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http://www.klarblicker.de/forum/viewtopic.php?t=3096
Diese Elemente treten in der Schöpfungsgeschichte in unterschiedlichen Polaritäten auf. Wenn z.B. Wasser und Land geteilt werden, dann geht es um die Wasser-Erde-Polarität. Wenn der Mensch aus Erde und Atem gemacht wird, das geht es um eine Luft-Erde-Polarität. usw. (Das meiste ist aber nicht ganz so einfach zu erkennen.) Dieses Dreifachkreuz sieht nun tatsächlich so ähnlich wie eine Wirbelsäule aus, wobei die Querbalken den Rippen ähneln. Und damit hängt es auch zusammen, dass der weibliche Seelenanteil einer Rippe entspricht.
Das Dreifachkreuz kann man nun als ein Strukturschema für die menschliche Seele interpretieren, in der es all diese Polaritäten gibt. Aber ebenso kann man es auch als ein Strukturschema der Schöpfung interpretieren oder auch als ein Strukturschema des spirituellen Entwicklungsweges. Weil sich Schöpfer, Schöpfung und Geschöpf in dieser Struktur gleichen, kann man auch davon sprechen, dass das Geschöpf nach dem Ebenbild des Schöpfers gemacht ist.
Das Göttliche ist für uns auf direktem Weg nicht sichtbar. Wir können es nur in Analogien erkennen. (Den Logos bzw. das allgemeine Prinzip erkennt man in der Ana-Logie.) Und über dieses Dreifachkreuz haben wir nun ein Analogie-Schema, mit dessen Hilfe das Göttliche für uns erkennbar wird.
Und deshalb komme ich auch zu der Überzeugung, dass es sich durchaus lohnen kann, wenn man sich ein paar Gedanken um diesen alten Text macht. Da steckt nämlich sehr viel mehr drin, als es zunächst den Anschein hat.
Ich weiß nicht, wie viele Wege es gibt, die uns tatsächlich zur Gotteserkenntnis führen können – zu der Fähigkeit, dass Göttliche erkennen zu können. Diesen Weg, den ich hier kurz angedeutet habe, das ist zumindest der einzige Weg, den ich persönlich kenne und von dem ich weiß, dass er auch tatsächlich zum Ziel führt. Bei diesem Weg spielt es aber keine so große Rolle, in welcher Sprache er nun konkret ausgeschildert ist – ob da nun vom Lebensbaum die Rede ist oder von der Weltenesche Yggdrasil oder ob man die verschiedenen Prinzipien durch verschiedene Gottheiten personifiziert. Es kommt auf die Prinzipien an, nicht auf die Namen. Wenn ich also von nur einem Weg spreche, so meine ich damit nicht nur eine Kultur, sondern ich meine den einen Weg, der in verschiedenen Kulturen auf verschiedene Weisen beschildert wird.
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Die frühen Christen hatten aber durchaus ihre Gründe, dass sie das AT übernommen haben (und das war keinesfalls „unreflektiert“). Dazu ein paar Hintergründe:
Als das Judentum gegründet wurde, da gab es zwei Teile der Lehre:
1.) Es gab die Thora als Schriftquelle, die zwar allgemein bekannt war, die jedoch durch ihre allegorische Sprache vor dem Uneingeweihten verhüllt war. (Das ist der exoterische Teil der Lehre.)
2.) Es gab Hinweise, die jedoch nur mündlich und geheim weiter gegeben wurden, wie man diese Schriftquelle im übertragenen Sinne interpretieren kann. Die Kabbala ist das letzte Relikt dieser Geheimlehre. (Das ist der esoterische Teil der Lehre.)
In den Schriftquellen wird vieles in einer materiellen/verdinglichten/personifizierten Form dargestellt, was eigentlich in einem spirituellen Sinn gemeint ist. Das betrifft sowohl die biblischen Geschichten als auch die vielfältigen Gebote und Regeln.
Vor 2000 Jahren war jedoch das esoterische Verständnis weitgehend verloren gegangen und die jüdischen Geschichten und Gebote wurden von der Priesterschaft nur noch im wörtlichen/materiellen Sinne interpretiert bzw. befolgt. Das Ziel des frühen Christentums war es, wieder auf den verborgenen/esoterischen Sinn der jüdischen Schriften und Gebote hinzuweisen. Und in diesem Sinne haben sie schon das AT aufgeräumt.
Deshalb erklärt auch Paulus, als es um die Befolgung der Gebote geht, dass man diese Texte eigentlich allegorisch interpretieren sollte.
Gal 4,21 Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Hört ihr das Gesetz nicht? Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, den einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd ist nach dem Fleisch gezeugt worden, der von der Freien aber kraft der Verheißung. Diese Worte haben tiefere Bedeutung. Denn die beiden Frauen bedeuten zwei Bundesschlüsse: ...
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http://www.klarblicker.de/forum/viewforum.php?f=37
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