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Grüß euch! Ich dachte mir ich wende mich mal mit einem persönlchen Problem an die Forum-Gemeinschaft, vll hilft mir das in gewisser Weise weiter. Ich selbst bin jordanisch-palästinenscher Abstammung, in Wien als Musilm geboren, eine wirklich intensiv "islamische" Erziehung habe ich jedoch nicht genossen, was auch immer man darunter verstehn möchte unter solch einer Erziehung. Aufgrund von persönlichen spirituellen Erfahrung die ich gemacht durchlebt habe, als solche habe ich sie zumindenstes erkannt bin ich mir trotz meiner Erziehung des Islam, als Din (auf Deutsch, fälschlicher Weise immer mit Religion übersetzt) ziehmlich sicher. Ich hab was das angeht einer große Gewissheit. Nun ist es klar das ich aufgrund von solchen Erlebnissen die ich gemacht habe niemanden vom Islam überzeugen könnte. Man fragt sich natürlich jetzt, ja warum solltest du den eigentlich? Den Islam habe ich natürlich nur für mich selbsr erkannt, doch bin ich mir dabei so sicher, das ich es gerne meinen Kinder weitergeben würde und da ist das Problem, bei dem ich befürchtet das es uns, meiner Freundin und mir zu einer Trennung kommen könnte. Sie war bevor wir uns kennenlernten nie besonders interressiert an Spirtituellen und im allgemeinen an Religion. Sie möchte das Kind ohne Bekenntnis auf die Welt kommen lassen, um es möglichst wenig in welche Kategorien einzuordnen. Ich möchte es als Muslim auf die welt bringen. Zwar bemüht sie sich nun auch selber, möglichst viel über den Islam zu lernen, trotz allem habe ich bei dem ganzen ein schlechtes Gefühl. Es wäre schön wenn ihr zu dem "Problem" eure Meinung schreiben würdet.
lg Veganism
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Ich finde, dass es fair wäre, das Kind selber entscheiden zu lassen, wenn es älter - am Besten erwachsen - ist.
Alles andere fände ich unmoralisch.
UG
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Das es was den Freiheitsgedanken angeht, natürlich das beste wäre das Kind selber entscheiden zu lassen ist mir bewusst, das denke ich nicht anders. Und sich des Islams als Lebensweg bewusst zu sein und diese auch mit Gewissheit und vollem Bewusstsein zu praktizieren ist denke ich ein Fundament des Islam, deshalb denke ich das es nach einer gewissen Zeit, wenn das Kind selber fähig ist darüber nachzudenken, "so und so" selber entscheidet ob es diesen Weg, des Islams nun weiter lebt oder nicht, so wie es denke ich auch bei mir der Fall war. Wenn es alt genug ist kann ich und werde ich nichts an der Meinung des Kindes ändern können.
Was daran findest du unmorlisch und was verbindest du damit ein Kind als Muslim auf die Welt zubringen?
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| Zitat: |
Was daran findest du unmorlisch und was verbindest du damit ein Kind als Muslim auf die Welt zubringen?
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Naja, erstens würdest Du die Wünsche der Mutter komplett ignorieren.
Zweitens ist ein Kind natürlich in gewissem Sinn ein "leichtes Opfer" für jede Art von Weltanschauung. Es denkt nicht darüber nach, es entscheidet nicht bewusst, sondern es akzeptiert nur blind, was ihm erzählt wird. Insofern finde ich eine Beeinflussung, bevor das Kind wirklich darüber nachdenken kann, und auch verschiedene Meinungen hören kann, nicht wirklich fair.
Der Dritte Punkt ist eher etwas kritisch: Jede Religion ist natürlich ohnehin eine reine GLAUBENS-Frage und objektiv betrachtet müssen damit zwangsläufig die meisten Weltanschauungen falsch sein (weil sie ja unterschiedlich sind). D.h. man prägt einem Kind erstmal ein sachlich falsches oder zumindest nicht bewiesenes Weltbild ein, und es ist keineswegs einfach für ein Kind, sich davon wieder zu lösen und sich dann unabhänig dafür oder dagegen zu entscheiden.
UG
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@Veganism
Auch ich schliesse mich hier an.
Kindern irgendeine Glaubensrichtung mitzugeben ist sicher unzeitgemaess.
Wichtiger denn je wird ein selbststaendiges Begreifen, Erkennen und Verstehen und Handeln sein.
Schon jetzt haben eigentlich nur die Kinder wirklich eine Zukunft, die es gelernt haben, selbststaendig zu denken und zu handeln. Und das moeglichst frueh.
Ich halte das typische kritische fragen der Kinder aus Neugier fuer fundamental wichtig und genau diese Faehigkeit, diese Gabe wird durch Religionen zerbrochen.
"Papa, was passiert, wenn man tot ist?"
"Wenn man lieb ist, kommt man in den Himmel."
"Papa, woher weist du das?"
(etwas genervt) "Na, das weiss ich eben."
Warum nicht:
"Papa, was passiert, wenn man tot ist?"
"Das weiss noch niemend. Wenn du spaeter mal Forscher wirst, kannst du das ja mal erforschen"
Verschaerfend kommt beim Islam alles das dazu, was ich bereits im Thread Islam und Bildung ( http://www.geistigenahrung.org/viewtopic.php?t=51542 ) ausfuehrlich beschrieben habe.
lg
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