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http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/reinkarn/r_verste.htm
Was versteht man unter Reinkarnation oder
Wiederverkörperung?
In erster Linie handelt es sich darum, klar auseinanderzusetzen, was man denn unter Reinkarnation zu verstehen liat. Der Etymologie zufolge konnte das Wort jeden Wiedereintritt in eine beliebige fleischliche oder physische Hülle bedeuten. Jedenfalls setzt es die Existenz von einem relativ fortbestehenden oder unsterblichen Etwas voraus, welches der Reihe nach immer wieder in ein anderes relativ vergängliches Etwas eingeht und in demselben Wohnung nimmt. Das Wort sagt uns jedoch nichts näherer über das Wesen dieses relativ beständigen und unsterblichen Etwas, ausser dass die von ihm vorübergehend gewählten Wohnungen "fleischliche" sind. Ein anderes Wort, welches oftmals als ein Synonym für Reinkarnation gebraucht wird, ist Metern psychosis. Dieses beleuchtet die andere Seite des Vorganges, denn hier ruht das ganze Gewicht nicht auf der Art der gewählten Wohnung, sondern auf dem Übergang der Psyche oder des relativ Unvergänglichen in andere Formen. Fassen wir den Sinn der beiden Worte zur Bezeichnung des Gesamtbegriffes zusammen, so haben wir den successiven Eintritt der Psyche oder Seele in verschiedene irdische Körper und wenn auch, infolge des allzu unbestimmten Gebrauches in theologischen Schriften, gegen das Wort Seele Einwände gemacht werden können, so dürfen wir dasselbe vorläufig doch beibehalten, um für die meisten Menschen jene Wesenheit oder Daseinsform verständlich zu bezeichnen, welche die physische Gestalt, mit der sie für die Dauer des irdischen Lebens verbunden war, überlebt.
In diesem allgemeinen Sinne, und ganz abgesehen von jeder speziell exoterischen oder esoterischen Lehre dienen die Worte Reinkarnation und Metempsychose zur Bezeichnung einer Lehre vom Dasein, nach welcher eine sichtbare, materielle Form von einem unsichtbaren, ätherischen Prinzip bewohnt ist, welches seine irdische Hülle überlebt und nach dem Tode entweder sogleich oder nach Verlauf einiger Zeit in irgend eine andere Form übergeht und in ihr wieder fortlebt. Noch nie wurde wohl diese Lehre in ihrer erhabenen Form klarer und zugleich poetischer dargestellt, als in der berühmten Ansprache Krishnas an Arjuna in der Bhagavad Gita:
"Die sterblichen Körper werden die sterblichen Leiber des Ewigen, Unzerstörbaren, Unendlichen, Körperbildenden (des Geistes) genannt. Wer dieses Ewige für das Tötende hält, oder wer glaubt, dass es zerstört werden könne, der hat keine wahre Erkenntnis. Es tötet nicht und kann nicht getötet werden. Es wird nie geboren und stirbt nie. Es entsteht nicht und wird niemals entstehen. Ungeboren, unvergänglich, unendlich, stirbt es nicht, wenn auch der Körper getötet wird. Wie könnte, oPartha! derjenige irgend etwas töten oder töten lassen, das er als unzerstörbar, ewig, ungeboren und unsterblich erkennt? Gleichwie ein Mensch, der seine alten Kleider abgelegt hat, ein neues Gewand anzieht, so offenbart sich die ewige Wesenheit, wenn die zerrissenen Hüllen abgelegt sind, in amicren sich ncubilden" den Daseinsformen. Waffen verletzen das ewige Wesen nicht, noch brennt es das Feuer; das Wasser netzt es nicht und der Wind trocknet es nicht auf. Es ist undurchdririgbar, unverbrcnnbar, es kann weder aufgelöst noch verdorrt werden, es ist unsterblich, alles durchdringend, beständig, unbeweglich und ewig." 1)
Nach der exoterischen Lehre des Brahmanismus sowohl wie auch des Buddliismus soll das lebendige und sich immer wieder verkörpernde Prinzip von menschlichen zu tierischen Formen und umgekehrt übergehen, ja es soll sogar noch, nachdem es bereits in einem Menschenkörper Wohnung genommen hatte, wieder zu Pflanzen und Mineralien zurückkehren können. Der Glaube an diese Art von Metempsychose war und ist nicht bloss im Orient noch weit verbreitet, sondern wurde auch von den Anhängern des Pythagoras und Plato, sowie von den Neu-Platonikern vertreten. Diese Auffassungsweise ist aber eine Verzerrung der esoterischen Lehre, welcher -- wie wir später sehen werden -- nicht zugiebt, dass das menschliche Ego, dem allgemeinen Entwicklungsstrome entgegen, wieder zum Tiere zuruckschreiten könne. Während sie einerseits klar die Einheit alles Lebens lehrt und dieses Eine Leben in ganz allmählicher und stufenweiser Entwicklung Schritt für Schritt vom Mineral-, Pflanzen- und Tierreiche sich zum Menschen erheben lässt, leugnet sie andererseits, dass die im Menschcn erworbene Individualität wieder in niedereren Kollektiv-Daseinsformen untergehen könne; denn im Menschen ist nach dem Gesetze der Evolution die individuelle Inkarnation an die Stelle der niedereren Formen eines Kollektiv Daseins getreten. 2)
Im Sinne der esoterischen Philosophie besagt die Lehre von der Wiederverkörperung: es existiert ein lebendiges und individuelles Prinzip, welches den menschlichen Körper bewohnt und beseelt und nach dem Tode des Körpers nach längeren oder kürzeren Zwischenräumen in einen anderen Körper übergeht. So reihen sich dann die aufeinanderfolgenden Körperleben ähnlich wie an eine Schnur gefasste Perlen aneinander und sind miteinander in Verbindung, wobei wir uns das belebende Prinzip als die Schnur, die einzelnen Leben aber als die Perlen zu denken haben.
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1) Vergl. F. Harlmann. "Übersetzung der Bhagavad Gita." Kap. II, 18--25. Braunschweig 1892.
2) Vergleiche: "Die sieben Prinzipien des Menschen" v. A. Besant.
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r_verste.txt
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Kann man das glauben und was versteht man darunter - wie ist unser Weg und warum gibt es so viele verschiedene Ansichten und Anschauungen ?
Warum ist nicht alles eins - es würde uns soviel Nachdenken ersparen.
Wäre doch schön - es gibt nur einen Pfeil - eine Richtung und alles wäre gut ?
Wäre alles gut, wenn es nur eines gibt, würde es uns alle zufrieden machen und entspräche auch allem, was der Mensch wünscht - oder müßte dann der Mensch auch anders sein - einfach nur Gleicher - wie ein geklonter Mensch in vielfacher Form - Wie Mio von Zwillingen - wäre das schöner - und paßt nicht zu der Vielfalt des Menschen auch eine Vielfalt der Wahrheiten ?
Gibt es die endgültige Wahrheit und warum erfahren Mediale von oben so oft voneinander abweichende Durchsagen ? Und alle sagen: es kommt von Gott oder von Jesus - wer also will uns verwirren ?
Gott - Jesus - oder wer ?
Warum ist sich die Wissenschaft auch nicht einig ? Warum gibt es auch hier so viele verschiedene Ausrichtungen - Bereiche - Erfahrungen ?
Ist da nicht doch etwas, was uns irgendwie auf alles hinweisen soll ?
ich weiß es nicht - weiß es jemand anderes ?
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Liebe Gabriele,
ich glaube, Du 'klebst' so stark an der Reinkarnationstheorie, hältst sie trotz Widersprüchen für das einzig Richtige, sodass Du die anderen Lehren, die es gibt, gar nicht beachtest.
Vielleicht solltest Du Dich doch mal intensiver auch mit anderen Lehren beschäftigen?
Liebe Grüße von Minou
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Liebe Minou, mit welchen z.B. ?
liebe Grüße Gabriele
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Nun, es gibt z.B. die Weltreligionen, auch die monotheistischen, die z.B. an keine Reinkarnation glauben, die von Gottes Propheten gegründet wurden. Die Auswahl ist groß Aber ich verstehe Dich schon: jeder sagt etwas Anderes. Die fortschreitende Gottesoffenbarung würde da Einiges erklären, aber ich weiß ja, dass Du die ablehnst. Das wäre aber alles auf einer Linie und alles genau erklärt, was Du bei den verschiedenen Reinkarnationsmedien ja eben nicht hast.
Sei lieb gegrüßt von Minou
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