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Hallo,
"Grausame Massenvernichtung von Nicht-Arier"
Naja, so leicht kann man das nicht sagen - denn Hitler sagte "Wer Jude ist, das bestimme immer noch ich" - 1000 Juden,Halbjuden,Vierteljuden haben in den Reihen der Wehrmacht gekämpft.
Zum anderen starben in den KZ nicht nur Juden - sondern auch Sinti und Roma, Zeugen Jehovas,politische Gegner, Kriegsgefangene etc.
Die Juden waren sicherlich die größte Gruppe unter den Opfern aber nicht die ausschließlichen Opfer.
Adios
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Liebe Gaja, meiner Meinung nach war der Zweite Weltkrieg genauso einzigartig wie der Erste und alle anderen Kriege davor und danach.
Warum will man uns einreden, der Zweite Weltkrieg sei eine eigene Dimension?
Waren die Napalmbomben der Amerikaner in Korea oder die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki - bei dessen Entwicklung auch Juden maßgeblich mitgewirk haben - weniger grausam als die Gaskammern des Nazionalsozialismus?
Und haben im Zweiten Weltkrieg nicht auch zahlreiche Juden ihre Glaubensleute selbst an die Nazis verraten? Meine Großeltern, meine Großmutter war Halbjüdin, hatte das im Zweiten Weltkrieg selbst beobachtet!
Aber zurück zur eigentlichen Frage von Veganism: Meiner Meinung nach besteht durch ein Zuviel die Gefahr einer Abstumpfung und es nährt auch die Gegenseite, sprich den Judenhass.
Viele Menschen spüren dieses Zuviel und entwickeln innerlich und zum Teil unbewusst eine Ablehnung: ein besonders gefährlicher Nährboden!
Ich halte Verbote generell für das falsche Signal. Nicht verbieten, sonder Aufklären und wo wirkliche Gefahr besteht, schauen was die Verursacher sind. Zumeist sind es Menschen, die selbst unterdrückt werden, die finanziell in Notlage oder in einer ausweglosen Situation sind zB. lange Arbeitslosigkeit, Eltern Trinker und schlagen eigene Kinder, usw.
Die Geschichte beweist es uns: Es hat noch kein Mahnmal weitere Greueltaten verhindert.
Liebe Grüße
Tündér
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Ich persönlich kann mit diversen Gedenkstätten auch nicht so viel anfangen, weil ich meist nicht verstehe, was genau damit ausgesagt werden soll. Ich finde es eigentlich interessanter zu sehen, was sie bei verschiedenen Leuten hervorrufen. Ein paar Antworten in dieser Diskussion haben mir den EIndruck gegeben, dass viele Leute, deren Vorfahren MitläuferInnen oder TäterInnen in der Nazizeit waren (das ist nur meine Annahme), sich davon angegriffen fühlen. Das kann ich einerseits verstehen, denn das Thema des Massenmordes an den Juden wird in den Medien und in der Schule und Uni sehr oft "durchgenommen", und das meiner Meinung nach auf eine Weise, die eher political correctness und auch Schuldgefühle vermittelt, als dass wirklich analysiert wird, was damals passierte und wie das heute noch in unsere Zeit und unser Denken und Erleben einwirkt. Ich selber beschäftige mich sehr viel (in meinem Studium und auch privat) mit dem Thema, gleichzeitig geht es mir aus oben genannten Gründen auch auf die Nerven.
Ich will mal kurz erklären, wie ich dazu stehe (auch wenn das nicht direkt mit Holocaust-Mahnmalen zu tun hat). Ich komme vom Land und habe erst ein paar Jahre, nachdem ich in eine Großstadt gezogen bin, zum ersten Mal persönlichen Kontakt mit Juden gehabt. In großer Diskrepanz dazu steht natürlich, dass ich dauernd mit dem Thema Holocaust konfrontiert wurde und mich auch selber damit beschäftigte - dadurch hatte ich eine total "abstrakte" Vorstellung von Juden und hatte das Gefühl, ich würde, wenn ich einen Juden/eine Jüdin träfe, gar nicht normal mit ihnen reden können. Denn einerseits sollte ich zu totaler Vorurteilsfreiheit erzogen werden, andererseits kam diese "Erziehung" von Menschen, die selber nicht mit der Sache klarkamen, bzw. war das natürlich der EInfluss meiner Eltern, Großeltern und Verwandten, die auf eine Art über das Thema sprachen (in den seltenen Fällen, wo sie es taten), dass mir das Gefühl vermittelt wurde, das da "irgendwas komisch ist" (Verdrängung, nicht sagen dürfen was man wirklich denkt, nicht denken wollen was man wirklich denkt). Und ich nehme an, dass viele Menschen, deren Großeltern oder Eltern das Naziregime als TäterInnen/MitläuferInnen miterlebt haben, ähnliche Erfahrungen gemacht haben (bitte sagt mir, wenn ich falsch liege). Und aus so einer Konstalltion heraus verstehe ich es, wenn man ein Problem mit z.B: Holocaust-Gedenkstätten hat, weil sie wie etwas, das von irgendwelchen Regierungsstellen verordnet wird, wirken können.
Leider ist der Umgang mit der Geschichte unserer Länder (bin aus Ö) während des Nazi-Regimes oft so "verschroben" (weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll), dass dadurch manche Leute gar nichts mehr von diesem Thema wissen wollen. Z.B. wäre es nicht möglich, in der Öffentlichkeit zu sagen, dass man antisemitische Vorurteile hat und diese gerne hinterfragen und loswerden möchte, weil man sofort verurteilt würde. Das hilft aber nicht gerade, Vorurteile zu beseitigen, die es ja offensichtlich gibt.
Ich finde es jedenfalls sehr wichtig, sich zu dieser Zeit und zu den Verbrechen, die unsere Vorfahren begangen haben und zu den Ideologien, denen sie anhingen, eine eigene Meinung zu bilden, ohne sich einzureden, dass man daran schuld ist,denn das sind alle, die nach 1945 geboren sind oder damals zu jung waren, natürlich nicht. Aber ich finde, dass der Antisemitismus, Rassismus usw. von damals nach wie vor in unserer GEsellschaft präsent sind, und deswegen müssen wir uns damit auseinander setzen - meiner Meinung nach zuerst mit unseren eigenen Vorurteilen und Denkweisen und dem, was wir unfreiwillig durch unsere Eltern und Großeltern mitbekommen haben. Nicht, weil jemand zu uns sagt, dass wir das sollen, weil wir sönst "böse" sind, sondern weil wir selber erkennen, dass es nötig ist.
Naja, ich könnte noch mehrere Seiten zu dem Thema schreiben, aber ich lass es mal vorerst! ich würde mich jedenfalls über weitere Beiträge in diesem Thread freuen!
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@Tünder
Bin halb Deutscher (Mutter) und halb Grieche (Vater).
Ich fühle mich mehr zu meinem Vaterland verbunden, aber trotzdem -
warum sagen die meisten immer "Scheiß Hitler!" und so, aber nicht Scheiß Stalin? Denn seine Mordwellen waren ja genauso schlecht wie die Ermordung von 6 Millionen Juden, alles Menschen! Wir sollten da keinen Unterschied machen zwischen Deutschen, Slawen und Juden.
Und da mit Hiroshima geb ich dir Recht. Viele unschuldige starben - Zivilisten, Kinder, Mütter, Väter, Familien gingen zugrunde.
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@syruswayne
Du hast es vortrefflich fomuliert!
Auch ich empfinde es als eine Art vorgekaute Denkungsart, die man uns mit aller Gewalt eintrichtert. Dies lässt keine eigene Meinungsbildung zu und dadurch wird die Möglichkeit der Objektivität und der Optimierung, um wirklich aus Fehlern lernen zu können, verhindert.
@sarkon
In gewisser Weise erlebt der Stalin-Kult in Russland sogar eine Renaissance: in den Schul-Geschichtsbüchern wird er Stalin "großer Feldherr" bezeichnet
Gruß
Tündér
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