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Es gäbe wohl so mancherlei zum Themenkreis "Römische Kirchenhierarchie und Behandlung Abtrünniger im Laufe der Jahrhunderte unter besonderer Berücksichtigung der Liebe" zu erörtern, aber wir sind hier ja bei der Reinkarnationstherapie. Dass ich da die Scientology erwähne, liegt natürlich an meinen intensiven Erfahrungen mit der Praxis der Behandlung früherer Leben in meiner Scientologenzeit.
Ich bin vor einem Vierteljahrhundert ausgestiegen und habe keineswegs die Absicht, irgendwen zur Scientology zu bekehren. Was nun die fehlende Liebe in der Church of Scientology angeht, so ist auch das so eine Behauptung, mit der sich nicht viel anfangen lässt. Die Church of Scientology ist eine Art Privatuniversität mit einem einzigen Sachgebiet: Der Mensch als geistiges Wesen sowie seine Behandlung. Der dortige Umgangston ist eine Art freundliche Geschäftsmäßigkeit. Hinzu kommt dann leider auch eine Art elitäre Sektenhaftigkeit samt ziemlich robuster US-Geschäftstüchtigkeit.
Ich bin aber doch überrascht, wieviele ehemalige Scientologen ihr kennt, die nach ihrem Ausstieg extrem terrorisiert wurden, während ich keinen einzigen persönlich kenne. Da kann man wieder einmal zweierlei sehen: 1. Der Geist weht, wo er will, und 2. Dem Reinen ist alles rein.
Gruß,
Fipps
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Lieber Fipps, es ist wahr, daß die Menschen im Laufe der Jahrtausende nicht besonders gut miteinander umgegangen sind. Das kann man drehen und wenden,wie man will. Es ist halt so. Der Mensch ist noch immer in einer gewissen Unreife und das wird sich wohl nur zäh ändern - im Moment sehe ich sogar einen Rückfall, wenn ich das Weltgeschehen so betrachte, aber das ist nur eine Sequenz aus meinem subjektiven Blickwinkel. Es gibt auch Schönes - das man erlebt - aber es gibt auch Schlimmes, wenn man vom neuen Krieg in Rußland erfährt und wie Peter Scholl-Latour ausdrückt, wird es bald mehr Konflikte geben - im Orient. (Sendung auf phoenix) Worum es geht, wissen wir. Ich staune immer wieder über seine profunden Kenntnisse von Geographie und politischen Zusammenhängen.
Weißt Du, so manche Ehefrau, die von ihrem Mann zusammengeschlagen wird, hält "große Stücke" auf ihn, wenn die "blauen" Augen geheilt sind.
Wie Andreas eben schon meinte: es ist unser Blickwinkel auf eine Sache.
Auch wenn die SC versucht, sich ins gute Licht zu rücken - wäre sie so gut, dann hätten die Kritiker es auch nicht so leicht, etwas zu finden, aber es muß schon elendig viel passiert sein, daß man so viele - überaus viele - wie ich finde, wenn ich in google suche und nicht gerade angenehme Seiten wahrnehme und warum soll man allen Kritikern nicht glauben - vielleicht gibt es Übertreibungen - kann ja alles sein - aber ein Körnchen Wahrheit ist in allem - auch und gerade weil das Ziel sehr deutlich hervor gehoben wird.
Weltbeherrschung - und dafür ist schon einiges im Gange. Und daß alle Zeugen nur lügen - na, ich weiß nicht - das klingt nicht gerade glaubwürdig. Man sieht es doch schon, als Herr Cruise in Deutschland seinen Film drehte - da mußten die Mitarbeiter der Firmen, die sich um einen Auftrag bemühten, zwangsweise an solchen Seminaren teilnehmen. Und da gibt es noch vieles mehr, was ich hier nicht anbringen möchte, wer immer sich informieren möchte, der hat ja über die Suchmaschinen genügend Informationen, obwohl auch hier SC bereits Versuche unternommen hat und hatte, bestimmte Seiten per Gerichtsbeschluß zu entfernen.
Und es möchte Dir auch keiner Deine guten Erinnerungen nehmen, warum auch - nur bleiben Menschen immer kritisch und beleuchten eine Sache aus jedem Blickwinkel - das ist dann die Freiheit, sich für etwas entscheiden zu dürfen oder es abzulehnen.
Du hast das Gute erhalten und siehst es in diesem Licht und möchtest es nicht trüben lassen.
Ich habe z.B. mit einer Bekannten gesprochen, deren Sohn eine junge Frau geheiratet hat, deren Familie bei Scientology war und die noch bis zur Rente an ihren "Schulden" arbeiten müssen. Eltern neben Kindern. Das ist hart, wenn man die Beerdigung des Vaters nicht bezahlen kann und damit auf Sozialhilfe angewiesen ist.
Diese Erbarmungslosigkeit erschreckt mich und deshalb spüre ich diese Kälte, die darin steckt.
Es geht hier vor allem um den Profit, den man eigentlich braucht, um das Ziel zu erreichen. Aber ich bin überzeugt, niemand wird eine Weltherrschaft errichten kann. Dafür ist die Welt nun doch zu komplex und es würde nie funktionieren.
Und außerdem verläuft Entwicklung immer mit einem Auf und Ab - einmal oben - einmal unten.
Ich grüße Dich
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Lieber Fipps
Schön, dass du in diesem Zusammenhang die Römisch Katholische Kirche und ihre Verfehlungen ansprichst.
Ich denke, dass es durchaus Parallelen zwischen der SC und der RKK des Mittelalters und Spätmittelalters gibt.
Die RKK hatte damals weltliche Macht: weitreichende Ländereien, stehende Heere, Kaiser unter ihrer Kontrolle.
Dieses Ausmass an weltlicher Macht hat dafür gesorgt, dass der Papststuhl und jedes kirchliche Amt nicht nur eine spirituelle Aufgabe war, sondern Macht brachte.
Das war ein Fehler, denn die Macht zog weltlich orientierte, machthungrige Leute auf den Stuhl Petri und in die Ämter darunter. Die lediglich spirituell interessierten Menschen hatten keine Chance mehr in solche Positionen zu kommen, da sie gegen die ruppigeren, durch Ränkeschmiedereien und Intrigen an die Macht gekommenen Leute keine Chance hatten.
Unter der Führung der Machtmenschen hat die RKK ihre dunkelste Stunde erlebt: Kreuzzüge, Inquisitionen, Hexenverbrennungen ... man kennt das ja.
In meinen Augen nur Auswirkungen des Problems, dass der Stuhl Petri mit weltlicher Macht verbunden war.
Und bei Scientology scheint es mir genau das gleiche Problem zu sein. Es geht nicht nur um Spiritualität. Eigentlich geht es um ein unternehmerisches Ziel. Die Spiritualität dient dabei nur als Produkt, als Vehikel zur Macht und wird benutzt. Entsprechend sind die Menschen, die darin wachsen höchstwahrscheinlich eher machtorientiert als spirituell orientiert und dementsprechend machen sie die gleichen sündhaften Dinge, um ihre Macht zu halten und zu vergrössern, wie die RKK seinerzeit.
Hier sieht man doch einige Parallelen. Deshalb bin ich froh, dass du den Vergleich angebracht hast.
Aber schau: Die RKK ist spätestens seit der Säkularisierung Anfang des 19. Jhdts. auf einem sehr guten Weg der Besserung. Das Papstamt ist nicht mehr mit nennenswerter weltlicher Macht ausgestattet, wenn man mal von ein paar Kirchengrundstücken und Krankenhäusern absieht.
Dementsprechend kommen in jüngster Vergangenheit wieder rein geistlich motivierte Menschen auf den Papststuhl und in die Ämter - die RKK wird nicht mehr von Machthunger sündhafter Menschen beschmutzt.
Viele Grüsse,
Andreas
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Lieber Andreas,
so sehe ich das auch. Ich bin aus der Scio ausgestiegen, als ich sah, was da "amtlicherseits" für eine Heuchelei, ein Belügen der Anhänger und Mitarbeiter und was für eine krasse Gier nach Einflussnahme und finanziellen Mitteln um sich gegriffen hatte. Das war um 1983, als David Miscavige dabei war, die Macht an sich zu reißen.
Heute gehört uns die Erde und morgen der ganze galaktische Sektor
Aber auch schon vorher, als Hubbard noch zurechnungsfähig war, ging es in dieser Beziehung bereits recht ruppig zu. Der war auch kein Heiliger. Ich war ja im fernen Deutschland und habe nicht allzu viel davon mitbekommen, aber schon in Kopenhagen, wo es eine wichtige europäische Scientology-Organisation gab, um die man nicht herumkam, wenn es um fortgeschrittene Kurse etc. ging, war die Atmosphäre schon nicht mehr so arg freundlich, wenn man als strebsamer Mitarbeiter aus einer kleinen Filiale kam. Dort herrschten einige Alt-Scientologen, und die hatten das rauhe US-Klima mitgebracht.
In einigen meiner Postings hier in diesem Forum treffe ich ja auch eine klare Unterscheidung zwischen der Church of Scientology und der Scientology als Lehre und spirituelle -- oder besser vielleicht mentale -- Praxis.
Zumindest in den USA hat sich die Church of Scio ja offenbar inzwischen mit der Staatsmacht arrangiert oder wurde (nach einigen kryptischen Aussagen von Abtrünnigen) vom CIA unterwandert. Das fiel mir schon Mitte der Achtziger auf, als die Church unter ihren Mitgliedern für den konservativen Ronald Reagan als Präsident die Trommel rührte. Ja, die Church of Scientology steht so etwa am Anfang ihres Mittelalters, obwohl mir ein scientologischer Bekannter versichert, dass es bei ihnen inzwischen sehr ruhig und behaglich zugeht. Nun, mir ist das alles ziemlich egal, denn ich werde sicher nicht mehr dort wieder einsteigen. Nur habe ich manchmal doch den Drang, ein paar falsche Vorstellungen zurechtrücken zu müssen, insbesondere, was die Scientology per se angeht.
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Ihr Lieben,
es gibt inzwischen eine Menge Leute, die Rückführungen durchführen.
Vielen Dank für Eure Informationen über Scientology.
Da habe ich mit meinen Reinkarntionstherpiesitzungen,
über 3 Jahre hinweg, ja offenbar großes Glück gehabt.
Inzwischen kommt es mir so vor, als ob von den Scientologen der Bedarf und der Anlass für eine Rückführung erst herbeigeführt werden. Es scheint auch ein Ziel zu geben, dass man nur erreichen kann, wenn man ständig weiter macht...
Hilfe, was für ein schreckliches System.
Da bin ich als Christ echt froh, das mich Gott so annimmt, wie ich jetzt gerade bin und ganz kostenlos. Diese bedingunslose Liebe bewirkt meiner Meinung und Erfahrung nach viel mehr, als jeder Weg, der mit irgendeiner Form von Druck und Leistung arbeitet.
Ich könnte es auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, so mit anderen Menschen umzugehen, wie Du das mit dem E-Meter etc. beschrieben hast, liebe Gabriele.
Aber vielleicht steht man ja selber so unter Druck, dass man weitermachen muss, um vermeintlich die eigene Seele dadurch zu retten?
Oder nur wegen dem Geld für den nächsten eigenen Kurs?
Und ich frage mich, wie ein Mensch überhaupt zu den Scientologen kommt?
Gruß, Maradevi
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