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Die protestantische Theologie












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Die protestantische Theologie

Die Engellehre anhand der Schriften
der großen Theologen und des kirchlichen Lehramtes


Die Schöpfung

Dieser allein wahre Gott schuf aus seiner Güte und mit allmächtiger Kraft — nicht um seine Seligkeit zu mehren, noch um sich Vollkommenheit zu erwerben, sondern um seine Vollkommenheit zu offenbaren durch die Güter, die er den Geschöpfen mitteilt — in freiestem Willensentschluss zu Beginn der Zeit aus Nichts in gleicher Weise beide Ordnungen der Schöpfung, die geistige und die körperliche, d. h. die Engelwelt und die irdische Welt, und dann die Menschenwelt, die gewissermaßen beide umfasst, da sie aus Geist und Körper besteht.

Die Vorsehung

Alles, was Gott schuf, schützt und leitet er mit seiner Vorsehung »kraftvoll von einem Ende zum andern reichend und alles mit Milde ordnend« (Weish 8,1). »Es liegt ja alles bloß und offen vor Seinen Augen« (Hebr 4,13), auch das, was durch die freie Handlung der Geschöpfe geschehen wird.

LEHRSÄTZE

Gott der Schöpfer aller Dinge

1. Wer den einen wahren Gott, den Schöpfer und Herrn der sichtbaren und unsichtbaren Dinge leugnet, der sei ausgeschlossen.

2. Wer sich nicht schämt, zu behaupten, außer dem Stoff gebe es nichts, der sei ausgeschlossen.

3. Wer sagt, die Substanz oder Wesenheit Gottes und aller Dinge sei ein und dieselbe, der sei ausgeschlossen.

4. Wer sagt, sowohl die körperlichen wie die geistigen endlichen Dinge oder wenigstens die geistigen seien aus der göttlichen Substanz erflossen, oder die göttliche Wesenheit werde durch ihre Offenbarung oder Entwicklung die Wirklichkeit aller Dinge,
oder endlich: Gott sei das Allgemeine oder Unbestimmte, das durch Bestimmung seiner selbst die Gesamtheit aller Dinge, in Arten, Gattungen und Einzelwesen gesondert, begründe, der sei ausgeschlossen.

5. Wer nicht bekennt, dass die Welt und alle Dinge, die in ihr enthalten sind, geistige wie körperliche, nach ihrer ganzen Substanz von Gott aus dem Nichts hervorgebracht worden sind,
oder wer sagt, Gott habe nicht mit freiem Willen ohne alle Notwendigkeit geschaffen, sondern so notwendig, wie er sich selbst notwendig liebt,
oder wer leugnet, die Welt sei zur Verherrlichung Gottes geschaffen, der sei ausgeschlossen.
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