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Hallo zusammen!
@ Sucher : Der Artikel ist wirklich nicht schlecht, denn selbst gläubige Menschen können nicht leugnen, dass durch fanatische Religion viel Unheil über die Welt gekommen ist. Wohlgemerkt: durch fanatische Religion, nicht durch jede Form von Gottesanbetung.
Eines aber gefällt mir an dem Aritkel nicht: Stillschweigend scheint McEvan davon auszugehen, seine Argumente gegen religiöse Verbohrtheit seien Argumente gegen Gott / ein Höheres Wesen. Dass Religionen einander oft widersprechen, ist ganz natürlich, da es ja in diesem Bereich keine Beweismöglichkeiten gibt. Dass sie einander gewalttätig bekämfen, ist traurig und tadelnswert, und möglicherweise wäre eine Gesellschaft von Atheisten für das Leben auf diesem Planeten praktischer. Dass die Leute aber den Glauben oft missinterpretieren oder sich fanatischen Religionsführern anschließen, statt selbst nachzudenken, ist ein Fehler, den Manschen machen, und der ganz unabhängig davon ist, ob eine Gottheit existiert oder nicht. Es gibt viele Argumente für Gott, und wenn es ihn wirklich gibt, so wäre es ein zu einfacher und undankbarer Weg, ihn zu leugnen, 'nur' weil manche Menschen schlecht mit der Vorstellung von ihm umgehen können. Man kann die Menschen nicht wie Unmündige behandeln, denen man von der Möglichkeit eines Gottes nichts erzählen darf, weil sie damit nicht klarkommen. Man muss vielmehr versuchen, eine Art Aufklärung voranzubringen, und die Menschen dazu zu bringen, Religion, sofern sie an etwas Jenseitiges glauben, nicht so zu praktizieren, dass sie das hiesige Leben verschlechtern.
Dazu kann man niemanden zwingen, aber man muss zumindest eine Vorstellung haben.
MfG Hanno B.
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