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Was ist Liebe? Gedanken über Partnerschaft.












Was ist Liebe?
Gott ist die Liebe!
Wie äußert sich die Liebe Gottes?
Gott stellt sich vor als der: Ich bin für Dich da.
Gott schenkt uns seine Nähe, seine Zuwendung und seine Fürsorge.
Er kennt uns besser als wir uns selber kennen.
Er geht genau so auf uns ein, wie es jede/r einzelne von uns braucht.
Nur bei ihm können wir uns total geborgen und angenommen fühlen.
Er schenkt uns seine ganze Hingabe.
Jede/r von uns ist ihm so wichtig als wenn es nur sie/ihn allein auf der Welt gäbe.
Möchtest Du nicht für Deinen Partner ein Abbild dieser Liebe sein?
Was wäre das Gegenteil dieser Liebe?
Nicht Hass, sondern wenn Gott sich total in sich selber zurückziehen würde und mit sich allein glücklich wäre.
Das würden wir Egoismus nennen.
Wie leben wir?
Immer wieder denken wir nur an uns selbst:
Was brauche ich alles um glücklich zu sein?
Welche Anstrengungen nehmen wir auf uns um das zu bekommen, von dem wir hoffen glücklich zu werden.
Aber kaum haben wir es, merken wir schon, dass wir doch etwas anderes oder noch mehr brauchen um glücklich zu werden.
So jagen wir das ganze Leben hinter dem Glück her und erreichen es nie.
Gibt es einen Ausweg aus dieser hoffnungslosen Jagd?
Jede/r von uns hat schon die Erfahrung gemacht, dass wenn er dem andern etwas Gutes tut, und wenn es auch nur ein gutes Wort oder ein freundlicher Blick ist, dann geht es einem dabei selber gut.
Nur wenn wir andere glücklich machen wollen, werden wir selber glücklich.
Das ist der einzige Weg wie wir zum wahren Glück finden können:
Nicht nach dem eigenen Glück streben, sondern den anderen glücklich machen wollen.

Was ist dabei zu beachten?
Es gibt Menschen die genau wissen, was der andere braucht um glücklich zu sein und sie zwingen ihm dann "ihr Glück“ auf. Das ist der sicherste Weg um den Mitmenschen unglücklich zu machen.
Bevor ich für den anderen etwas Gutes tun kann muss ist erst einmal wissen, was ihm wirklich gut tut.
(Es gibt Menschen die verstehen ein gutes Wort oder einen freundlichen Blick falsch und meinen man will sich über sie lustig machen. Wenn ich das nicht weiß, dann tue ich ihnen damit nichts Gutes, obwohl es bei den meisten Menschen funktionieren würde.)
Ich muss also sehr vorsichtig sein, wenn ich einen anderen Menschen glücklich machen will, den ich nicht gut kenne.
Aber ich kann jedem Menschen liebevoll und wohlwollend begegnen und ihn Gott anvertrauen, der ja der einzige ist, der einen Menschen wirklich glücklich machen kann.
Deshalb vertrauen z.B. Mönche im Chorgebet alle Menschen Gott an, dass er sie glücklich mache. Auf diese Weise kann man alle Menschen lieben, auch die von denen man nichts weiß und die man nie in seinem Leben sehen wird.
Was bedeutet das für eine Freundschaft?
Eine Freundschaft wird immer damit beginnen, dass ich für den anderen bete, ihn Gott anvertraue, so dass er wirklich zum wahren Glück findet.
Natürlich will ich dann auch selbst etwas zu seinem Glück beitragen.
Dazu muss ich ihn aber erst einmal ganz genau kennen lernen.
Dafür muss ich mir viel Zeit nehmen und darf dabei nichts übereilen.
Wie kann ich meinen Partner wirklich kennen lernen?
Zuerst muss ich ihm einen Vorschuss an Vertrauen schenken.
Ihm Rahmen dieses Vertrauens kann ich mich ihm gegenüber öffnen.
Durch meine Offenheit wird er sich bemühen mein Vertrauen zu rechtfertigen und wird auch mir vertrauen.
Dadurch kann ich ihm wieder etwas mehr vertrauen und mich ihm gegenüber noch mehr öffnen.
Und so kann es immer weiter gehen, bis man sich wirklich kennt.
Es wird dabei immer wieder Rückschläge geben und man wird wieder einen Schritt zurückgehen müssen um wieder neu anzufangen – mit viel Geduld und Bereitschaft zur Versöhnung und zum Verzeihen.
Wie ist dann der Umgang mit dem Partner?
Aber schließlich werde ich meinen Partner kennen.
Dann weiß ich was den anderen belastet und was ihm Freude macht.
Was für Schwächen er hat, auf die ich Rücksicht nehmen soll und wo seine Stärken liegen, die ich fördern kann.
Was ihm gut tut und wovor er Angst hat.
Wo ich ihm helfen kann.
Wie wir ganz offen miteinander sprechen können und uns so den Problemen schon ganz am Anfang stellen, um sie zu lösen und nicht erst wenn sie unüberwindlich groß geworden sind.
Erst dann kann ich den anderen wirklich so berühren wie genau er es braucht.
Erst dann ist Zärtlichkeit, Geborgenheit, Harmonie und Glücklichsein wirklich möglich.
Wie sehr sehnt sich nicht jeder Mensch nach jemanden der ihn wirklich versteht, nach jemanden der wirklich gut mit ihm umgeht, der sich ganz in ihm hinein denken und einfühlen kann.
Dann kann die engste Beziehung zwischen zwei Menschen wirklich zu einem himmlischen Erlebnis werden.
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