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Reinkarnationstherapie












Liebe Freunde,

ich habe keine Erfahrungen mit Scientologen und möchte nach allem, was ich davon bisher gehört habe, ehrlich gesagt, auch keine machen.
In diesem Rahmen will ich auf mögliche Unterschiede hinweisen, und deshalb kurz über meinen Weg berichten.

Ich ging von selber zur Reinkarnationstherapeutin, der Anstoß kam von mir selbst und hatte sich gezeigt, durch einen "Leidensdruck" unter dem ich stand. Wir haben genau das angeschaut, was ich bearbeiten wollte, genau in dem Augenblick, in dem ich den Termin mit ihr hatte. Einmal war sogar etwas ganz anderes wichtig, als 2 Wochen vorher gedacht. Ich habe von ihr gelernt, die Stimme meiner Seele immer besser zu erkennen und ihr zu folgen.

Obwohl die Sitzungen mit 50 Euro pro Stunde und wir brauchten einige, nicht gerade billig waren, ging es nie darum irgendeine Stufenleiter oder Kette absolvieren zu müssen.
Die Themen kamen über 3 Jahre hinweg in meinem Leben, in Träumen, Erfahrungen mit Menschen usw. auf mich zu, und weil ich mit ihr gute Erfahrungen gemacht hatte, ging ich immer wieder zur gleichen Person, auch wenn ich manchmal sehr lange auf einen Termin warten musste.
Natürlich fließt das Weltverständnis des Begleiters ein, aber ich hatte nie den Eindruck, sie wolle mich zu einem bestimmten Ziel bringen. Manchmal war sie sogar selbst erstaunt, über das, was herauskam.
Als ich dann schließlich an ihre Grenzen stieß, war es ein schmerzhafter Abschied, ein kleiner Tod und eine schwierige Übergangszeit, in der ich wieder offen war für Neues.
Heute schaue ich dankbar auf diesen Entwicklungsabschnitt zurück.
Die Themen meiner Seele kann ich inzwischen alleine und im Tagesbewusstsein klären und habe neue Lehrerinnen gefunden, die mir Weisheiten erschließen, die auf keiner Universität, Schule etc. vermittelt werden.

Nun hoffe ich, dass meine Geschichte, den anderen Ansatz deutlich werden ließ.

Herzliche Grüße, Maradevi
Fipps, ich weiß nicht, ich habe bei der Beschreibung kein so gutes Gefühl. Wenn es nicht in Liebe gemacht wird, sondern nur, um sich irgendwie hervorzutun, hat es keinen positiven Effekt, meine ich. Da Scientology Gott ablehnt, geht es vielleicht nur darum, anderen etwas beweisen zu wollen.

Mir würde Gott bei Scientology fehlen. Das muß ich ganz ehrlich sagen und ich kann die Reinkarnation mit Gott sehr gut vereinen, bzw. in einen Zusammenhang bringen.

Vielleicht - und das ist wohl auch gut so - habe ich nie mit SC Berührung gehabt. Ich bin langsam zur Esoterik, der Weg führte weiter zur Religion - dann begann so eine Aschenputtel-Erbsenzählerei, indem ich die Spreu vom Weizen zu trennen lernte. Also für mich - aus meiner Warte gesehen.

Weißt Du, nicht umsonst müssen viele der von Scientology "behandelten" Personen in die Psychiatrie und sich erst mal wieder zurecht finden im diesseitigen Leben. Ich halte das nicht so sehr für eine gute Idee.

Vom Gefühl her habe ich bei manchem, was mir begegnet ist, automatisch die Schotten "dicht" gemacht - wenn so ein dunkles Gefühl aufgetaucht ist und ich habe wie vor einem "inneren" Stoppschild gestanden.

In der Gruppe "gmg" habe ich gemerkt, daß die Menschen so sehr begeistert waren von den neuen Ansichten eines Herr W. - man konnte öffentlich mitlesen - und wie die Menschen immer enttäuschter wurden - und heute liest man kaum noch etwas - die Euphorie ist verklungen - und ich las auch von Erfahrungsberichten der an Seminaren Teilnehmenden - manche brauchten nach dem Seminar-Wochenenden dann wirklich professionelle Psychiater, weil etwas aus dem Untergrund hervor geholt wurde, welches dann nicht bearbeitet werden konnte und die Menschen in arge Schwierigkeiten brachte und sie manchmal sehr verzweifelt waren. Das fand ich sehr verantwortungslos. Das war nicht das, was ich suchte.
Dann habe ich Autogenes Training autodidaktisch gemacht. Da kam ebenfalls sehr viel hoch - das habe ich dann mit den entsprechenden Menschen abgehandelt - und damit war ich schon einiges los.
Obwohl doch immer im Vorwort geschrieben steht, man braucht, wenn man das macht, einen beratenden Helfer - ich hatte keinen und mußte mich allein durchwursteln - da bat ich einfach den da "Oben" und ich kam durch - mit ein paar "Beulen", aber ich schaffte es.

Ich mußte merken, daß die Menschen, die mich umgaben, wenig von der Esoterik hielten und sie sich damit auch nicht beschäftigen. Sie blieben ganz in der "Realität" und haben erst später dazu Öffnung gefunden - da war ich schon lange auf einem anderen Weg. Aber ich konnte auf so manche Frage Antwort geben.

Ich merke erst heute, wie bereichernd die Beschäftigung damit war und bin für diese schwierige Zeit sehr dankbar, auch, weil ich zu unterscheiden gelernt habe, nicht alles für bare Münze zu nehmen.

Eigentlich glaube ich nur das, was auch in meinem Inneren Platz findet - wo ich skeptisch bleibe, da halte ich Abstand.

Aber letztendlich muß das Jeder andere auch selbst wissen, wo sein Weg liegt und wo er sich wohlfühlt, weil es sich für ihn gut anfühlt und er sich mit den Inhalten identifizieren kann.

Was nützt es, wenn man weiß, man war mal ein Fürst, was ich nicht glaube - es hat genügend einfache Menschen gegeben und ich habe nichts dagegen, zum "Fußvolk" zu gehören. Nur Künstler wie Tina Turner wollen ein Pharao sein oder Cleopatra - deshalb nehme ich von solchen "Überspanntheiten" eher Abstand. Ein bißchen brauche ich doch das auf dem Boden der Realität "fußende".Es ist oft Neugier, die Menschen in solche Sitzungen treibt. Manchen gelingt es, sich wieder zu befreien und labile Menschen geraten oft in Not-Situationen.

Außerdem, warum will ich wissen, was und wie oft ich etwas war. Meine Probleme kenne ich und daraus kann ich schließen - auch aufgrund meines Umfelds im Bekannten-und Verwandtenkreis, und weil ich darüber sehr lange nachgedacht habe, und mich nicht ungedingt als Opfer sehe, sondern mir sehr wohl bewußt, daß ich auch Täter war.

Wer beginnt, sich sehr ehrlich und selbstkritisch zu betrachten, kommt eigentlich selbst dahinter, was an Verhaltensweisen selbst zu ändern ist.
Ich habe da irgendwie schon meine Geistige Führung gespürt, als ich wie auf Wolken lief und gar nicht bei mir war. Man durchläuft Krisen, man wird aufgefangen und eines Tages erwacht man und sieht sich wie in einem Film.

Meinst Du nicht, daß die Macher von SC nicht auch manipulativ wirken - zumal man dort gleich in die Kartei gerät - und auch damit erpreßbar wird ?

Gruß
Liebe Gabriele und Maradevi,

so findet halt doch jeder seinen Weg. Für mich war Scientology damals genau richtig. Aber keine Angst verbreiten: Von Scientologen, die nachher zum Psychiater mussten, habe ich nie etwas gehört, auch wenn sich tatsächlich in einzelnen Fällen vielleicht jemand in solche Hände begeben haben sollte. Solche aufgebauschten Storys dürften wohl zur üblichen "Feind"-Propaganda gehören. Und manipuliert wird man natürlich überall in spirituellen Gruppen oder gar Religionen. Da heißt es immer einen eigenen Kopf bewahren. Ich wurde später, als ich den Club verlassen hatte, nicht einmal andeutungsweise erpresst. Wo kommt denn das nun wieder her? Scientology-Werbung habe ich noch lange Zeit automatisch zugeschickt bekommen, das war auch schon alles. Übrigens ist Scientology keineswegs gegen Gott. Das Göttliche gehört dort zur sogenannten Achten Dynamik, über die die Scientology nichts aussagt und mit der sie sich nur sehr am Rande befasst. Das bleibt dem Individuum überlassen.
Angesichts der krausen Ideen, die man ja auch in diesem Forum reichlich über Gott, Allah, JHWH etc. nachlesen kann, ist das vielleicht gar nicht einmal so tadelnswert.
LG, Fipps
Lieber Fipps

Bei aller Achtung deiner Person und auch Vertrauen in das was du von SC erzählst, so ist es eben deine individuelle Erfahrung - und nicht mehr als das.

Es gibt aber unglaublich viele Leute, die heilfroh sind aus dem Laden raus zu sein. Und die bei ihrem Austritt terrorisiert wurden. Und zwar aufs Extremste.

Ich finde es nicht ungefährlich, wenn man diese fanatische Seite des Systems SC verschweigt.

Ich meine, du warst als Auditor schon recht weit drin und ich weiss nicht, wie unabhängig du in deinem Urteil bist. Vielleicht hattest du aber auch tatsächlich Glück mit den Menschen, die dir dort begegnet sind.

Andere berichten deutlich davon, dass sie dieses Glück nicht hatten. Scientologen haben ihnen nach ihrem Austritt das Leben zur Hölle gemacht.

Du sagst zwar, dass SC zu einer gewissen Zeit genau das richtige für dich war - aber wer sagt dir, dass nicht auch etwas anderes genau richtig für dich gewesen wäre.

Ich streite ja nicht ab, dass die SC gewisse Instrument hat, um mit den Menschen effektiv zu arbeiten. Aber das haben echte Glaubensgemeinschaften auch.

Zudem sagt Gabriele etwas Wahres und etwas Tiefes: es geschieht bei der SC ohne Liebe.

Das ist kein gefühlsduseliges Argument, sondern ein gewichtiges. Und das ist auch einer der Gründe, warum Scientologen gegenüber Kritikern und Austretenden oft sehr aggressiv vorgehen: bei all dem Reinigungsinstrumentarium: Liebe wird nicht kultiviert.

Oder?

Andreas
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