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Hallo Seelentod,
Ein schwarzes, riesiges Schiff bei Nacht im Nebel hält mitten auf dem dunklen Meer an einem meterhohen Steg an, ohne Ufer, ohne sonstwas.
Du kannst nichts erkennen, 'schwebst' irgendwie in der Luft und hast nichts mit dem oder wovon Du leben kannst. Das ist kein wirkliches Leben. Aber Du bist daran gewohnt und jede Änderung macht Angst, weil ja alles fremd und ungewiss ist. Eingentlich ist da nichts was Verlustängste rechtfertigt. Nach dem Bild des Traumes bist Du eine Statue im weiten Meer, die aber wahrscheinlich niemand sieht.
Es hilft Dir nicht angst vor Dingen zu haben, die unwiderruflich früher oder später einmal passieren. Aber diese Angst hindert Dich am wirklichen Leben, wo Du Dich an den Dingen und Menschen, die Du angst hast zu verlieren, wirklich erfreuen kannst. Hast Du vielleicht Angst das Leben zu genießen, weil der Verlust dann schmerzhafter wäre?
Letzten Endes kann Dich das Schiff nur irgendwo an Land bringen, wo man wirklich leben kann. Wie toll das sein wird, wird sich erst herausstellen, aber allemale besser wie mitten und einsam über dem Meer.
Oder spürst Du eine Sehnsucht in Dir nach einem besseren Schiff, das Deinen Vorstellungen mehr entspricht und willst darauf warten? Hast Du überhaupt eine Vorstellung wie solch ein Schiff aussehen könnte? Hast Du eine Vorstellung von einem Land in dem Du gerne leben würdest?
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