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Die Entstehung des Buddhismus!












Hallo alle Zusammen,

Erst einmal ein paar Grundsätzliche Bemerkungen zum Buddhismus:
1. Buddhismus ist eine atheistische Religion
2. Im Namen Buddhas sind nie Kriege geführt wurden
3. Buddha hatte bereits 500 Jahre vor Christus gesagt: "Liebe deinen Feind"
4. Hindus betrachten den Buddhismus als Teil des Hinduismus
5. Zeitrechnung im Buddhismus beginnt 544 v. Chr. wir haben heute das Jahr 2552

Entstehung des Buddhismus:
Zunächst gab es Ketzer, die als weise Männer galten, auch wenn sie zeitweilig die Brahmanen (Priester) mit scharfen Zungen attackierten. Sie wurden nicht geächtet oder verbrannt, sondern als Denker respektiert. Sie verkündeten: Es gebe keinen Gott, keinen Himmel, keine Hölle und keine Wiedergeburt.
Der große Virochana (ein Gelehrter) der seine Ansichten vom großen Gott Prajapati persönlich empfangen haben will, lehrte eine höchst aufrüherische Lehre. Er sagte: "Das eigene Selbst soll hier auf Erden glücklich gemacht und gepflegt werden. Wer sich selbst glücklich macht, erlangt beide Welten, Diese und die Nächste"

Dann gab es die Nastikas (Neinsager), Nihilisten, Atheisten (leugnen dass es einen Gott gibt) und die Agnostiker (sie wollten ein Leben nach dem Tod weder anerkennen noch verneinen)

Zusammenfassung Buddhas Leben:
- Buddha (der Erwachte, Erleuchtete) Siddharta Gautama (563 - ca. 486 v.Chr.) im heutigen Nepal geboren, Sohn eines Königs
- Legende: Mutter träumte vor der Geburt von Elefanten, der in sie eindrang
- sie starb nach der Geburt
- Erleuchtung mit 29 Jahren, erkannte das Leid und Vergänglichkeit zur menschlichen Existenz gehören
- später Bettelmönch begegnet - Entschluss seine Familie (Frau u. Kinder) /Besitz aufzugeben für die Suche nach der wahren Erkenntnis
- Erleuchtung mit 35 Jahren, bei Meditation
- folgende Nacht durch lief er verschiedene Bewusstseinsstufen, erhielt Gewissheit über seine früheren Leben und "göttliches Auge"(kann Reinkarnation aller verfolgen) erfuhr die "vier Wahrheiten" um diese zu erkennen muss er den "Achtfachen Pfad" beschreiten.
- starb in Kusinagara (Nepal) an einer Lebensmittelvergiftung
- sah nahes Ende voraus, wollte aber keine genauen Anweisungen bezüglich der Organisation und der Verkündung seiner Lehren geben.

2. Teil folgt

Hayagriva
Teil 2

Also es geht weiter:

Die Grundkenntnisse Buddhas:
Um seine Aufassung vom gerechten Leben klarer zu definieren, formulierte er "Die fünf Sittengesetze".

- töte keine Lebewesen
- Nimm nicht, was dir nicht gegeben
- sprich nicht die Unwahrheit
- trinke keine berauschenden Getränke
- sei nicht unkeusch

Die fünf Gebote werde an anderer Stelle als achtfacher Pfad beschrieben:

- richtiger Glaube, d.h. die Wahrheit ist der richtige Führer der Menschen
- richtige Entscheidung, d.h. immer besonnen und rihig bleiben und niemals einem lebendigen wesen Leid zufügen
- richtige Redensweise, d.h. nie lügen, keine harte Sprache anwenden, üble Nachrede vermeiden
- richtige Beschäftigung, d.h. schlechte Beschäftigung wie Handeln mit gestohlenen Gütern, Betrug usw. vermeiden
- richtiges Verhalten, d.h. nicht töten, nicht stehlen, nie etwas tun wofür man sich schämen muß
- richtige Kontemplation, d.h. sich niemals aufregen, seine Gedanken nie durch Freude oder Trauer beherrschen lassen
- richtige Mühen, d.h. immer das tun, was gut ist, fernab von allem Bösen
- richtige Konzentration: Sie ist nur möglich, wenn man die anderen Gesetze befolgt und einen Zustand des absoluten Friedens erreicht.

Der Religionsbegriff Buddhas war ein rein ethischer. Buddha zählt heute zu den einflussreichsten Denkern der Menschheit. Er begründete eine Weltreligion, verweigerte aber zugleich eine Diskussion über die Ewigkeit, Unsterblichkeit oder über Gott. Andererseits meinte er, Beten sei sowieso sinnlos, weil es die Naturgesetze sind, die unser Leben bestimmen. Durch Beten können Diese nicht verändert werden.
Buddha hat andere Prioritäten gesetzt: Er hat alle Menschen auf eine gleiche Stufe gehoben, es gab keine Unberührbaren bei ihm. Frauen waren gleichberechtigt.
Buddha hatte ganz einfach den Glauben an Wiedergeburt und Karma vom Hinduismus übernommen, dass war etwas ganz Selbstverständliches und wurde nicht in Frage gestellt.
Buddhas pessimistischer Ansatz ist: Er empfiehlt die Abkehr von Begierden, eine vollkommene Wunschlosigkeit. Ist aber der Wunsch, keine Wünsche zu haben nicht auch ein Wunsch?

Hayagriva
Es folgt Teil 3
Also jetzt beginnt Teil3, der letzte Teil

Was ist aus der Lehre Buddhas geworden? Wie hat sich Buddhismus in 2500 Jahren weiterentwickelt?

Der Buddhismus breitete sich rasch aus. Die Mönche hatten im Gegensatz zum Hinduismus einen Missionierungsauftrag. Buddhas Schüler bereisten nicht nur Indien sondern ganz Asien. Dabei verschmolz die neue Lehre mit lokalen Religionen und änderte sich erheblich. Es wurden örtliche Glaubensvorstellungen aufgenommen oder umgekehrt. So hat der chinesische Buddha mit dem asketischen mageren Erleuchteten aus Indien wenig gemeinsam.
In Indien übernahmen die Hinduisten viele der neuartigen Lehren und machte Buddha zu einem der Ihren, so das der reine Buddhismus in Indien als selbstständige Religion kaum noch zu finden ist.
Außerdem waren die Priester nicht untätig geblieben. Sie ließen das große Epos "Mahabharata" und zu einem späteren Zeitpunkt "den Gesang des Erhabenen" schreiben, der in das "Mahabharata" eingeschmugelt wurde. Darin sagt Gott Krishna, das er der höchste Gott sei und die Erlösung nur durch seine Anbetung erreicht werden kann. Die große Masse folgte ihm, da das Beten ein weitaus weniger anstrengender Weg ist, als die ernsthafte Beschäftigung mit dem intellektuellen Buddhismus.


Buddha war ein Atheist!
Er hat sich gegen das Beten ausgesprochen!
Was tun viele seiner Anhänger?
Sie beten Buddha, den Atheisten an, und konstruieren sogar Gebetsmühlen!


Hayagriva [/b]
@HAYAGRIVA

Dass die Lehren Buddhas zweckendfremdet wurden ist ja nichts Neues. Aber welchen Buddhisten oder buddhistisch geneigten Menschen - wie mich bspw. - stört das? Hat dieses Geschehen irgendeinen Einfluß darauf, dass ich mein Leben danach ausrichte?

Mitnichten! Mich hindert es nicht daran, positive Effekte, Anleitungen, Richtlinien und was auch immer aus seinen Lehren zu ziehen, um sie in meinem Leben zum Wohle meiner Umwelt und "mir" selber einzusezten!

Liebe Grüße!
Hallo HAYAGRIVA,

Ein paar Anmerkungen zu deinem Beitrag:

Zitat:
1. Buddhismus ist eine atheistische Religion


Atheistisch im Sinne von man glaubt nicht an einen Schöpfergott, jedoch Götter, Transzendenz, ein Jenseits etc. jedoch schon.

Zitat:
2. Im Namen Buddhas sind nie Kriege geführt wurden


Ja, was aber leider nicht bedeutet, dass Buddhisten Pazifisten sind. Ashokas Beispiel finde ich jedoch beindruckend - er traf bei seinen Eroberungszügen auf den Buddhismus und gab seine weltlichen Eroberungszüge darauf hin auf.

-
Zitat:
Buddha (der Erwachte, Erleuchtete) Siddharta Gautama (563 - ca. 486 v.Chr.) im heutigen Nepal geboren, Sohn eines König



Das Datum liegt wahrscheinlich 100 Jahre später - indische Zeitrechnung, da weiß man nichts genaues ;)Er war Sohn eines Rajas.


Zitat:
- Erleuchtung mit 29 Jahren, erkannte das Leid und Vergänglichkeit zur menschlichen Existenz gehören
- später Bettelmönch begegnet - Entschluss seine Familie (Frau u. Kinder) /Besitz aufzugeben für die Suche nach der wahren Erkenntnis



Seinem Vater war Prozent worden, das sein Sohn eine Art heilige werden würde, der die Menschen aus dem Kreislauf der Wiedergeburt endlich befreit, wenn er dem Leid der Welt begegne. Also sperrte er ihn im Palast, im goldenen Käfig ein. Siddharta wollte jedoch die Welt sehen, also bereitet der Vater Ausfahrten vor. Die liefen jedoch schief und so begegnete Siddharta Armut, Krankheit und Tod und einem Mönch. Von da an wollte er nicht Erkenntnis finden, sondern ganz pragmatisch einen Weg aus dem Leiden. Erleuchtung erlangte er da noch nicht.

Zitat:
Die fünf Gebote werde an anderer Stelle als achtfacher Pfad beschrieben:



Tut mir leid, aber was Du im folgenden schreibst ist z.T. absolut falsch. Hier kannst du den achtfachen Pfad noch mal nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Achtfacher_Pfad


Zitat:
Der Religionsbegriff Buddhas war ein rein ethischer. Buddha zählt heute zu den einflussreichsten Denkern der Menschheit.


Es war von Anfang an eine spirituelle Angelegenheit.
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