|
|
|
Es fing alles an, als die Nacht eintraf, der Vollmond erstahlte wie noch nie, ich war verzaubert, schaute gebannt in den Himmel, ohne an die zeit zu denken. Meine Mutter sagte immer, Kind gehe nie alleine in der Nacht hinaus, dort im Wald lauern Gefahren.
Doch ich lachte nur darüber, sollte meine Mutter doch reden, ich empfand die Nacht als eines der wunderschönesten Momente. Es war so ruhig um mich herum, ich fühlte mich geborgen im Schutz der Dunkelheit. Und so machte ich mich dann auf in den Wald zu gehen, ohne Angst natürlich, denn für mich gab es keine Bösen Geister.
Ich nahm mir meine Jacke, zog sie über, und stieg aus dem Fenster, hangelte mich an der großen Eiche ab, und lief los. Es war ein wundervolles Gefühl, ich fühlte mich frei, unendlich frei.
Als ich in den Wald trat, spürte ich das Magische, es riss mich immer weiter hinein, bis ich dann an eine Lichtung kam. ich schaute in alle Richtungen, es sah alles irgendwie gleich aus so in dieser Dunkelheit.
Augen wie eine Eule müsste man haben, dachte ich mir, das wäre super cool, so hätte ich alles gut genug erkennen können, doch so fiel ich dann auf einmal über eine Wurzel, und landete im Dreck.
ich prustete wie verrückt, fing an zu lachen, und richtete mich wieder auf.
Dann hörte ich ein Geräusch, es kam aus dem Dickkicht, es raschelte, vielleicht ein Hase? Ich stand da, und fing an mich zu konzentrieren, die Geräusche kamen näher, es konnte nur ein Hase sein dachte ich mir, und ging dann weiter. In Gedanken versunken schlenderte ich also weiter, der schwarze Himmel mit der silbernden Scheibe lag über mir, er sollte mir den Weg zeigen, mich leiten, begleiten zu einem Punkt, den ich noch nie gesehen hatte.
Es war so ruhig, kein Windhauch , was war geschehen?
Dann hörte ich wieder dieses Rascheln im Unterholz, und so langsam musste ich mir eingestehen, machte es mir Angst, so viel Angst, das ich am liebsten weck gerannt wäre, doch ich konnte nicht, ich war wie versteinert, bekam kaum Luft. Ich fing an zu zittern, Kälte legte sich um meinen Körper, ich spürte wie etwas näher kommen sollte, was mein ganzes Leben verändern sollte.
"Hallo mein Kind der Nacht, so weit von Zu Hause weck?"
Ich drehte mich um, schaute zu Boden, und da sah ich es, es war kein Hase, nein, es war, ja, was war es? Ich wusste es nicht. Es war eine begegnung der Außergewöhnlichen Art.
"Hab keine Angst mein Kind, ich bin dein Freund."
"Und was bist du?"
Fragte ich, und kniete mich leicht zu der kleinen Kreatur.
"Ich bin der Waldgeist, dein Freund in der Nacht, immer wenn du traurig bist, kannst du mich besuchen, immer wenn du einsahm bist kannst du mich rufen."
"Wie ist dein Name kleiner Mann?"
Fragte ich, und fing an zu lächeln.
"Ich heiße Numis, Numis der Waldgeist, ich bin der Herr über die Tiere und Pflanzen die hier leben."
Er war so ein niedlicher kleiner Kerl, und am liebsten hätte ich ihn mit nach Hause genommen. Doch dies war ein Wunschdenken meinerseits, meine Mutter hätte einen Tobsuchtsanfall bekommen, wenn sie Numis sehen würde, und das wollte ich dem kleinen wirklich ersparen.
Numis war am grinsen, und kletterte auf mein Bein, hielt sich fest, und stahlte über beide Ohren.
"Du bist ein nettes Kind, eines der Kinder, die ich am liebsten habe."
"Die anderen tuen mir weh, sie trampeln auf mich herum, zerstören alles was schön ist, doch du, du bist friedlich mir gegenüber gestimmt."
Ich wusste was er damit sagen wollte, und musste ihm Recht geben.
Die anderen Kinder hatten nur Unsinn im Kopf, sie ärgerten die Tiere, und rupften alles an Pflanzen raus die ihnen im Weg waren.
Numis war der Herrscher, er überwachte das rege Treiben im Wald, und ich, ich hatte von nun an einen neuen Freund gefunden, Numis den Waldgeist.
|
|
|