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Hallo ihr Lieben,
ich habe ein großes Problem. Seit April diesen Jahres wohne ich alleine. Bin zum ersten Mal vom Elternhaus augezogen und das auch noch ziemlich spät. Hatte verschiedene Gründe; vom finanziellen bis hin zur unreife. Ich war schon immer ein sehr ängstlicher Mensch, nur zeigt sich das jetzt verstärkt weil ich ja alleine wohne. Es hat im Januar diesen Jahres so richtig angefangen mit meiner Angst. Das ging den ganzen Monat so... Herzrasen, Schweißausbrüche, Durchfall, allgemeine Schlappheit usw. Ich dachte ich sterbe jeden Moment. War beim Arzt und er meinte nichts organisches. Das wäre eine psychosomatische Angststörung und müsste therapiert werden. Bin auch beim Psychologen aber irgendwie bringts nichts ... nun strebe ich einen Klinik-Aufenthalt an.
Gibts hier jemanden dem es genauso wie mir geht oder ergangen ist?
Mit dem ich mich austauschen könnte?
Lieben Gruß
Nela
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Wenn es beim Psychologen nicht funktioniert hat, war er vielleicht nicht der Richtige! Es muß in einer Klinik nicht umbedingt besser werden! Rede darüber, suche dir Kontakte auch wenn nur via Net, egal aber es gibt genug einsame Menschen auf der Welt und für das Hauptproblem gibt es eine Lösung, reden, reden , reden!
Wer redet, der ist nicht einsam.
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Nur in der Dunkelheit oder auch bei Tag?
Bist du berufstätig?
WEnn es nur in der Nacht ist habe ich einen Tipp der bei mir Wunder gewirkt hat: Hör dich Kinderkassetten an: Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen, Die Drei ?, TKKG......
Ist kein Witz. Ich kann mitlerweile auch ohne
Und wenn es auch am Tag ist, dann such dir eine Beschäftigung: Sport, Lesen, Basteln usw.
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Hallo Josefin,
nur in der Dunkelheit verbunden mit allein sein.
Bin momentan arbeitslos, deswegen kommt es sehr gelegen mit dem Klinikaufenthalt. Ich habe auch eine sehr gute gefunden. Kenne auch ein paar Leute die dort waren und die berichten nur gutes über diese Klinik und deren Therapieformen. Der Aufenthalt dauer 6-8 Wochen... ich werde das machen. Klar rede ich viel über meine Angst mit meinen Freunden, Familie, Freund usw. aber die können mir nur begrenzt helfen. Es müssen nunmal Fachleute herangezogen werden, weil sie die nötigen Fachkenntnisse haben. Trotzdem danke für euren gutgemeinten Ratschläge.
Nela
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Also flüchtet sie in eine Klinik, anstatt sich hier in ihrem Leben ihrem Problem zu stellen. In der Klinik ist dann alles gut. Sie kommt wieder zurück. Und die alte Angst kommt wieder hoch. Und sie wird sich wieder zurück in die Klinik wünschen. Schei*programm.
Liebe Nela,
genau das habe ich mir gedacht, als ich deinen Beitrag las. Nun, es ist meine Meinung. Und ich bin auch kein Fachmann. Wobei, mit Verlaub gesagt, diese Fachleute selbst oft große Probleme mit dem eigenen Leben haben.
Nun, wer hat die nicht. Also, die gut gemeinten Ratschläge hier sind auch gut. Und in der Klinik wird es dir besser gehen. Weil du dort nicht mehr einsam bist. Und wenn du zurück bist, wird es dir wieder dreckig gehen, weil du dann wieder einsam sein wirst.
Ich kenne Einsamkeit. Ich kenne das Gefühl von Verlassenheit. Es hat bei mir allerdings nie Angst ausgelöst, zumindest nicht in der Form, wie du sie beschreibst.
Ich mach dir einen Vorschlag:
Wenn es dir mal wieder dreckig geht, dann rufe jemanden an. Leute aus dem Forum. Menschen. Keine Fachleute, aber auch nicht auf das Wiederkommen von treuen Patienten angewiesen.
Gestern Abend zum Beispiel, nein, die letzten zwei Tage war ich irgendwie nicht gut drauf. Hab mich selbst nicht gemocht. Ich mußte aber meiner Freundin ein Mail schreiben. Ich habe dann begonnen, und ihr beschrieben, daß es mir gerade nicht gut geht, usw usw usw.
Nach 2 Stunden hab ich dann aufgehört zu schreiben, und ich fühlte mich richtig gut und befreit. Alles war von mir abgefallen, meine Laune hatte sich immer mehr gebessert, und auf einmal hatte ich wieder mein Grinsen im Gesicht. Es hat mich selbst überrascht.
Bernhard
Tel. Nr. per PN
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