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Liebe Dani, was macht den Satanismus für die heutige Jugend so anziehend ?
Finde diese Frage auch hier häufig. Deshalb bin ich darauf eingegangen. In uns selbst antwortet etwas, aber wir hören nicht genau hin und manche Erkenntnis ist irgendwie da, in uns wie von einer unsichtbaren Hand gebracht, doch fehlen uns noch die passenden Worte, um das, was einem dann klar ist, auszudrücken mit einem intelligenten Wortschatz. Damit es ankommt und damit es verstanden wird.
Innerlich macht es "klick", aber dann verließen sie ihn
Und irgendwie hat man das Gefühl, daß man "geführt" wird. Dann findet man die passenden Suchworte, die passenden Seiten und dann ist es da, was man zu wissen wünscht.
Da wird immer soviel gesagt, daß man nur den Anweisungen der Heiligen Bücher zu folgen braucht und schon ist man ein ganz lieber Mensch. Warum also machen wir es uns zu schwer, oder liegt auch hier wieder die Sache viel tiefer ?
Warum sind die Menschen so, wie sie sind, warum haben sie sich so entwickelt und warum jedes Land und jede Kultur anders ?
Das alles ist höchst interessant. Aber dafür müssen wir auch wirklich die Geschichte jedes einzelnen Volkes dieser Welt kennen und schon verloren sind die Völker, die es bereits nicht mehr gibt, die nicht mehr existieren.
So können wir mit geeigneten Suchworten eine große Kiste Wissen hervorkramen und trotzdem sind alle unsere Fragen immer noch nicht gestillt.
Wer suchen möchte , wer finden will, braucht nur in den Suchmaschinen seine Worte eingeben und schon heißt es: Sesam öffne dich. Dann braucht man nur noch die Edelsteine vom Tand zu trennen und schon ist man wieder ein bißchen klüger. Oder doch nicht - gibt es nicht neue Fragen, die sich dann offenbaren ?
Z.B.: Es gab Menschenopfer und Tieropfer. Damals holte man sich die Götter auf die Erde und man hat einem Gott geopfert, von dem man meinte, er verlange es. Ist man heute weiter ?
Weshalb glauben Menschen, daß Gott will, daß wir seine Schöpfung mißbrauchen ?
Wir erschaudern bei dem Gedanken an das Böse und tun doch so viel Böses. Z.B. das Töten - ob Mensch oder Tier. Wir sind entsetzt. Wie kann jemand so etwas tun ? Würde ich es tun ? Könnte ich einem lebendigen Wesen weh tun ? Was gehört dazu ? Und wenn ich die Barriere überwunden habe, daß Tötung nur noch ein gewohnheitsmäßiger Akt ist, was passiert dann in mir ? Was geht dann in mir vor ?
Ist es böse, wenn ich töte oder muß ich töten, um zu überleben ?
Ab wann kann man vom Bösen sprechen ?
Es gibt so viele Anweisungen in Heiligen Büchern und doch: es wird entweder nicht verstanden in seinen inneren symbolischen Werten oder wir formen es uns, wie wir es gern hätten.
Was also ist das Böse ?
Ist das Gute ohne das Böse vorhanden ?
Was für eine Welt wird das sein, wenn es das Böse nicht mehr gibt ?
Sind wir dann noch die, die wir heute sind ?
Tja, liebe Dani, alles Fragen, die man sich so stellt. Und das sind nicht alle. Irgendwann setze ich mich dann wieder einmal damit auseinander und schon entstehen neue Fragen.
So ist der Mensch nun mal. Ihm ist Geist gegeben und der wirkt in allem.
Und eigentlich glaubt ein Heide auch. An Götter. Er glaubt an etwas. Atheisten glauben eigentlich auch. Nämlich, daß sie der Macher ihres Schicksals sind.
Gibt es überhaupt jemand, der an nichts glaubt.
Kann man sagen: es gibt Ungläubige oder ist das nur die Definition für jemand, der andere verunglimpfen möchte, sie abwerten ?
An irgend etwas glaubt doch jeder , oder ?
Gibt es überhaupt Ungläubige ?
Ich bin mir da nicht so sicher.
lg Gabriele
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