Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche | Impressum

Andersgläubige kommen auch ins Paradies












Hallo. Ich wollte etwas auf den, von manchen Muslimen erhobenen, Absolutheitsanspruch des Islam eingehen.

Der Islam erhebt keinen Absolutheitsanspruch und droht auch keinem Andersgläubigen per se mit der Hölle sondern kritisiert im Koran gerade eben den Absolutheitsanspruch der damaligen Juden und Christen und legt die Kriterien für das Seelenheil folgendermaßen fest:

(1)Glaube an Gott, (2)Glaube an das Jenseits und (3) Vollbringung guter Taten.

Hierzu: 2:111-113; 2:69 ; 2:148 ; 5:48 ; 5:69

Gerade die strikte Auslegung der Trinität (Christentum) oder die strikte Auslegung des Auserwähltseins (Judentum) haben zu jenen Zeiten Absolutheitsansprüche zur Folge gehabt und gerade deswegen wird im Islam das Konzept der Religion auf "Gottergebenheit (Islam)" vereinfacht, um diesen Ansprüchen ein Ende zu bereiten.

Wer also sagt ein Christ, der an die Trinität glaubt kommt in die Hölle begeht genau den selben Fehler die jene fundamentalistische Christen zur Zeit Mohammeds, die auch nur selbstgerecht bei der Vergabe von Paradies-Grundstücken waren und diese Selbstgerechtigkeit eben mit der Trinitätslehre begründeten. Verse wie 5:73 haben demnach einen völlig anderen theologischen Kontext als der einer plumpen Kritik an anthropomorphen Gottesvorstellungen.
Lieber Rahiym.

Bevor ich mit Dir meine Gedanken zum Thema äussere, hat sich in mir die Erkenntnis kristallisiert, dass zuerst diejenigen Koransuren auch mitpubliziert werden müssen, damit wir eine gemeinsame Grundlage der Diskussion haben. Auch haben einige Mitleser keinen Koran zur Hand.

Also. An die Arbeit und Kopiern und Einfügen...

Im Namen unseres Gottes und Allerbarmers...
2:111-113

111 Und sie (d.h. die Leute der Schrift) sagen: 'Niemand wird ins Paradies eingehen außer denen, die Juden oder Christen sind.' Das sind (nur) ihre (persönlichen) Wünsche. Sag: Bringt doch euren Beweis vor, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt! 112 Aber nein! Wer (auch immer) sich Gott ergibt und dabei rechtschaffen ist, dem steht bei seinem Herrn sein Lohn zu. Und sie (d.h. diejenigen, die gottergeben und rechtschaffen sind) brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein. 113 Die Juden sagen: 'Die Christen entbehren (in ihren Glaubensanschauungen) der Grundlage.' Und die Christen sagen: 'Die Juden entbehren (in ihren Glaubensanschauungen) der Grundlage.' Dabei lesen sie doch (in gleicher Weise) die Schrift. Diejenigen, die kein Wissen haben, (d.h. die Heiden?) sagen dasselbe. Aber Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden über das, worüber sie (inihrem Erdenleben) uneins waren.
[Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 123 (vgl. Sure 2, 110-113) (c) Verlag W. Kohlhammer]
2:69

69 Sie sagten: 'Bete für uns zu deinem Herrn, damit er uns Klarheit darüber gibt, wie ihre Farbe sein soll!' Er sagte: 'Gott (w. Er) sagt: Es soll eine gelbe Kuh sein, von intensiver Farbe, (eine Kuh) die denen, die sie anschauen, Freude macht.'
[Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 114 (vgl. Sure 2, 68-69) (c) Verlag W. Kohlhammer]

2:148
148 Jeder hat eine Richtung, auf die er eingestellt ist (je nachdem er Jude, Christ oder Muslim ist). Wetteifert nun nach den guten Dingen! Wo immer ihr sein werdet (wenn das Ende über euch kommt), Gott wird euch (am jüngsten Tag) allesamt beibringen. Er hat zu allem die Macht.
[Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 131 (vgl. Sure 2, 147-148) (c) Verlag W. Kohlhammer]
5:48
48 Und wir haben (schließlich) die Schrift (d.h. den Koran) mit der Wahrheit zu dir herabgesandt, damit sie bestätige, was von der Schrift vor ihr da war, und darüber Gewißheit gebe. Entscheide nun zwischen ihnen (d.h. den Juden und Christen?) nach dem, was Gott (dir) herabgesandt hat, und folge nicht (in Abweichung) von dem, was von der Wahrheit zu dir gekommen ist, ihren (persönlichen) Neigungen! - Für jeden von euch (die ihr verschiedenen Bekenntnissen angehört) haben wir ein (eigenes) Brauchtum (?) und einen (eigenen) Weg bestimmt. Und wenn Gott gewollt hätte, hätte er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber er (teilte euch in verschiedene Gemeinschaften auf und) wollte euch (so) in dem, was er euch (d.h. jeder Gruppe von euch) (von der Offenbarung) gegeben hat, auf die Probe stellen. Wetteifert nun nach den guten Dingen! Zu Gott werdet ihr (dereinst) allesamt zurückkehren. Und dann wird er euch Kunde geben über das, worüber ihr (im Diesseits) uneins waret.
[Sure 5. Der Tisch: Der Koran, S. 263 (vgl. Sure 5, 47-48 ) (c) Verlag W. Kohlhammer]
Forum -> Islam


1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16  Weiter
Ähnliche Themen
Hat der Satan auch einen Nutzen?
Weihnachten auch für Muslime?
hallo auch
Ich bin jetzt auch da!
GLauben die bahais auch an hadithen?
Alkohol auch in parfürmen und bodycremes etc.
Spenden auch ohne Ehemann
Ich möchte das meine Kinder als Muslime auf die Welt kommen
Bedingungen für das Paradies damals & heute
Bedingungen für das Paradies damals & heute