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Eine frage zur Bahai!












Zitat:
Matthäus 24,23-28 ist für mich eindeutig. Ich denke, wer trotz diesem Satz von Christus eine Wiederkunft vor dem Jüngsten Gericht irgendwo reininterpretiert versündigt sich am Wort Gottes auf die ein oder andere Weise.


Das es vor dem jüngsten Gericht ist behauptet ja auch niemand.

Zitat:
Was die Sache mit der Sichtweise der Baha'i zu tun hat, der Tag sei schon vorrüber, so habe ich das noch nicht ganz verstanden, wie ihr argumentiert. Der Textausschnitt, den du mir zeigst, kann sich ja auf alle möglichen Tage beziehen, da er nur vom dem "Tag" spricht. Kannst du mir einen Link zeigen, wo ich diese Einsicht nochmals komplett und am Stück nachlesen kann?


Der jüngste Tag ist die Offenbarung Gottes und kein materielles Ereignis. Dies findest du in diversen Schriften Bahá'u'lláhs bezeugt.

Die besagte Textstelle findest du hier online:

http://recherche.bahai-studien.de/i.....amp;q2=0&c=1#phrase-0


Für die Recherche in den Bahá'í-Schriften und anderen heiligen Texten hat ein Bahá'í ein sehr praktisches Tool entwickelt:

http://www.bahai-education.org/ocean/


Zitat:
Bisher kenne ich nur die Begründung der Muslime wo im NT stehen soll, dass Jesus Mohammed vorhergesagt habe. Aber, mit Verlaub, diese Textinterpretationen sind mehr als fantastisch gewesen...


Juden meinen dies auch mit Jesus.


Liebe Grüße, Tobias
Lieber Tobias

Nur kurz bevor ich deine Textangaben mal in Ruhe studiere.

Zitat:
Zitat:
Matthäus 24,23-28 ist für mich eindeutig. Ich denke, wer trotz diesem Satz von Christus eine Wiederkunft vor dem Jüngsten Gericht irgendwo reininterpretiert versündigt sich am Wort Gottes auf die ein oder andere Weise.


Das es vor dem jüngsten Gericht ist behauptet ja auch niemand.


Doch: Die Muslime. Und ihr damit ja indirekt auch, oder nicht?

Zitat:
Juden meinen dies auch mit Jesus.


Naja. Das ist etwas anderes. Die Juden, die sich ja als das von Gott auserwählte Volk sehen, sagen teilweise ja schon, dass Jesus evtl. schon Gottgesandter gewesen sein mag, aber nicht für sie. Sondern für die anderen Menschen. Ich glaube Jakow hat mal sowas gesagt.

Gruss,
Andreas,
der jetzt erstmal ganz in Ruhe die Schriften der Baha'i liest.
Zitat:
Doch: Die Muslime. Und ihr damit ja indirekt auch, oder nicht?


Genaugenommen ist jede Manifestation Gottes eine Wiederkunft aller anderen Manifestationen Gottes vor Ihr. Nur ist Mohammed eindeutig nicht die "Wiederkunft Christi in der Herrlichkeit des Vaters", auf die warten nämlich Muslime auch noch, das ist sogar ein zentraler Bestandteil ihrer Eschatologie.

Zitat:
Naja. Das ist etwas anderes. Die Juden, die sich ja als das von Gott auserwählte Volk sehen, sagen teilweise ja schon, dass Jesus evtl. schon Gottgesandter gewesen sein mag, aber nicht für sie. Sondern für die anderen Menschen. Ich glaube Jakow hat mal sowas gesagt.


Das mögen liberalere Juden sagen, du findest genauso jüdische Schriften, welche Maria als 'Römerhure' und Jesus als 'Bastard' darstellen, welcher in der Hölle in siedendem Kot brennt. Oder die Darstellung, dass Jesus verflucht ist, weil er an einem Kreuz als Holz starb.

Letztendlich hat Jesus einen Anspruch mehr als alle anderen klar gemacht, er ist der Messias, der Christus, der Juden und jeder Jude der Ihn als das nicht anerkennt, leugnet Jesus nun einmal und sagt das er ein Lügner und Betrüger ist.

Bahá'u'lláh fordert die Juden sogar dazu auf, wenn sie Jesus noch einmal kreuzigen wollen, so sollen sie Ihn töten:

O ihr Juden! Wenn ihr darauf bedacht seid, Jesus, den Geist Gottes, noch einmal zu kreuzigen, so tötet Mich, denn Er ist euch in Meiner Person wieder offenbart worden. Verfahrt mit Mir, wie ihr wollt, denn Ich habe gelobt, Mein Leben auf dem Pfade Gottes hinzugeben. Ich werde niemanden fürchten, seien auch die Mächte der Erde und des Himmels gegen Mich verbündet. (Bahá'u'lláh, Ährenlese 47)


Nun mag es sein, dass, wie ich schon sagte, sich heutige liberale Juden von solchen Anfeindungen gegen Jesus entfernen, doch die Frage bleibt, was sie dann mit Seinem Anspruch machen und was mit den alten Schriften Ihrer Gelehrten.


Liebe Grüße, Tobias
Lieber Andreas80,

ich empfehle dir das Buch "Dieb in der Nacht", genau das richtige Buch um sich in die Thematik Verheißungen aus dem Christentum zu vertiefen.

Schonmal darüber nachgedacht, wieso die Juden in Christus nicht den Messias sahen(/sehen)?

Die meisten Einwohner Palästinas glaubten nicht an Jesus von Nazareth, weil Er nicht den Erwartungen entsprach, die sie sich nach den Prophezeiungen über das Erscheinen des Messias gemacht hatten. Wenn die Jünger Christi versuchten, sie zur Gefolgschaft für Christus zu gewinnen, antworteten die Leute verächtlich, dass Er, Jesus, ein falscher Prophet sei. Sie bewiesen es durch Prophezeiungen aus der Schrift.
„Der Messias wird auf dem Thron Davids sitzen“, sagten sie. „Wo ist der Thron des Nazareners?“
„Der Berg Zion wird am Tag des Messias tanzen. Wer hat dieses Wunder schon gesehen?“
„Der Messias wird mit dem Schwert regieren. Dieser Jesus hat noch nicht einmal einen Stab und erst recht kein Schwert.“
„Er will ein Sohn Davids sein, und doch sagt ihr, dass Er von einer Jungfrau geboren sei. Er kann diese Prophezeiung nicht erfüllen.“
„Daniel hat versprochen, dass Er ein Fürst sein wird. Dieser Jesus ist nur ein Zimmermann und kein Fürst von adliger Geburt.“
„Es steht geschrieben, dass ein Heiliger nicht an einem Holz hängen wird, aber dieser Nazarener wurde an ein Holz genagelt und gehängt.“
Im fünften Buch Mose heißt es klar: „... denn ein Aufgehängter ist verflucht bei Gott...“ 5. Mose 21:23
All das warfen die Juden den Christen vor und fragten: „Wie können wir an einen glauben, der nach dem Buch verflucht ist?“

Und genau dieses Prozedere wiederholt sich jedesmal, wenn ein Gesandter kommt. Er erfüllt die "Zeichen" nicht. So bringen sich die Menschen jedesmal um die Schönheit einer neuen göttlichen Offenbarung.

Andere Frage von mir: Wieso ist Jesus überhaupt erschienen? Moses hatte doch schon die 10 Gebote gebracht, wieso was Neues? Worin steckt der Sinn? Und hier kommt genau das Prinzip der Fortschreitenden Gottesoffenbarung zu Tage:
Es war ein neues Zeitalter angebrochen, die Menschen befanden sich einem höheren Entwicklungszustand, die Bedürfnisse waren andere. Enstprechend den Erfodernissen der Zeit war eine neue Offenbarung notwendig.

Wie ist die Bedeutung des "Ende der Welt" zu verstehen?
Das in der Schrift erwähnte „Ende der Welt“ ist symbolisch zu verstehen. In einigen Schriften war es als das „Ende des Sturmwirbels“ oder das „Ende des Zyklus“ oder das „Ende des Zeitalters“ erwähnt.
Oft wurden zwei griechische Wörter für Welt gebraucht. Das eine war kosmos, das andere aion. Kosmos bedeutet die materielle Welt und Aion eine Ära oder ein Zeitalter. Der Ausdruck „Ende der Welt“ kommt siebenmal im Neuen Testament vor; jedesmal wird Aion gebraucht, niemals Kosmos. Als die Jünger Christi Ihn wegen des „Endes der Welt“ und Seiner Wiederkehr fragten, benutzte Er das Wort Aion. Als Christus von der „Ernte am Ende der Welt“ sprach, benutzte Er Aion, und als Er sagte, „so wird es am Ende der Welt sein“, war es wiederum Aion. Christi Wiederkehr bezeichnet klar das Ende eines Zeitalters oder einer Ära.


Liebe Grüße
Liebe Freunde

Zitat:
Christi Wiederkehr bezeichnet klar das Ende eines Zeitalters oder einer Ära.


Ist das wirklich so, dass "Ende des Aion" jedesmal im NT für das deutsche "Ende der Welt" steht? Das wäre wohl bemerkenswert. Das war mir so nicht klar.

Ich denke ich muss mir das Buch "Dieb in der Nacht" wirklich mal durchlesen. Entweder ist alles Humbug oder es stimmt! Das wäre unfassbar für mich. Aber sagen kann ich es nicht - erst muss ich es lesen.

Lieber Tobias

Zitat:
Nur ist Mohammed eindeutig nicht die "Wiederkunft Christi in der Herrlichkeit des Vaters"


Das wäre ja noch schöner - er bricht das Gesetz und fällt auf die Verführungen des Satan herein, die Christus bestanden hat. Ich weiss, das hört sich rigoros an, aber hier sehe ich es einfach auch rigoros. Die Baha'i greifen nicht zum Schwert, wenn sie bedrängt, gedemütigt und gemordet werden, das scheint mir wesentlich edler.

Gruss,
Andreas
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