Stufe, die der Mensch erreichen kann, wenn er sich nur entschließt, seine hohe Bestimmung zu erfüllen! In welche Tiefen der Erniedrigung kann er absinken, Tiefen, die die niedrigsten Geschöpfe nie erreicht haben! O Freunde, ergreift die Gelegenheit, die dieser Tag euch bietet, und verscherzt nicht die großmütigen Gaben Seiner Gnade! Ich flehe zu Gott, daß Er jeden von euch gnädiglich befähige, sich an diesem gesegneten Tage mit dem Schmuck reiner, heiliger Taten zu schmücken. Wahrlich, Er tut, was immer Er will. (Bahá'u'lláh, Ährenlese 101)

Ach, die Winde der Verzweiflung wehen aus jeder Richtung, und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. Ich flehe zu Gott, gepriesen sei Seine Herrlichkeit, Er möge die Völker der Erde gnädig erwecken, möge ihnen gewähren, daß das Ergebnis ihres Verhaltens nutzbringend für sie sei, und ihnen helfen, das zu vollbringen, was ihrer Stufe würdig ist. (Bahá'u'lláh, Ährenlese 110)

Einfach nur traurig. Noch trauriger das die Verantwortlichen noch nicht einmal selbst den Mut aufbringen, sondern Kinder anketten.
Hallo,

ein Update vom 3. Sept. aus der Berliner Morgenpost:

"Terror-Mädchen wollte eigentlich Ärztin werden

Mit einem Sprengstoffgürtel um den Bauch wollte sich die fünfzehnjährige Irakerin Ranija Ibrahim auf dem Marktplatz der Stadt Baakuba in die Luft sprengen. Damit wäre sie die jüngste Selbstmordattentäterin des Landes geworden. Doch sie hat sich selbst gestellt. Jetzt gibt sie ihrem Mann die Schuld an ihren mörderischen Auftrag.

Früher einmal träumte sie davon, Ärztin zu werden. Doch im August nahmen Polizisten die 15-jährige Ranija Ibrahim auf einem belebten Marktplatz der irakischen Stadt Baakuba fest – am Körper trug sie 20 Kilogramm Sprengstoff.

Wäre es ihr gelungen, die Bombe zu zünden, hätte nach Angaben von Ermittlern kein Mensch im Umkreis von fünfzig Metern überlebt. Nun gilt Ranija als die jüngste Selbstmordattentäterin, die je im Irak gefasst wurde. Das Mädchen beteuert seine Unschuld: Ihr Mann habe sie belogen und zu der Tat gedrängt, erzählt die Jugendliche. Den Eintritt ins Paradies habe er ihr versprochen.

"Mein Mann hat mir gesagt, dass Märtyrertum der richtige Weg ist", erzählt das von Kopf bis Fuß in ein schwarzes Gewand gehüllte Mädchen. Mit ihrem Tod steige sie ins Paradies auf, wurde der dem sunnitischen Glaubenszweig angehörenden Ranija eingebläut.

"Er sagte mir, dass im Paradies Engelsfrauen mit weißer Haut und dunklen Augen warten. Das Paradies ist ein großer Garten voller Blumen und mit zwei Flüssen – einer davon aus Honig", sagt Ranija und lächelt versonnen, als sie sich an die Versprechungen erinnert.

Hätte der Plan ihres Mannes und seiner Komplizen funktioniert, wäre Ranija nicht im Paradies, sondern als zerfetzte Leiche geendet: Am 24. August sollten auf einem Marktplatz von Baakuba, der Hauptstadt der lange als Widerstandshochburg geltenden Provinz Dijala, drei Polizisten erschossen werden.

Die herbeigeeilten Helfer, die Sicherheitskräfte und die Schaulustigen sollten dann durch die Bombe an Ranijas Körper getötet werden – gezündet per Fernbedienung. Doch einem Polizisten fiel das Mädchen beim Überqueren des Platzes gerade noch rechtzeitig auf, weil es sich auffällig verhielt.

Vor der Fahrt zu dem Markt habe ihr eine Cousine ihres Mannes ein Glas Pfirsichsaft zu trinken gegeben, erinnert sich Ranija. "Mir war schwindelig, und ich habe alles doppelt gesehen." Die Cousine habe ihr den Sprengstoffgürtel umgelegt mit den Worten, dieser werde bestimmt nicht gezündet. "Ich wollte zu meiner Mutter gehen und den Sprengstoffgürtel abnehmen oder sie bitten, mit mir zur Polizei zu gehen", sagt sie. Doch ihr Mann und dessen Cousine fuhren Ranija in einem Minibus zu dem Markt, setzten sie ab und verabschiedeten sich unter dem Vorwand, zum Einkaufen zu gehen. "
"Für die Ermittler zeigt Ranijas Fall, dass sich das Terrornetzwerk al-Qaida angesichts der Aufstandsbekämpfung durch irakische Sicherheitskräfte und US-Truppen auf dem Rückzug befindet. "Al-Qaida hat die Fähigkeit verloren, Männer zu rekrutieren, deshalb benutzen sie nun Frauen", sagt der Polizeichef von Dijala, Abdel Karim Chalaf. Irakischen Angaben zufolge haben sich seit Beginn des Jahres mehr als 30 Frauen als Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt, im vergangenen Jahr waren es nur wenige. Laut Chalaf suchen sich die Terroristen unter den Frauen nun "die Jungen, die Zurückgebliebenen und die Armen" heraus.

Eine Beschreibung, die zum Teil auch auf Ranija zutrifft: Als sie elf Jahre alt war, verließ sie die Schule. Drei Jahre später verheiratete ihre mittellose Mutter das Mädchen schließlich an ein al-Qaida-Mitglied. Vermutlich wusste sie, wem sie ihre minderjährige Tochter zur Frau gab. Sicherheitskräften zufolge soll der Mann für 40 Morde verantwortlich sein, die meisten davon Enthauptungen. Die irakischen Behörden präsentieren die 15-Jährige nun den Medien als Beweis für die Grausamkeit der Terroristen.

Doch hinter vorgehaltener Hand bezweifeln Ermittler die Geschichte des missbrauchten Mädchens, an der auch Ranija festhält. Ihr psychologisches Profil und ihr Werdegang seien typisch für freiwillige Selbstmordattentäter und Extremisten, sagt einer der Ermittler, der seinen Namen nicht nennen will. Zudem sei sie nicht die erste "Märtyrerin" ihrer Familie: Vor Ranija sprengten sich bereits ihr Vater und ihr Bruder in die Luft."

Adios
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