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Mithras-Religion - Bezug zum Christentum












2. Verbreitung

Die Lehre war schon in 3. vorchristlichen Jahrhundert bis nach Ägypten gekommen. Nachdem sie ins römische Imperium gelangt war, verbreitete sie sich mit der gleichen ungeheurer Geschwindigkeit wie später das Christentum. Der Mithraismus wurde vor allem durch Soldaten, Händler und Sklaven bis nach Nordafrika, Spanien, Gallien, Germanien und Britannien gebracht. Der Ausgangspunkt der Mithrasreligion für den Okzident war Kilikien in Kleinasien, die Heimatprovinz des Apostel Paulus. Dort war der Mithrasglaube fast hundert Jahre vor Paulus schon eingedrungen. Die moderne Bibelforschung konnte eine Reihe von Entsprechungen zwischen seinen Predigten und Inhalten des Mithraskultes feststellen. Frühesten Zeugnisse der Mithrasreligion stammen aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Im 2. und 3. Jahrhundert kommt es dann zu einem vermehrten aufrtreten. Reste von Kultstätten fand man vor allem in Deutschland, am gesamten Verlauf des Rheins, mit Schwerpunkt Rhein-Main-Gebiet und in England. Entlang des Limes folgten sie dem Limes bis nach Pannonien. Daher wurde auch der Eindruck geweckt, dass der Mithraskult eine Soldatenreligion gewesen sei. Ihm gehörten jedoch weite Teile der römischen Beamtenschaft an. Im 3. Jahrhundert war Rom das Zentrum der Mithrasverehrung. Dort wurden die Überreste von ca. 800 Mithraskultstätten vorgefunden.

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7. Riten und Glaubensinhalte / Christlicher Synkretismus

Der Geburtstag des Mithras, der dies natalis solis, war der 25. Dezember. Auch der Geburtstag des ägyptischen Göttersohns Horus fiel erstaunlicher Weise (oder vielleicht auch nicht so erstaunlich) auf dem 25. Dezember. Erst im Jahre 353 legte die christliche Kirche den Geburtstag Christi auf den 25. Dezember, um Mithras, den unbesiegbaren Sonnengott, aus dem Volksbewusstsein zu verdrängen. Die Adventzeit als Vorfeier des Weihnachtsfestes gibt es erst seit dem 6. Jahrhundert auf. Auch in ihr lebt symbolisch ebenfalls die Geburt des Mithras weiter, da mit seinem Erscheinen das Licht in die Welt gebracht, und das Leben erneuert wird. (mit der Wintersonnenwende werden die Tage wieder länger). Die christliche Weihnacht, bei der in finsterer Winternacht die Kirchen und die Wohnzimmer strahlend hell erleuchtet werden drückt diese Vorstellung aus.

Die Mithrasreligion hatte das astrologische Wissen der "weisen Magier" Babylons übernommen, von denen drei nach
christlichen Überlieferung dem neugeborenen Jesuskind huldigten,
nachdem sie einem Stern nach Bethlehem gefolgt waren.
Zu den "Heiligen drei Knöigen" wurden diese "magoi" (Sternendeuter) aus dem Morgenland erst in späterer Zeit verklärt.

Wie das frühe Christentum stellt sich auch die Mithrasreligion als Jenseitsreligion dar.

[color=violet]Wie Mithras stieg auch Christus vom Himmel herab. Auch bei seiner Geburt sollen ihn Hirten angebetet und ihm die Erstlinge ihrer Herden und Früchte dargebracht haben.
Später fuhren beide wieder zum Himmel hinauf, wo sie von (Sonnen)Gott inthronisiert, Teilnehmer der göttlichen Allmacht, und schließlich zum Teil einer Trinität wurden.[/color]
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