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Wir erklären uns die Welt wie wir sie verstehen...












...und nicht wie sie wirklich ist. Oder: warum ist der Islam für viele ein unbequeme Religion?

Haben wir viele Realitäten oder gibt es nur eine?

Geht man nach dem weit verbreiteten "Individualismus", muss man davon ausgehen das jedes Individuum seine Eigene Wahrheit besitzt, was logischerweise nicht als "die Wahrheit" gelten kann. Denn jeder wird seiner Neigung, Bildung, Wahrnehmungsfähigkeit eine eigene Interpretation der Realität konstruieren und mit seinem Model durch die Welt ziehen.

Sind wir freier durch unsere selbst geschaffene Realität (also Illusion) oder durch das erfahren und leben mit der absoluten Realität?

Der Islam berücksichtigt die Natur (schwächen) des Menschen, und gibt klare Anleitung sich seiner Praxis (Handlung) bewusst zu werden um diese zu Steuern. Betrachtet sich der Individualist nur in der Blase seiner eigenen Realität (die i.d.R. völlig den eigenen Launen und Emotionen unterworfen ist), muss sich der Muslim in einem größeren Zusammenhang betrachten, wo das eigene nicht das wichtigste ist. Natürlich behaupten viele Glaubenskonzepte ähnliches, jedoch muss man sich hinterfragen welche auch wirklich praktikabel und alltagstauglich ist.

Man betrachte als Negativbeispiel die Katholische Kirche, die ihren Anhängern eine falsche Frömmigkeit auferlegt und bestrebt ist eine institutionelle Abhängigkeit des "unbedarften Gläubigen" zu kreieren. Die Auswirkungen dieses fehlerhaften Systems sieht man an der Vielzahl von passiven Mitgliedern: die kaum was von ihrer Religion verstehen, sich aber anmaßen über andere (wertvollere) Glaubenskonzepte zu urteilen.

Bis hier nur mal ein Paar Gedanken, die zur weiteren Diskussion anregen sollen.
Hallo,

"Die Auswirkungen dieses fehlerhaften Systems sieht man an der Vielzahl von passiven Mitgliedern: die kaum was von ihrer Religion verstehen, sich aber anmaßen über andere (wertvollere) Glaubenskonzepte zu urteilen."

Naja - da setzt sich aber einer aufs hohe Ross. Sowas gibt es in jeder Glaubensrichtung - oder willst du uns erzählen, das es unter den Muslimen keine gibt, die von ihrer Religion wenig bis gar nichts verstehen aber sich anmaßen über andere Glaubensrichtungen zu urteilen oder zu maßregeln.

"Natürlich behaupten viele Glaubenskonzepte ähnliches, jedoch muss man sich hinterfragen welche auch wirklich praktikabel und alltagstauglich ist. "

Ja und, das entscheidet jeder Mensch für sich alleine - individuell- daraus folgt, dass es so viele unterschiedliche Schlussfolgerungen, wie Menschen auf der Welt, gibt.

Der Papst(so glaube ich) wurde mal gefragt, wie viele Wege es zu Gott gibt - darauf Antwortete er - 6 Milliaraden.

Adios
Schon klar, der Islam ist praktikabel und alltagstauglich. Deswegen sind die muslimischen Staaten sowohl intellektuell, wirtschaftsmäßig wie auch kulturell und humanitär absolute Weltspitze.
Schon klar.
Zitat:

alltagstauglich

Wobei du das auf dich beziehst!
@niceday
Wußte gar nicht, dass Du in diesem Zusammenhang soo diplomatisch sein kannst!
Zitat:
warum ist der Islam für viele ein unbequeme Religion?


Ist "unbequewm" nicht das falsche Wort? Wenn anhand einer Überlieferung (Koran und dazugehörige Schriften) offensichtlich zu Mord und Gewalt aufgerufen wird, und dabei als Quelle (ein) Gott zitiert wird, dann frage ich mich allen Ernstes, was Du hinter diesem Begriff "unbequeme Religion" verstehst!

Was sagst Du zu den Pubertätsauswirkungen des Islams am Beispiel gewisser Staaten, die sich auf den Islam berufen? Sind natürlich vermutlich alles Irrläufer, ok, verstanden.

Aber was ist mit islamischen Gruppen in der BRD, die bspw versuchen ein falsches (freundliches Bild dieses Glaubens azuliefern versuchen und die Aufrufe zur Gewalt verleugnen. Das sind natürlich alles falsche Übersetzungen.... Nur, wenn es so wäre oder sein sollte, wieso erhebt die muslimische Welt den Anspruch, für die ganze Menschheit gültig zu sein, zumal sie bis heute nicht in der Lage ist, ein einheitliches Bild und Glaubenszeugnis von sich zu geben?

Gruß!
Forum -> Islam


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